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Romane

Der Schwimmer

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Über das Buch

Ungarn 1956: Die Panzer rollen, der Aufstand schlägt fehl, die Hoffnung scheitert, daß die Welt eine andere hätte werden können. Ohne ein Wort verläßt Katalin ihre Familie und flüchtet über die Grenze in den Westen. Ihr Mann Kálmán verkauft Haus und Hof und zieht fortan mit den Kindern Kata und Isti durch das Land.
Während Kálmán in Schwermut verfällt, errichten sich Kata und ihr kleiner Bruder Isti ihre eigene Welt: Isti hört, was die Dinge zu erzählen haben - das Haus, die Steine, die Pflanzen, der Schnee -, während Kata den Geschichten der Menschen zuhört, denen sie auf ihrer jahrelangen Reise begegnet. Der genaue Blick der Kinder trifft auf eine Welt, die sie nicht verstehen. Nur wenn sie am Wasser sind, an Flüssen, an Seen, wenn sie dem Vater zusehen, wie er seine weiten Bahnen zieht und wenn sie selber schwimmen - nur dann finden sie verzauberte Momente der Leichtigkeit und des Glücks. Beide ahnen, dass ihr Leben erst beginnt.

Editionen (4)

ISBN9783596510207
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.11.07
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

66 Bewertungen

8 Rezensionen

4,1

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  • salufi
    salufi

    220 Follower

    3,5

    Ein melancholischer, poetischer Roman über zwei Geschwister, die nach dem Verschwinden der Mutter mit ihrem Vater durch Ungarn ziehen. Die Sprache von Zsuzsa Bánk mag ich sehr, auch wenn mir ihre anderen Bücher besser gefallen haben. „Es war, als habe jemand alle Uhren zum Stehen gebracht … als liefe die Zeit für uns nicht weiter.“ „Unser Vater verließ das Abteil, und Isti sagte, er wolle das Weinen verlernen, er wolle aufhören damit, und er drehte sich nicht um zu mir, er schaute weiter auf sein Spiegelbild, durchs Fenster in die Dunkelheit, und ich erwiderte, gut, laß es uns verlernen.“ „Irgendwann zerbrach etwas, sagte Anna, wie manchmal etwas zerbreche, ohne daß man ungeschickt sei, ohne daß man es wolle, es geschehe einfach. Irgendwer habe dieses Glück wieder eingesammelt, es entzogen, ohne die beiden zu fragen, ob sie genug davon gehabt hätten, ob es ihnen ausgereicht habe.“

    18. Aug. 2025

  • papiliorama
    papiliorama

    16 Follower

    4,5

    In den 1950er und 60er Jahren flüchtet Katas Mutter aus Ungarn und lässt sie, ihren kleinen Bruder und den Vater zurück. Kata erzählt, was nun passiert. Aus der Perspektive des Kindes werden Alltägliches, Besonderes, Tragisches, Schmerzhaftes erzählt. Bank schreibt so, dass es mich verlangsamt. Ich lese in kleinen Teilen und wachse so in die Geschichte hinein. Handlung gibt es nur wenig, manchmal aber mehr, als beim Lesen wahrnehmbar. Trotzdem zieht es in die Welt der Protagonistin, die Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorte, die dargestellten Charaktere und die Beziehungen untereinander... als dass ist wunderbar zu lesen. Das ist keine leichte Lektüre, aber es reizt mich doch sehr. Und kann ich kurz loswerden, wie sehr ich die Fischer Taschenbibliothek mag? Kompakte, aber stabile Büchlein, perfekt für das Lesen unterwegs.

    24. Feb. 2024

  • maus12
    maus12

    3 Follower

    4,5

    Melancholie und Mitgefühl

    Die Erzählung nimmt sich viel Zeit und ich habe etwas gebraucht, um mich darauf einzulassen. Während des Lesens fühlt man eine tiefe und schmerzvolle Sehnsucht nach einem endlosem Sommer und Leichtigkeit. Je länger ich gelesen habe, desto weniger wollte ich, dass es endet.

    14. Feb. 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Zsuzsa Bánk

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin in Frankfurt am Main. Für ihren ersten Roman »Der Schwimmer« wurde sie mit dem aspekte-Literaturpreis, dem Deutschen Bücherpreis, dem Jürgen-Ponto-Preis, dem Mara-Cassens-Preis sowie dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. Für »Unter Hunden« aus ihrem Erzählungsband »Heißester Sommer« erhielt sie den Bettina-von-Arnim-Preis. Auch ihre Romane »Die hellen Tage« und »Schlafen werden wir später« wurden große Erfolge. Zuletzt erschien »Sterben im Sommer«.Literaturpreise:Open Mike-Preis 2000Jürgen-Ponto-Preis 2002aspekte-Literaturpreis 2002Deutscher Bücherpreis 2003Mara Cassens Preis 2003Bettina-von-Arnim-Preis 2003Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2004

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