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Romane

Der Tod ist mein Beruf

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Über das Buch

Von der Banalität des Bösen Inspiriert vom Tagebuch des Lagerkommandanten Rudolf Höß schrieb Merle diesen ersten Holocaust-Roman aus Tätersicht, der ihn weltberühmt machte. Die einzigartige Psychostudie eines Massenmörders aus Gründlichkeit und Gehorsam erschüttert selbst ein halbes Jahrhundert nach ihrem Erscheinen noch in ihrer schonungslosen, banalen Logik. „Wann endlich wird man den Mut haben, diesen Roman als unverzichtbare Ergänzung zu Hannah Arendts ›Bericht von der Banalität de Bösen‹ zu sehen?“ Le Monde "Dieser Roman ist genau das, was an Littell gerühmt wird: groß und kalt." Die Welt „Ein grausiges Buch, das man gelesen haben muss." Stuttgarter Zeitung

Editionen (5)

ISBN9783746627861
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum29.08.11
Seitenzahl293

Rezensionen & Bewertungen

49 Bewertungen

8 Rezensionen

4,5

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  • zuzi.xs
    zuzi.xs

    100 Follower

    4,0

    📂🪨 Gewissenhaft ohne Gewissen.

    Was passiert mit Kindern, die in Gewalt erzogen werden und statt Liebe Strafe erhalten? Das und mehr demonstriert "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle sehr genau. Ich hatte lange vor mir hergeschoben, dieses Buch zu lesen, aber leider wird das Thema mit jedem Jahr nur umso aktueller. Im ersten Teil des Buches wird die Kindheit Rudolf Langs dargestellt, mit einem gefühlskalten Vater, der offenbar mehr als genug eigene Probleme hat und nicht zu einer gesunden Beziehung im Stande ist. Aber das kann keine Ausrede sein für das, was der Protagonist später beruflich macht – erst Kriegsfreiwilliger, später Karriere in der NSDAP, SA und SS und schließlich Kommandant im Vernichtungslager Auschwitz. All die Gräuel beschreibt der Protagonist absurd sachlich und man möchte eigentlich durchgehend den Kopf schütteln und kann nicht begreifen, dass das Buch auf realen Dokumenten der Nürnberger Prozesse und persönlichen Notizen beruht. Wie ist es möglich, dass jemand so sehr dissoziiert und Menschen nur noch als "Einheiten" wahrnimmt? Für mich nicht greifbar. Dennoch ein wichtiges Buch gegen das Vergessen.

    📂🪨 Gewissenhaft ohne Gewissen.

    5. Jan. 2026

  • gary
    gary

    254 Follower

    5,0

    Aus dem Tagebuch eines gehorsamen Monster‘s.

    …das Erschreckende ist, das man sogar mit fiebert. Man stumpft regelrecht ab. Menschen werden zu Einheiten. Menschen werden in Klassen geteilt. Welche Art Mensch hat das Recht zu leben? Welche stellt ein Problem dar? Gehorsam und Pflichtbewusstsein dem Reichsführer gegenüber befähigen zu gnadenloser Rationalität.

    Aus dem Tagebuch eines gehorsamen Monster‘s.

    21. Feb. 2025

  • laura1mue
    laura1mue

    152 Follower

    5,0

    Ein grausames Werk.

    Eine Mischung aus fiktionalen Elementen und historischem Roman. Inspiriert vom Leben des Rudolf Höß. Der nüchtern, sachliche Stil Robert Merles lässt die im Buch beschriebenen Geschehnisse und Gräueltaten (und besonders ihre fast maschinell präzise Entwicklung, Planung und Ausführung) noch viel bedrückender und schrecklicher wirken. Ein grausames Buch. Und eine unbedingte Leseempfehlung.

    29. Nov. 2023

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Robert Merle

Robert Merle (1908-2004) wurde in Tébessa (Algerien) geboren. Schulbesuch und Studium in Frankreich. 1940 bis 1943 in deutscher Kriegsgefangenschaft. 1949 Prix Goncourt für seinen ersten Roman »Wochenende in Zuydcoote«. Merles umfangreiches literarisches Werk spannt sich in einem großen Bogen von seinem Welterfolg »Der Tod ist mein Beruf« über die ironische Zukunftsvision von »Die geschützten Männer« bis zur historischen Romanfolge »Fortune de France«, die im Aufbau Verlag vollständig in deutscher Übersetzung erschienen sind.

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