Blick ins Buch

Historische Romane

Das Rad der Welt

4,7(3)
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Über das Buch

Lüneburg um 1300. Die junge Agnes leidet unter den Machtspielen ihres Vaters, des Fürsten Otto, der entschlossen ist, seine Tochter an einen Adeligen zu verheiraten. Doch Agnes' Liebe gilt der Wissenschaft: Begeistert studiert sie Werke der Naturkunde und Geografie. Sie erstellt Skizzen für eine eigene Darstellung der Welt, eine Karte, in die ihr gesamtes Wissen einfließen soll.
Bei ihrer Recherche begegnet sie dem jungen Krämer Liudger, der ihre Leidenschaft teilt und in den sie sich verliebt. Sie plant, mit ihm davonzulaufen, den Standeszwängen zu entfliehen und endlich etwas von der Welt zu sehen, als ihr Vater hinter die Affäre kommt und sie zur Buße für den Rest ihrer Tage ins Heidekloster Ebstorf schickt.
Agnes ist verzweifelt, bis sie den großen Wissensschatz des Klosters entdeckt: die Bibliothek. Während ihr Traum zu reisen in unerreichbare Ferne rückt, wächst die Entschlossenheit, ihre Karte fertigzustellen. Ein prunkvolles Dokument, das die Welt als großes Ganzes abbildet – eine Karte, die in die Geschichte eingehen könnte. Wenn es Agnes gelingt, sie zu vollenden ...

ISBN9783499016875
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum15.05.26
Seitenzahl624

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

3 Rezensionen

4,7

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  • moniszeitreise
    moniszeitreise

    145 Follower

    4,0

    [Werbung/Rezensionsexemplar] Wie sich die Menschen im Mittelalter die Welt vorgestellt haben, finde ich spannend und faszinierend und genau darum geht es im neuen Roman von Hendrik Lambertus "Das Rad der Welt". An der Seite von Agnes ist man bei der Entstehung der Ebstorfer Weltkarte dabei und die Idee das Geschichten und Bücher von Gelehrten diese Karte prägen, fand ich toll. Insgesamt hat mich dieser historische Roman gut unterhalten. Agnes hatte mir etwas zu viele Freiheiten im Kloster und auch die Liebesgeschichte hab ich so gar nicht gefühlt. Ich mochte aber sehr das ganze Wissen, das in diesen Roman eingeflossen ist.

    31. Mai 2026

  • gedankenlabor
    gedankenlabor

    289 Follower

    5,0

    𝒲𝑒𝓇𝒷𝓊𝓃𝑔[Rezensionsexemplar] „Das Rad der Welt“ von Hendrik Lambertus hat mich vor allem durch seine außergewöhnliche Hauptfigur beeindruckt. Agnes ist keine typische Heldin, denn während ihre Umgebung von Macht, dem zeitlich geschuldeten Standesdenken und politischen Interessen geprägt ist, brennt sie für Wissen, die Geografie und eben besonders die Vorstellung mehr von der Welt zu sehen und zu verstehen. Gerade dieser Wissensdurst macht sie zu einer wie ich finde faszinierenden und für die damalige Zeit modernen jungen Frau, mit der ich mitfühlen konnte. Besonders gelungen empfand ich die Verbindung von historischer Authentizität (hier hat Hendrik Lambertus wirklich detailreich recherchiert) und der persönlichen Geschichte von Agnes. Das mittelalterliche Lüneburg wird sehr lebendig dargestellt und es entsteht in meinen Augen ein glaubwürdiges Bild einer Zeit, in der Bildung für Frauen kaum vorgesehen war und gesellschaftliche Zwänge über persönliche Wünschen standen. Die Liebesgeschichte zwischen Agnes und Liudger war für meinen Geschmack gut mit eingebunden, nicht zu viel, dadurch irgendwie auch für mich persönlich nicht so emotional packend aber mein Fokus lag auch eher auf Agnes und den historischen Aspekten. Die Liebesgeschichte der beiden steht nicht im Mittelpunkt, denn letztlich ist viel spannender Agnes inneren Kampf zwischen Pflicht und Selbstbestimmung mitzuerleben. Als sie beispielsweise ins Kloster Ebstorf geschickt wird scheint ihr Traum von Freiheit endgültig verloren, doch gerade dort entdeckt sie neue Möglichkeiten für sich und findet einen Weg ihre Leidenschaft weiterzuverfolgen, das fand ich wirklich so so wunderbar! Diese Entwicklung macht ihren Charakter besonders stark und inspirierend in meinen Augen. Ein weiteres Highlight ist das zentrale Motiv der Weltkarte. Sie steht nicht nur für Wissen und Entdeckergeist sondern eben auch für Agnes Wunsch die Grenzen ihrer Zeit zu überwinden. Zudem erhält die Geschichte dadurch eine besondere Symbolkraft die weit über die eigentliche Handlung hinausgeht. Hendrik Lambertus erzählt ruhig, atmosphärisch und meiner Meinung nach mit viel Gespür für historische Zusammenhänge. Mein Fazit: Wer historische Romane mit starken Frauenfiguren und einem ungewöhnlichen Thema abseits von Ritterkämpfen und Hofintrigen schätzt wird an „Das Rad der Welt“ große Freude haben. Hat mir wirklich sehr gefallen!

    15. Juni 2026

  • readmore
    readmore

    7 Follower

    5,0

    Absolut mitreißend!

    11. Juni 2026

Autorin / Autor

Über Hendrik Lambertus

Dr. Hendrik Lambertus wurde 1979 geboren und studierte in Tübingen Skandinavistik, ältere Germanistik und Indologie, anschließend promovierte er mit einer Arbeit über die spätmittelalterliche Literatur Islands. Noch heute beschäftigt er sich im Zuge seiner wissenschaftlichen Lehrtätigkeit mit alten Texten aus verschiedenen Kulturräumen, was ihm ebenso als Inspiration für sein eigenes Schreiben dient. Seit 2011 betreibt er als freiberuflicher Schreibcoach die Schreibwerkstatt „Satzweberei“ und veröffentlicht Bücher in unterschiedlichen Genres. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Bremen.

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