Der zweite Band von
Derek Landys
neuer Trilogie ist wieder ein schwarzhumoriger Höllenritt durch die Klassiker des amerikanischen Horrorkinos. Haarsträubender Lesespaß für alle Fans von
Skulduggery Pleasant
,
Supernatural
oder
Stranger Things
.
Wenn ihr glaubt, Dämonen könne man nicht reinlegen, dann solltet ihr euch mal mit Amber unterhalten!
Desolation Hill
ist nur scheinbar ein friedliches Städtchen. Jedes Jahr findet hier ein großes Festival statt. Alle Fremden müssen die Stadt verlassen und die Kinder werden in Panikräumen eingeschlossen. Nur die Erwachsenen wissen genau, was in der Höllennacht passiert. Und sie können gar nicht erwarten, dass es endlich losgeht.
Als kurz vor Einbruch der Dämmerung ein kleiner Junge verschwindet, ist Amber Lamont eines klar: Hier hat mal wieder jemand einen Pakt mit Dämonen geschlossen und eine unschuldige Seele muss geopfert werden. Aber da schaut Amber nicht lange zu!
„
Höllennacht in Desolation Hill
“ ist der zweite Band der
Demon Road
-Reihe. Der Titel des ersten Bandes lautet „
Hölle und Highway
“.
Mehr Infos zu
Demon Road
und der Psychotest „Wie dämonisch bist du?“ unter:
www.demonroad.de
Achtung! Dies ist eine Buchreise Rezension.
Wer mehr über die Buchreisen wissen möchte: www.buchreise-Projekt.de
Es war wie schon Band 1 ein Fest!
Meine Lachmuskeln sind schon labberig und können nicht mehr. Ich hoffe sie erholen sich bis Band3 da ist….
Wir folgen Amber weiter auf Ihrer Reise über die Demon Road.
Auf ihrer Flucht landen sie im beschaulichen Städtchen Desolation Hill…
Mit weiteren Protagonisten, wie Virgil und Javier )Ich lieb die beiden abgöttisch!!!) oder Kelly, Warrick und Co erleben Amber und Milo Abenteuer und unaussprechliches…
Wieder mal eine absolute Empfehlung für diese Reihe!!!
3 Tage vor
5,0
Achtung! Dies ist eine Buchreise Rezension.
Wer mehr über die Buchreisen wissen möchte: www.buchreise-Projekt.de
Es war wie schon Band 1 ein Fest!
Meine Lachmuskeln sind schon labberig und können nicht mehr. Ich hoffe sie erholen sich bis Band3 da ist….
Wir folgen Amber weiter auf Ihrer Reise über die Demon Road.
Auf ihrer Flucht landen sie im beschaulichen Städtchen Desolation Hill…
Mit weiteren Protagonisten, wie Virgil und Javier )Ich lieb die beiden abgöttisch!!!) oder Kelly, Warrick und Co erleben Amber und Milo Abenteuer und unaussprechliches…
Wieder mal eine absolute Empfehlung für diese Reihe!!!
Schaut mal auf der Webseite buchreise-Projekt.de da findest ihr alles zu unserem Buchreiseprojekt. Mit einer großen und mega tollen Community 🖤💜🖤
Was hab ich denn da wieder gelesen 😂
Ich mag die Bücher von Landy. Sie sind echt keine Literarischen Meisterwerke, aber sie sind ungemein unterhaltsam.
Der Schreibstil ist super easy und leicht zu verstehen wodurch man nur so durch das Buch gleitet.
Den Humor den sich Landy bedient ist einfach grandios und Mega lustig und unterhaltend wodurch das ganze einfach noch mal mehr Spaß macht das Buch zu lesen.
Da es ein Reisebuch ist war es schon in den Händen von @filos2309 und dank ihren Kommentaren war das ganze noch lustiger. Danke dafür. Einen Stern Abzug gab es, weil es zwischendurch ein paar Längen gab.
