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Leseempfehlung für alle, die gern historische Romane lesen. Hervorragend recherchiert von der Autorin, die Historikerin ist und die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter aufgeschrieben hat. Die 1940er Jahre: Jule geht mit ihrem Mann nach Hirschberg in Niederschlesien, wo er als Flugzeugmechaniker arbeitet . Als sie herausfindet, wie schlecht die Zwangsarbeiterinnen im Lager behandelt werden, wo sie hart arbeiten müssen und kaum was zu essen bekommen, hilft sie freiwillig in der Küche aus und schmuggelt Essen ins Lager. Allmählich fassen die Frauen Vertrauen und verraten ihr Rezepte ihrer Lieblingsgerichte, die Jule nachkocht . Sie schreibt die Rezepte auf und erstellt ein Kochbuch mit polnischen, tschechischen, ukrainischen, ungarischen Gerichten. Im Januar 1945 beginnt die Flucht in den Westen, Jule bekommt ein Baby, sie will nicht fliehen, da sie Angst um die Frauen hat, die im Lager zurück bleiben. 1976: Katharina ist Dozentin an der Universität in Wien. Als sie das von ihrer Mutter erstellte Kochbuch findet, fällt ihr auf, dass ihre Mutter nie mit ihr über ihre Zeit in Schlesien gesprochen hatte. Mutter und Tochter fahren nach Hirschberg, das mittlerweile im kommunistischen Polen liegt und Jelenia Góra heißt. Der Roman hat mir sehr gut gefallen, in den Kapiteln wird abwechselnd Katharinas und Jules Geschichten erzählt, beide fand ich spannend und berührend. Es war interessant zu erfahren, welch wichtige Rolle Niederschlesien im 2. Weltkrieg für die deutsche Rüstungsindustrie gespielt hatte. Die Kernaussage ist die Bedeutung von gegenseitiger Unterstützung und Solidarität- gemeinsam können Frauen viel mehr als alleine erreichen.
21. Juni 2024
Leseempfehlung für alle, die gern historische Romane lesen. Hervorragend recherchiert von der Autorin, die Historikerin ist und die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter aufgeschrieben hat. Die 1940er Jahre: Jule geht mit ihrem Mann nach Hirschberg in Niederschlesien, wo er als Flugzeugmechaniker arbeitet . Als sie herausfindet, wie schlecht die Zwangsarbeiterinnen im Lager behandelt werden, wo sie hart arbeiten müssen und kaum was zu essen bekommen, hilft sie freiwillig in der Küche aus und schmuggelt Essen ins Lager. Allmählich fassen die Frauen Vertrauen und verraten ihr Rezepte ihrer Lieblingsgerichte, die Jule nachkocht . Sie schreibt die Rezepte auf und erstellt ein Kochbuch mit polnischen, tschechischen, ukrainischen, ungarischen Gerichten. Im Januar 1945 beginnt die Flucht in den Westen, Jule bekommt ein Baby, sie will nicht fliehen, da sie Angst um die Frauen hat, die im Lager zurück bleiben. 1976: Katharina ist Dozentin an der Universität in Wien. Als sie das von ihrer Mutter erstellte Kochbuch findet, fällt ihr auf, dass ihre Mutter nie mit ihr über ihre Zeit in Schlesien gesprochen hatte. Mutter und Tochter fahren nach Hirschberg, das mittlerweile im kommunistischen Polen liegt und Jelenia Góra heißt. Der Roman hat mir sehr gut gefallen, in den Kapiteln wird abwechselnd Katharinas und Jules Geschichten erzählt, beide fand ich spannend und berührend. Es war interessant zu erfahren, welch wichtige Rolle Niederschlesien im 2. Weltkrieg für die deutsche Rüstungsindustrie gespielt hatte. Die Kernaussage ist die Bedeutung von gegenseitiger Unterstützung und Solidarität- gemeinsam können Frauen viel mehr als alleine erreichen.
21. Juni 2024






