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Romane

Der Tod ist mein Beruf

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Über das Buch

Mit diesem Roman wurde Robert Merle weltberühmt. Wenige Jahre nach dem Krieg und bereits 1957 in deutscher Übersetzung, erschien dieser authentische Roman über die Geschichte des Lagerkommandanten von Auschwitz: Es ist die Psychostudie eines Massenmörders von der Kindheit bis zur Hinrichtung. Nach den Dokumenten des Nürnberger Prozesses schildert Merle die langsame "Perfektionierung" der Todesfabrik von Auschwitz. Nicht Bosheit oder Brutalität brachten diesen Mann dazu, täglich unschuldige Menschen zu Tausenden zu vernichten, sondern seine Vorstellung von Ehre, Gründlichkeit und Respekt vor einem Staat und seinen Führern - "ein Mann der Pflicht", so Merle, "und gerade darin ist er ein Ungeheuer". Eine hochaktuelle, fesselnde Lektüre zum Thema Auschwitz gerade für junge Leser.

Editionen (5)

ISBN9783746612126
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum01.02.00
Seitenzahl293

Rezensionen & Bewertungen

49 Bewertungen

8 Rezensionen

4,5

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  • zuzi.xs
    zuzi.xs

    100 Follower

    4,0

    📂🪨 Gewissenhaft ohne Gewissen.

    Was passiert mit Kindern, die in Gewalt erzogen werden und statt Liebe Strafe erhalten? Das und mehr demonstriert "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle sehr genau. Ich hatte lange vor mir hergeschoben, dieses Buch zu lesen, aber leider wird das Thema mit jedem Jahr nur umso aktueller. Im ersten Teil des Buches wird die Kindheit Rudolf Langs dargestellt, mit einem gefühlskalten Vater, der offenbar mehr als genug eigene Probleme hat und nicht zu einer gesunden Beziehung im Stande ist. Aber das kann keine Ausrede sein für das, was der Protagonist später beruflich macht – erst Kriegsfreiwilliger, später Karriere in der NSDAP, SA und SS und schließlich Kommandant im Vernichtungslager Auschwitz. All die Gräuel beschreibt der Protagonist absurd sachlich und man möchte eigentlich durchgehend den Kopf schütteln und kann nicht begreifen, dass das Buch auf realen Dokumenten der Nürnberger Prozesse und persönlichen Notizen beruht. Wie ist es möglich, dass jemand so sehr dissoziiert und Menschen nur noch als "Einheiten" wahrnimmt? Für mich nicht greifbar. Dennoch ein wichtiges Buch gegen das Vergessen.

    📂🪨 Gewissenhaft ohne Gewissen.

    5. Jan. 2026

  • gary
    gary

    254 Follower

    5,0

    Aus dem Tagebuch eines gehorsamen Monster‘s.

    …das Erschreckende ist, das man sogar mit fiebert. Man stumpft regelrecht ab. Menschen werden zu Einheiten. Menschen werden in Klassen geteilt. Welche Art Mensch hat das Recht zu leben? Welche stellt ein Problem dar? Gehorsam und Pflichtbewusstsein dem Reichsführer gegenüber befähigen zu gnadenloser Rationalität.

    Aus dem Tagebuch eines gehorsamen Monster‘s.

    21. Feb. 2025

  • laura1mue
    laura1mue

    152 Follower

    5,0

    Ein grausames Werk.

    Eine Mischung aus fiktionalen Elementen und historischem Roman. Inspiriert vom Leben des Rudolf Höß. Der nüchtern, sachliche Stil Robert Merles lässt die im Buch beschriebenen Geschehnisse und Gräueltaten (und besonders ihre fast maschinell präzise Entwicklung, Planung und Ausführung) noch viel bedrückender und schrecklicher wirken. Ein grausames Buch. Und eine unbedingte Leseempfehlung.

    29. Nov. 2023

3 von 8 Rezensionen

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