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Das Blau auf der anderen Seite

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Über das Buch

Was ist schwerer: Festhalten oder Loslassen? Abschiede und Neuanfänge zweier Frauen am anderen Ende der Welt

Joshua sagt, der Himmel hier über Neuseeland sei größer und viel blauer. Er hat recht. Dieser Himmel erzählt andere Geschichten. Geschichten von Hoffnung, vielleicht. Oder vom Überleben.

Ihre Hochzeitsreise sollte Karla und Sebastian nach Neuseeland führen. Doch Sebastian stirbt, und Karla steht vor den Scherben ihres Lebens. Dass es ihr gelungen ist, den Flug nach Christchurch dennoch zu buchen, wundert sie selbst am meisten. Als sie einen Zwischenhalt auf der Apfelplantage der 97-Jährigen Auswandererin Marge macht, stößt sie in der Scheune auf Dokumente von Dr. Joshua Eichelbaum, die von einer dunklen Epoche in Deutschland erzählen. Und von einem Band, das die beiden ungleichen Frauen auf schicksalhafte Weise verbindet.

Ein tief unter die Haut gehender Roman über Neuanfänge in Neuseeland, eine höchst ungewöhnliche Frauenfreundschaft und die Möglichkeit einer jungen Witwe, über Mut, Liebe und Freundschaft einen Weg in die Zukunft zu finden.

Editionen (2)

ISBN9783328113386
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum17.06.26
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

4 Rezensionen

4,6

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  • jessiesbooklove
    jessiesbooklove

    125 Follower

    5,0

    "Das Blau auf der anderen Seite" von Lucinde Hutzenlaub Manche Bücher liest man und manche fühlen sich an...als würde man sie erleben. Dieses Buch gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Nach einem schweren Schicksalsschlag reist Karla allein nach Neuseeland. Dort trifft sie nicht nur auf Marge, sondern auch auf eine Geschichte aus der Vergangenheit. Die mich genauso gefesselt hat wie die Handlung in der Gegenwart. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen fand ich super gelungen. Beide Geschichten greifen perfekt ineinander und sorgen dafür. Dass man das Buch kaum aus der Hand legen will. Es geht um Trauer und Verlust. Aber auch um Hoffnung, Freundschaft und den Mut, irgendwann wieder nach vorne zu schauen. Ohne viel Glimmbimm schafft es die Geschichte mitten ins Herz. Als ich das Buch beendet hatte, musste ich es erst mal sacken lassen. Genau so Bücher liebe ich. Sie unterhalten einen nicht nur. Sondern bleiben noch lange im Kopf. Für mich war es ein ganz besonderes Leseerlebnis und definitiv ein Buch, das ich nicht so schnell vergessen werde. Solltet ihr das Buch lesen. Haltet auf jeden Fall Taschentücher bereit. Ihr werdet sie sehr oft brauchen.

    2 Tage vor

  • diebuchstablerin
    diebuchstablerin

    73 Follower

    5,0

    Von Heilung, Versöhnung und „Whānau“

    Whānau das ist Familie, die man unterwegs findet. Es ist ein Gefühl, ebenso wie eine Erinnerung oder auch ein Versprechen. Whānau ist das, was Karla während ihrer Hochzeitsreise in Neuseeland, die sie ohne ihren verstorbenen Mann antritt, Heilung bringt. Und nicht nur ihr, sondern auch der 97 jährigen Marge, deren Wurzeln ebenfalls in Deutschland liegen und deren beider Leben auf ebenso schicksalshafte, wie wundervolle Weise verwoben sind. Autorin Lucinde Hutzenlaub erzählt in „Das Blau auf der anderen Seite“ die hochemotionale Geschichte zweier ungleicher Frauen, deren Leben sich nicht nur ungeahnt kreuzen, sondern auch auf berührende Weise miteinander verbunden sind. Eine Geschichte, die von Stuttgart zu seinen dunkelsten Zeiten hinein ins heutige Neuseeland führt und sowohl in unterschiedlichen Zeitebenen, wie auch aus verschiedenen Perspektiven heraus berichtet wird. Der Schreibstil ist fesselnd und zeitgleich unheimlich feinfühlig, was sowohl auf die Handlung, als auch auf die Darstellung der Protagonisten zutrifft, die unter Lucinde Hutzenlaubs Feder geradezu lebendig erscheinen. Zudem sind die vorherrschenden Stimmungen und Gefühle geradezu spür- und greifbar! Da ich momentan gesundheitlich etwas angeschlagen bin, habe ich zunächst angefangen das Buch zu lesen, bin dann aber zum Hörbuch gewechselt und ich glaube, das war die beste Entscheidung überhaupt! Selten ergeben Buch und Sprecher, in dem Fall Sandrine Mittelstädt, eine solch harmonische Einheit wie hier geschehen. Ich bin immernoch ganz hingerissen und begeistert. Fazit: Es kommt nicht häufig vor, dass mich ein Buch dermaßen berührt, dass ich mir Tränchen verdrücken muss. „ Das Blau auf der anderen Seite“, zusammen mit dem ergreifenden Vortrag von Sprecherin Sandrine Mittelstädt haben es jedoch nachhaltig geschafft und mir ein wundervolles Jahreshighlight beschert!