Zum Buch: (ohne Spoiler)
Wir begleiten hier Amber die mit Milo immer noch auf der Flucht ist, dabei landen sie wie sie annehmen in der Sicherheit der Stadt Desolation Hill. Doch so sicher sind sie leider nicht, dort in der Stadt treffen sie auf ein paar Jugendlichen die dem Dürren Mann auf der Spur sind und zwei älteren Herren die helfen wollen (sofern sie es in ihrem Alter überhaupt können 😂😂😂) Gemeinsam helfen sie sich dabei, in Desolation Hill die Höllennacht zu überstehen.
Solltet ihr den ersten Teil schon gelesen haben dann kann ich euch den zweiten nur empfehlen da er wie ich finde vom Humor noch besser ist.
26. Juni 2026
4,0
Ich Liebs doch 🖤😂
Achtung Buchreisebuch ⚠️⚠️⚠️
Schaut mal auf der Webseite buchreise-Projekt.de da findest ihr alles zu unserem Buchreiseprojekt. Mit einer großen und mega tollen Community 🖤💜🖤
Was hab ich denn da wieder gelesen 😂
Ich mag die Bücher von Landy. Sie sind echt keine Literarischen Meisterwerke, aber sie sind ungemein unterhaltsam.
Der Schreibstil ist super easy und leicht zu verstehen wodurch man nur so durch das Buch gleitet.
Den Humor den sich Landy bedient ist einfach grandios und Mega lustig und unterhaltend wodurch das ganze einfach noch mal mehr Spaß macht das Buch zu lesen.
Da es ein Reisebuch ist war es schon in den Händen von @filos2309 und dank ihren Kommentaren war das ganze noch lustiger. Danke dafür. Einen Stern Abzug gab es, weil es zwischendurch ein paar Längen gab.
Zum Buch: (ohne Spoiler)
Wir begleiten hier Amber die mit Milo immer noch auf der Flucht ist, dabei landen sie wie sie annehmen in der Sicherheit der Stadt Desolation Hill. Doch so sicher sind sie leider nicht, dort in der Stadt treffen sie auf ein paar Jugendlichen die dem Dürren Mann auf der Spur sind und zwei älteren Herren die helfen wollen (sofern sie es in ihrem Alter überhaupt können 😂😂😂) Gemeinsam helfen sie sich dabei, in Desolation Hill die Höllennacht zu überstehen.
Solltet ihr den ersten Teil schon gelesen haben dann kann ich euch den zweiten nur empfehlen da er wie ich finde vom Humor noch besser ist.
Tja, wo fange ich am besten an? Der zweite Band der Demon Road Trilogie „Höllennacht in Desolation Hill“ bietet zunächst einmal wieder kurzweilige Unterhaltung.
Die Handlung knüpft in etwa nahtlos an den Vorgänger an – es sind maximal ein paar Tage seit dem teuflischen Finale des Reihenauftakts vergangen - Unterschiede machen sich doch schnell bemerkbar. Obwohl ich unmittelbar nach Lesen der letzten Seite von „Hölle und Highway“ das erste Kapitel von „Höllennacht in Desolation Hill“ gelesen habe, gestaltet sich der Einstieg schleppend. Glen, so nervig er gewesen sein mochte, fehlt einfach. Er war das Ventil, über das die teils dicke Luft im Charger entweichen konnte. Das Comic Relief, von dem man meinen sollte, dass es der durchweg sarkastische Stil von Derek Landy nicht benötigen würde. Scheinbar doch. Von all meinen ungeklärten Fragen zu Glens Verbleib mal abgesehen. Hoffentlich gibt es diesbezüglich im Finale noch etwas Erbarmen, Band 2 enttäuschte mich in diesem jedoch Belang vollkommen.
