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Romane

Der Fänger im Roggen

3,5(1269)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

J.D. Salingers erster und einziger Roman “Der Fänger Roggen” erzählt vom Erwachsenwerden, der ersten Liebe und der Verlogenheit unserer Leistungsgesellschaft. Eine Geschichte, die seit 1951 Generationen von Leserinnen und Lesern geprägt hat. Ein Klassiker der amerikanischen Literatur.

Der sechzehnjährige Holden Caulfield läuft tief in seine Gedanken versunken durch das verschneite New York: Gerade ist er das dritte Mal von der Schule geflogen, seinen wohlhabenden Eltern kann und möchte er das eigentlich nicht schon wieder erklären. Um den unvermeidlichen Streit noch etwas hinauszuzögern, mietet er sich kurzerhand in einem zwielichtigen Hotel ein. In den folgenden Tagen trifft ihn die volle Wucht der Großstadt und die Härte des Erwachsenwerdens.

„‘Der Fänger im Roggen‘ ist so realistisch, dass es weh tut, und all die verwirrten Erwachsenen werden ihn zu ihrem eigenen Vergnügen verschlingen und ihn sofort vor ihren Kindern verstecken.“ Los Angeles Times

Editionen (12)

ISBN9783499235399
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum02.01.04
Seitenzahl272

Merkmale

5 Bewertungen

MittelNachdenklichVielschichtigMittelVerstörendAnschaulich

Rezensionen & Bewertungen

1269 Bewertungen

128 Rezensionen

3,5

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  • yaduria1982
    yaduria1982

    269 Follower

    2,0

    Das Buch landete im letzten Jahr auf der Liste der Verbannten Bücher in den USA. Das war der eigentliche Grund für meinen Lesewunsch. Vorab: Ich habe keine Ahnung, warum dass oft noch Schullektüre ist! Der Roman wird in der Ich-Perspektive von einem jungen Mann in den 1950ern in den USA erzählt. Er ist zum wiederholten Mal von der Schule geflogen und versucht die Zeit bis er nach Hause geht in New York zu überbrücken. Selten habe ich einen so unsympathischen Protagonisten in einem Roman erlebt. Ich bin mir nicht sicher, ob der Autor einen depressiven oder manisch-depressiven Charakter schreiben wollte. Manchmal kam es mir so vor. Alles ist bei ihm schlecht und immer sind die anderen Schuld. Er hat eine ganz furchtbare Art, seine Mitmenschen zu beschreiben. Extrem in diesem Buch fällt Sexismus und Homophobie auf, ich gehe davon aus es ist der Zeit geschuldet, in der der Roman geschrieben wurde. Es ist das einzige Buch das Autoren. Ist das schade? Nein! Muss man es gelesen haben? Nö!

    27. Jan. 2026

  • _martin_kopp_
    _martin_kopp_

    285 Follower

    4,0

    Ein Buch über Trauer, Unzulänglichkeit, Depressionen und Traumata.

    Der Fänger im Roggen sollte Pflichtlektüre in den Schulen werden. Obwohl der Roman aus den frühen 50ern stammt, zeigt er wunderbar auf, was mit Kindern passiert, wenn sie nicht geliebt, traumatisiert, missbraucht oder einfach nur allein gelassen werden. Dabei lässt der Autor vieles bis zu einem gewissen Grad offen und lässt viel Raum für Spekulationen. So kann der Roman auf verschiedene Arten interpretiert werden. Sicher ist aber, dass der Protagonist, ein 16 Jähriger Junge, geplagt ist von Trauer, niedrigem Selbstwertgefühl, Depressionen und Bindungsängsten . Genau das, was gerade in der heutigen Zeit nahezu alltäglich geworden ist. Zudem schneidet Salinger auch das Thema des in der Gesellschaft (damals, aber leider auch heute noch) kaum wahrgenommen sexuellen Missbrauchs an Kindern an. Aber auch die Unklarheit über die eigene noch nicht gefundene sexuelle Orientierung. Ein tolles und ernstes Jugendbuch!

    Ein Buch über Trauer, Unzulänglichkeit, Depressionen und Traumata.