    12. Juni 2026

  • theagri
    theagri

    780 Follower

    4,0

    Ein schönes Bild, ein interessanter Titel und die Aussicht, Neuseeland in einer Familiengeschichte mit zwei Zeitebenen kennen zu lernen, haben mich zu diesem Hörbuch greifen lassen. In Deutschland packt Familie Eichelbaum 1938 ihre Koffer, um an einem Kongress in London teilzunehmen. Da sie jüdischer Herkunft sind, planen sie mit ihren drei Kindern nicht zurück zu kommen. Karla, Mitte dreißig, hat vor kurzen ihren Verlobten verloren. Mit ihm hatte sie eine Neuseelandreise geplant. Nun überwindet sie sich und reist allein. Hier lernt sie neue Menschen und ihre Geschichten kennen. Die Reise der Karla wird gut vorstellbar geschildert, die Andersartigkeit der Natur, des Landes. Man nimmt Teil an ihren Gefühlen, kann ihre Entscheidungen nachvollziehen. Auch die Angst der Fam. Eichelbaum in der zweiten Zeitschine ist spürbar und geht nahe. Alle Charaktere sind sind gut angelegt, glaubhaft und nachvollziehbar sind ihre Handlungen. Erzählt wird von Freundschaft, Mut, Abschied, Vertrauen in die Zukunft, Hoffnung, neues Leben, aber auch Verlust und Trauer. Besonders deutlich wird, wie lange das Trauma das eine Familie erlebte, Auswirkungen auf die gesamte Familie und ihre Nachkommen hat. Diese Schilderungen haben mir gut gefallen. Das war tiefgehend und berührend. Die Abwechslung zwischen beiden Zeitebenen ist gut gelungen. Der Text ist flüssig, bildhaft, anschaulich. Was mich etwas störte, sind die vielen Zufälle beim Kennenlernen und der Ankunft in Neuseeland, die rasche Annäherung und Harmonie zwischen zwei Personen. Dafür hat mir Marge als Charakter sehr gefallen in ihrer Abneigung und Eigenwilligkeit. Sandrine Mittelstädt ist als Sprecherin eine sehr gute Besetzung. Sie liest den Text nachdenklich, melanchonisch. Dialoge werden gut gesprochen mit gekonnter Betonung. Man hört ihr auch an, aus wessen Sicht sie gerade liest. Ihre Stimme ist angenehm und passt gut zur Grundstimmung des Romans. Man kann sehr gut folgen und findet sich schnell in die Geschichte hinein. Werbung, da Rezentionsexemplar. Vielen Dank dafür, meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

    17. Juni 2026

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Lucinde Hutzenlaub

Lucinde Hutzenlaub wurde in Stuttgart geboren, wo sie nach mehreren Auslandsaufenthalten in Spanien, England, USA und Japan wieder lebt. Sie hat drei Töchter und einen Sohn, mit denen sie auch schon im Camper durch Neuseeland gereist ist. Der Kern dieses Romans ist inspiriert von wahren Geschichten. Lucinde Hutzenlaub arbeitet als Kolumnistin bei der DONNA, als Autorin und systemischer Coach.

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