Zusätzlich werden gleich mehrere neue Perspektiven eingeführt und keine dieser Personen erhält vorab eine Einführung – Amber begegnet ihnen zum Teil nämlich erst in der zweiten Hälfte des Buches. Diese Charaktere und anfänglichen Nebengeschichten sind deswegen nicht schlecht, doch zu Beginn störten sie meinen Lesefluss. Je mehr man über diese Figuren erfährt und je näher sich die einzelnen Erzählstränge kommen, desto interessanter wird es natürlich.
Während „Hölle und Highway“ uns auf einen rasanten, episodenartigen Roadtrip à la Supernatural mitnimmt, lässt uns „Höllennacht in Desolation Hill“ nun in einer Stadt stranden, deren jährliches Festival stark an The Purge angelehnt ist. Durch den Stillstand ändert sich die ganze Tonart der Erzählung. Ob das nun von Vorteil ist, ist vermutlich Geschmackssache. Witzigerweise schien der Autor selbst nicht ganz zu wissen, was er damit anfangen soll (zumindest schätze ich das so ein), denn der klassisch große Showdown ist im Grunde einfach die komplette, zweite Hälfte des Buches. So kommt es, dass ich tatsächlich mal sagen muss: hier hätte man sich auch kürzer fassen können.
Sicher, wir haben da unsere 3 oder 4 Perspektiven. Amber hat sich jede Menge Feinde und einige wenige Freunde in der Zwischenzeit gemacht. Alles natürlich während der titelgebenden Höllennacht. Da geht ganz schön was ab. Buchstäblich. Körper werden zerrissen. Orgien gefeiert. Amber wird wieder und wieder und wieder geschlagen, angeschossen, gekratzt, gebissen, EXTREM oft durch die Luft geschleudert. Alle möglichen Leute stehen kurz vor dem Tod…und sind dann wieder putzmunter. Es war zu viel! Zu repetitiv! Das Grauen wurde im ersten Band von dem leichten und sarkastischen Ton überspielt. Hier stumpft man einfach so schnell ab, dass man gar nichts mehr empfinden kann.
Beispiel dazu: ich bin aktuell in der Welt von The Walking Dead gefangen. Ja, gefangen, denn 60% der Zeit bin ich kein großer Fan, aber meine Zwangsstörung erlaubt es mir nicht, aufzuhören, bis ich alles gesehen habe. Nun gibt es in einer Welt voller Zombies natürlich auch ganz viel Grauenvolles. Blut, Gedärm und andere eklige Dinge und Geräusche überall. Auch hier bin ich total abgestumpft und kann es ganz gut nebenbei laufen lassen, ABER alle paar Folgen passiert etwas besonders Ekliges, Grausames, Trauriges, das mich irgendwie berührt. Ich zucke zusammen. Sehe angewidert weg. Lasse mir den Appetit verderben…Demon Road schafft das nicht mehr. Und ist das nicht irgendwie…tragisch?
Nun war mein größter Kritikpunkt bei „Hölle und Highway“ der Umgang mit Abers Äußerem. Als Dämon ach so wunderschön, als Mensch so hässlich. Wieso? Weil sie Übergewicht hat. (Anmerkung: ich bleibe bei meiner These, dass sie maximal leichtes Übergewicht hat. Die Kleidung, die ihr passt, ist ihrer wunderschönen, größeren, schlankeren Dämonenvariante nur etwas zu groß und zu kurz. 1+1 und so) Munter geht die Teufelsspirale aus Selbsthass in Menschenform und Selbstliebe in Dämonenform weiter. Mit dem einen Unterschied, dass das Negative zum Großteil von ihr selbst ausgeht. Endlich gibt es vermehrt positives Feedback von Außenstehenden. Natürlich sollte man nicht allzu großen Wert auf die Meinung anderer legen - das ist eine sehr wichtige Lektion für jeden Menschen-, aber ich kritisiere hier ja den Autor, den ersten außenstehenden Beobachter, der sich all das ausgedacht hat. Also, freue ich mich natürlich, dass es in diesem Band viele Stimmen gibt, die Amber, den Menschen, wertschätzen. Dazu gehört auch das erste Love-Interest (etwas, was ich im ersten Band überhaupt nicht vermisst habe) von Amber und an dieser „Beziehung“ ist SO VIEL falsch.
