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Mit Das zweite Leben des Herrn Roos beweist Håkan Nesser einmal mehr, dass er weit mehr ist als nur ein Krimiautor. Für mich steht weniger der eigentliche Kriminalfall im Vordergrund – der wirkt fast wie ein Vorwand –, sondern vielmehr die kunstvoll verwobenen Lebensgeschichten der Figuren, die sich nach und nach entfalten. Nesser gelingt es auf beeindruckende Weise, aus alltäglichen Situationen einen erzählerischen Funken zu schlagen, der sich im Laufe des Romans wie ein Feuerwerk ausbreitet: leise beginnend, dann immer heller werdend und schließlich in überraschende, komplexe Bahnen zerberstend. Man taucht mit jeder Seite tiefer in die Welt der Protagonisten ein, fühlt mit, erkennt sich stellenweise wieder und ist von Anfang an gebannt. Diese Nebengeschichten, die mit dem Kriminalfall nur lose zusammenhängen, tragen den Roman und machen ihn für mich so faszinierend. Selbst ohne das kriminalistische Gerüst wäre das Buch spannend, unterhaltsam und schlichtweg großartig zu lesen. Alles fügt sich am Ende stimmig zusammen, nichts wirkt fehl am Platz – Nesser erzählt mit einer Selbstverständlichkeit, die seine Figuren lebendig macht und seine Bücher zu mehr als nur Genre-Literatur werden lässt. Das zweite Leben des Herrn Roos ist ein weiteres Beispiel dafür, wie meisterhaft er das Unspektakuläre zum Spektakel macht. Eine klare Leseempfehlung.
30. Dez. 2025
Mit Das zweite Leben des Herrn Roos beweist Håkan Nesser einmal mehr, dass er weit mehr ist als nur ein Krimiautor. Für mich steht weniger der eigentliche Kriminalfall im Vordergrund – der wirkt fast wie ein Vorwand –, sondern vielmehr die kunstvoll verwobenen Lebensgeschichten der Figuren, die sich nach und nach entfalten. Nesser gelingt es auf beeindruckende Weise, aus alltäglichen Situationen einen erzählerischen Funken zu schlagen, der sich im Laufe des Romans wie ein Feuerwerk ausbreitet: leise beginnend, dann immer heller werdend und schließlich in überraschende, komplexe Bahnen zerberstend. Man taucht mit jeder Seite tiefer in die Welt der Protagonisten ein, fühlt mit, erkennt sich stellenweise wieder und ist von Anfang an gebannt. Diese Nebengeschichten, die mit dem Kriminalfall nur lose zusammenhängen, tragen den Roman und machen ihn für mich so faszinierend. Selbst ohne das kriminalistische Gerüst wäre das Buch spannend, unterhaltsam und schlichtweg großartig zu lesen. Alles fügt sich am Ende stimmig zusammen, nichts wirkt fehl am Platz – Nesser erzählt mit einer Selbstverständlichkeit, die seine Figuren lebendig macht und seine Bücher zu mehr als nur Genre-Literatur werden lässt. Das zweite Leben des Herrn Roos ist ein weiteres Beispiel dafür, wie meisterhaft er das Unspektakuläre zum Spektakel macht. Eine klare Leseempfehlung.
30. Dez. 2025






