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Der Tod des Iwan Iljitsch

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Über das Buch

Leo N. Tolstoi: Der Tod des Iwan Iljitsch Übersetzt von Julie Goldbaum, Wiener Verlag, Wien 1904. Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2017. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.

Editionen (13)

ISBN9783743709041
VerlagHenricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin
Erscheinungsdatum01.04.17
Seitenzahl68

Rezensionen & Bewertungen

258 Bewertungen

35 Rezensionen

3,9

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  • _martin_kopp_
    _martin_kopp_

    288 Follower

    4,0

    Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.

    Leo Tolstoi, inspiriert durch die dunkle Zeit seiner Sinneskrise nach „Krieg und Frieden“, stellt die Frage nach dem Lebenssinn und was ein anständiges, lebenswertes Leben ist. Der Protagonist Iwan ist ein durchschnittlicher Mensch, mit einer durchschnittlichen Karriere und einer durchschnittlichen Familie. Die Menschen in seinem Umfeld behandelt er nur selten gut. Dieser Mensch erkrankt schwer und auf seinem Leidensweg steigert er sich seelisch in die ewige Frage nach dem Sinn und die immer im Kreis gehende Reflexion seines Lebens. Er grübelt und grübelt und grü…. bis er stirbt. Thats the whole point. Und es ist harter Tobak. Denn die ewigen Gedanken, ob es denn der Blinddarm oder die Niere ist, ob er sterben wird oder genesen, zieht einen ziemlich runter und man bekommt ein Bild davon, wie sich wohl Hypochonder fühlen. Sprachlich klar, teils ironisch und doch sehr elegant, behandelt Tolstoi die Angst vor dem Tod mit grossen Worten. Lesenswert und ein guter Einstieg in die russische Literatur.

    Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.

    5. Feb. 2026

  • emptygrave
    emptygrave

    31 Follower

    3,5

    Der Tod des Iwan Iljitsch – Eine unbequeme, aber wichtige Lektüre

    Der Tod des Iwan Iljitsch von Leo Tolstoi erzählt die Geschichte eines angesehenen Richters, der nach einer scheinbar harmlosen Verletzung schwer erkrankt und sich mit seinem nahenden Tod auseinandersetzen muss. Während seiner letzten Lebensmonate blickt er auf sein Leben zurück und beginnt zu hinterfragen, ob er wirklich so gelebt hat, wie er es selbst wollte oder ob er lediglich den Erwartungen seiner Umgebung gefolgt ist. Dieses Buch ist für mich keines, das Trost spendet oder Hoffnung im klassischen Sinne vermittelt. Wer nach einer Geschichte sucht, die bei Trauer hilft, wird hier vermutlich nicht fündig. Stattdessen ist es ein schonungsloser Blick auf ein Leben, das nach außen erfolgreich wirkt, im Inneren aber von Anpassung und Oberflächlichkeit geprägt ist. Gerade das macht die Erzählung so eindringlich. Sie regt dazu an, die eigene Lebensführung zu hinterfragen: Lebe ich nach meinen eigenen Vorstellungen oder vor allem für die Anerkennung anderer? Bin ich mit den Menschen an meiner Seite wirklich glücklich? Besonders die Beziehung zu Iwan Iljitschs Frau zeigt, wie entscheidend die Wahl des richtigen Partners für ein erfülltes Leben sein kann. Tolstoi hält dem Leser einen Spiegel vor. Das ist nicht immer angenehm, aber genau darin liegt die Stärke des Buches.

    5 Tage vor

  • steffialy
    steffialy

    24 Follower

    5,0

    Hart und sehr emotional!

    Das war mein erstes Buch von Tolstoi. Ein sehr kurzes, aber dafür sehr emotionales und intensives Buch. Es wird aus der Perspektive eines Sterbenden erzählt. Eine Perspektive die man viel zu selten hört und die viel Schmerz bereithält. Das Buch wechselt wirklich schnell von einem positiven Gefühl zu den Todesängsten. Vielleicht auch bedingt durch die Kürze - macht die Geschichte somit aber noch intensiver. Sollte man also definitiv gelesen haben!

    6. Feb. 2026

3 von 35 Rezensionen

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