Amber ist ein 16-jähriges Mädchen, das keine Freunde im realen Leben hat. Sie hatte noch nie eine Beziehung oder auch nur einen Schwarm und nun wird ihr eine 20-jährige sexuell erprobt und erfahrene „Dämonenjägerin“ vor die Nase gesetzt, die zwar ihre menschliche Seite mag, dafür aber ihre Dämonenseite nicht. Muss ich dazu noch viel mehr sagen? Mal abgesehen davon, dass jede sexuelle Handlung strafbar wäre, ist Amber aufgrund ihrer eigenen Unsicherheiten bzgl. ihres Körpers dermaßen offen für jede Form von Manipulation, dass dies nur zum Scheitern verurteilt sein kann. Lassen wir das Alter mal außen vor, wird hier auf einmal ein Kompass für Gut und Böse implementiert, der Amber und Milo in eine Kategorie zwingen wird. Wozu? Diese Welt ist eine einzige Grauzone und das ist wundervoll. Wieso muss man das nun so zerstören? Zudem schwenkt es nun ins andere Extrem. Hat Amber es nicht verdient, dass ein potenzieller Partner beide Seiten von ihr akzeptiert?
Passend zu dem Thema komme ich nicht umhin, Derek Landys Einstellung gegenüber Frauen zu hinterfragen. Die Art und Weise wie er weibliche Figuren beschreibt, ist absolut grenzwertig. Siehe die Obsession mit Ambers Äußeren. Nun wird in die Geschichte eine Gruppe von jungen Erwachsenen geworden, die in ihrem Van auf der Demon Road unterwegs sind und das Gute bekämpfen. Mit Hund. Hallo, Scooby-Doo! In dieser Gruppe gibt es auch 2 Frauen. Sie werden in etwa wie folgt beschrieben: Kelly, eine große, rothaarige Schönheit mit wenig Busen. Linda, eine Chinesin mit sehr großen Möpsen. Ach ja, es gibt auch noch eine Polizistin. Sie ist blond, trägt wohl gerne einen straffen Dutt und – ganz wichtig – hat für ihr Alter erstaunlicherweise noch keinen Hängebusen. Merkt Ihr, worauf ich hinauswill?
Zu dem Thema könnte ich noch weiter ausholen, aber lassen wir das. Ich habe das Buch in einer Nacht verschlungen. Ich hatte meinen Spaß und der letzte Band liegt bereits griffbereit. Zu meiner Schande muss ich also gestehen, dass mir die o.g. Themen beim Lesen erst mal nur peripher bewusst waren. Mit etwas Abstand und einer Mütze voll Schlaf wiederum lässt sich darüber nicht hinwegsehen. Ob das „Finale Infernale“ das Ruder noch mal rumreißen kann, wird sich zeigen.
18. Nov. 2023
2,0
Tja, wo fange ich am besten an? Der zweite Band der Demon Road Trilogie „Höllennacht in Desolation Hill“ bietet zunächst einmal wieder kurzweilige Unterhaltung.
Die Handlung knüpft in etwa nahtlos an den Vorgänger an – es sind maximal ein paar Tage seit dem teuflischen Finale des Reihenauftakts vergangen - Unterschiede machen sich doch schnell bemerkbar. Obwohl ich unmittelbar nach Lesen der letzten Seite von „Hölle und Highway“ das erste Kapitel von „Höllennacht in Desolation Hill“ gelesen habe, gestaltet sich der Einstieg schleppend. Glen, so nervig er gewesen sein mochte, fehlt einfach. Er war das Ventil, über das die teils dicke Luft im Charger entweichen konnte. Das Comic Relief, von dem man meinen sollte, dass es der durchweg sarkastische Stil von Derek Landy nicht benötigen würde. Scheinbar doch. Von all meinen ungeklärten Fragen zu Glens Verbleib mal abgesehen. Hoffentlich gibt es diesbezüglich im Finale noch etwas Erbarmen, Band 2 enttäuschte mich in diesem jedoch Belang vollkommen.