    18. Juli 2025

  • seitenoscar
    seitenoscar

    134 Follower

    3,5

    📝 „Als er weg war, saß ich noch ungefähr eine halbe Stunde so da. Also, ich saß einfach in meinem Sessel und machte gar nichts. Ich dachte an Jane und daran, dass Stradlater jetzt mit ihr wegging und so. Das machte mich dermaßen nervös, dass ich fast verrückt wurde. Ich habe euch ja schon gesagt, was für ein heißer Arsch Stradlater war.“ (S.50) 📝 „Das Komische ist, dass ich sie kaum erblickt hatte, als ich schon Lust hatte, sie zu heiraten. Ich bin verrückt. Ich mochte sie nicht mal besonders, und doch war mir auf einmal, als wäre ich in sie verliebt und wollte sie heiraten.“ (S.161) 📖 Der eigentlich konfliktscheue Schüler Holden fliegt zum wiederholten Mal vom College. Er scheut die Rückkehr in sein Elternhaus und begibt sich in das vorweihnachtliche Nachtleben New Yorks. Dort setzt er sich alkoholbetäubt mit quälenden Fragen des Älterwerdens auseinander. 💭 Meine Interesse für dieses Buch wurde durch @accidentallyintobooks geweckt, nachdem ich dort die Rezension gelesen habe. Mit dem Anfang der 1950er veröffentlichten Werk „Der Fänger im Roggen“ gelingt J.D. Salinger ein beeindruckendes Debüt. Mir gefällt die authentische Sprache eines Jugendlichen, der sich in Unwesentlichem (beispielsweise Mr. Spencer’s weiße behaarten Männerbeine oder sein ungeniertes Nasenbohren) verirrt, während es um seine schulische Zukunft geht. Wesentlich finde ich dann wiederum die Beobachtung Stradlaters dreckigen Rasierers, der im Gegensatz zu dessen makellosen Erscheinungsbild steht. Der gutmütige Holden versucht zu Beginn Konflikten aus dem Weg zu gehen, bis er angeekelt vom Verhalten seines Zimmerkompagnon Stradlater die Konfrontation sucht, jedoch mit einer blutigen Nase den kürzeren ziehen muss. Die Normen und der Leistungsdruck in einer Gesellschaft können individuell veranlagte Menschen erdrücken, so wie den Protagonisten Holden. Man fühlt beim Lesen des Buches den Druck der auf den Schultern des Teenagers lastet, an dem sich auch heute nicht viel geändert hat. Fragen über Fragen, die es in dieser Zeit für Jugendliche zu beantworten gilt. Das ist dem Autor aus meiner Sicht gut gelungen. Holden ist desillusioniert von den Ansprüchen und Erwartungen der Welt der Erwachsenen. Dem Autor ist es aus meiner Sicht hervorragend gelungen, dies in seinem Werk darzustellen. Gut aufgezeigt sind die verschiedenen Gefühlswelten, die Holden innerhalb kürzester Zeit durchlebt. In den Fängen der Großstadt wird er Opfer des Alkohols, der sich meist bei den Verzweifelten im Gehirn festsetzt. J.D. Salinger zeichnet beeindruckend die unsichere pubertären Gefühlswelten Holdens: Dieser durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, während er mit dem hübschen Mädchen Sally in Kontakt ist. Erst ist er völlig distanziert zu ihr, dann malt er sich eine gemeinsame Zukunft aus. Auf Seite 219 stellt Holden eine sehr interessante und weitsichtige Frage zur Berufswahl. Wie kann man sich sicher sein, ob Eigennutz oder das Gemeinwohl der Antrieb für diese ist? Das Ende hat mir gut gefallen. Ein insgesamt lesenswertes Buch, für die die Coming of age mögen.

    11. Mai 2025

3 von 128 Rezensionen

Autorin / Autor

Über J. D. Salinger

J.D. Salinger, geboren am 1. Januar 1919 in New York, erlangte Weltruhm mit seinem 1951 erschienenen Roman »Der Fänger im Roggen«, der zu einem der erfolgreichsten Romane des 20. Jahrhunderts wurde. Daneben hat Salinger nur drei weitere Bücher mit Erzählungen veröffentlicht. Salinger starb am 27. Januar 2010.

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