Zusätzlich werden gleich mehrere neue Perspektiven eingeführt und keine dieser Personen erhält vorab eine Einführung – Amber begegnet ihnen zum Teil nämlich erst in der zweiten Hälfte des Buches. Diese Charaktere und anfänglichen Nebengeschichten sind deswegen nicht schlecht, doch zu Beginn störten sie meinen Lesefluss. Je mehr man über diese Figuren erfährt und je näher sich die einzelnen Erzählstränge kommen, desto interessanter wird es natürlich.
Während „Hölle und Highway“ uns auf einen rasanten, episodenartigen Roadtrip à la Supernatural mitnimmt, lässt uns „Höllennacht in Desolation Hill“ nun in einer Stadt stranden, deren jährliches Festival stark an The Purge angelehnt ist. Durch den Stillstand ändert sich die ganze Tonart der Erzählung. Ob das nun von Vorteil ist, ist vermutlich Geschmackssache. Witzigerweise schien der Autor selbst nicht ganz zu wissen, was er damit anfangen soll (zumindest schätze ich das so ein), denn der klassisch große Showdown ist im Grunde einfach die komplette, zweite Hälfte des Buches. So kommt es, dass ich tatsächlich mal sagen muss: hier hätte man sich auch kürzer fassen können.
Sicher, wir haben da unsere 3 oder 4 Perspektiven. Amber hat sich jede Menge Feinde und einige wenige Freunde in der Zwischenzeit gemacht. Alles natürlich während der titelgebenden Höllennacht. Da geht ganz schön was ab. Buchstäblich. Körper werden zerrissen. Orgien gefeiert. Amber wird wieder und wieder und wieder geschlagen, angeschossen, gekratzt, gebissen, EXTREM oft durch die Luft geschleudert. Alle möglichen Leute stehen kurz vor dem Tod…und sind dann wieder putzmunter. Es war zu viel! Zu repetitiv! Das Grauen wurde im ersten Band von dem leichten und sarkastischen Ton überspielt. Hier stumpft man einfach so schnell ab, dass man gar nichts mehr empfinden kann.
Beispiel dazu: ich bin aktuell in der Welt von The Walking Dead gefangen. Ja, gefangen, denn 60% der Zeit bin ich kein großer Fan, aber meine Zwangsstörung erlaubt es mir nicht, aufzuhören, bis ich alles gesehen habe. Nun gibt es in einer Welt voller Zombies natürlich auch ganz viel Grauenvolles. Blut, Gedärm und andere eklige Dinge und Geräusche überall. Auch hier bin ich total abgestumpft und kann es ganz gut nebenbei laufen lassen, ABER alle paar Folgen passiert etwas besonders Ekliges, Grausames, Trauriges, das mich irgendwie berührt. Ich zucke zusammen. Sehe angewidert weg. Lasse mir den Appetit verderben…Demon Road schafft das nicht mehr. Und ist das nicht irgendwie…tragisch?
Nun war mein größter Kritikpunkt bei „Hölle und Highway“ der Umgang mit Abers Äußerem. Als Dämon ach so wunderschön, als Mensch so hässlich. Wieso? Weil sie Übergewicht hat. (Anmerkung: ich bleibe bei meiner These, dass sie maximal leichtes Übergewicht hat. Die Kleidung, die ihr passt, ist ihrer wunderschönen, größeren, schlankeren Dämonenvariante nur etwas zu groß und zu kurz. 1+1 und so) Munter geht die Teufelsspirale aus Selbsthass in Menschenform und Selbstliebe in Dämonenform weiter. Mit dem einen Unterschied, dass das Negative zum Großteil von ihr selbst ausgeht. Endlich gibt es vermehrt positives Feedback von Außenstehenden. Natürlich sollte man nicht allzu großen Wert auf die Meinung anderer legen - das ist eine sehr wichtige Lektion für jeden Menschen-, aber ich kritisiere hier ja den Autor, den ersten außenstehenden Beobachter, der sich all das ausgedacht hat. Also, freue ich mich natürlich, dass es in diesem Band viele Stimmen gibt, die Amber, den Menschen, wertschätzen. Dazu gehört auch das erste Love-Interest (etwas, was ich im ersten Band überhaupt nicht vermisst habe) von Amber und an dieser „Beziehung“ ist SO VIEL falsch.
Amber ist ein 16-jähriges Mädchen, das keine Freunde im realen Leben hat. Sie hatte noch nie eine Beziehung oder auch nur einen Schwarm und nun wird ihr eine 20-jährige sexuell erprobt und erfahrene „Dämonenjägerin“ vor die Nase gesetzt, die zwar ihre menschliche Seite mag, dafür aber ihre Dämonenseite nicht. Muss ich dazu noch viel mehr sagen? Mal abgesehen davon, dass jede sexuelle Handlung strafbar wäre, ist Amber aufgrund ihrer eigenen Unsicherheiten bzgl. ihres Körpers dermaßen offen für jede Form von Manipulation, dass dies nur zum Scheitern verurteilt sein kann. Lassen wir das Alter mal außen vor, wird hier auf einmal ein Kompass für Gut und Böse implementiert, der Amber und Milo in eine Kategorie zwingen wird. Wozu? Diese Welt ist eine einzige Grauzone und das ist wundervoll. Wieso muss man das nun so zerstören? Zudem schwenkt es nun ins andere Extrem. Hat Amber es nicht verdient, dass ein potenzieller Partner beide Seiten von ihr akzeptiert?
Passend zu dem Thema komme ich nicht umhin, Derek Landys Einstellung gegenüber Frauen zu hinterfragen. Die Art und Weise wie er weibliche Figuren beschreibt, ist absolut grenzwertig. Siehe die Obsession mit Ambers Äußeren. Nun wird in die Geschichte eine Gruppe von jungen Erwachsenen geworden, die in ihrem Van auf der Demon Road unterwegs sind und das Gute bekämpfen. Mit Hund. Hallo, Scooby-Doo! In dieser Gruppe gibt es auch 2 Frauen. Sie werden in etwa wie folgt beschrieben: Kelly, eine große, rothaarige Schönheit mit wenig Busen. Linda, eine Chinesin mit sehr großen Möpsen. Ach ja, es gibt auch noch eine Polizistin. Sie ist blond, trägt wohl gerne einen straffen Dutt und – ganz wichtig – hat für ihr Alter erstaunlicherweise noch keinen Hängebusen. Merkt Ihr, worauf ich hinauswill?
Zu dem Thema könnte ich noch weiter ausholen, aber lassen wir das. Ich habe das Buch in einer Nacht verschlungen. Ich hatte meinen Spaß und der letzte Band liegt bereits griffbereit. Zu meiner Schande muss ich also gestehen, dass mir die o.g. Themen beim Lesen erst mal nur peripher bewusst waren. Mit etwas Abstand und einer Mütze voll Schlaf wiederum lässt sich darüber nicht hinwegsehen. Ob das „Finale Infernale“ das Ruder noch mal rumreißen kann, wird sich zeigen.
18. Nov. 2023
3 von 7 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Derek Landy
Derek Landy, geboren 1974, arbeitete als Karatelehrer und Drehbuchautor, bevor er die Idee zu seinen erfolgreichen Skulduggery-Pleasant-Büchern hatte. Die Reihe wurde in 35 Sprachen übersetzt, mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und stürmte weltweit die Bestsellerlisten. Derek Landy lebt in der Nähe von Dublin in einem Haus, das vollgestopft ist mit Filmrequisiten. Besonders stolz ist er auf sein Original-Supermankostüm. Der englischsprachige Blog von Derek Landy ist unter dereklandy.blogspot.de zu erreichen.