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»Du warst überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte. Du hast mich sofort in deinen Bann gezogen und es geschafft, dass ich mehr über dich wissen wollte. Ich konnte dich nicht töten und dann habe ich Narr sogar das Gegenteil getan.«
Game of Coven 1: Curses & Betrayal war genau das Buch, nach dem ich gesucht habe, ohne es zu wissen. Ein Klappentext, der nicht nur nett klingt, sondern aktiv ruft: „Lies mich. Jetzt.“ Der Einstieg entfaltet sich zunächst schleichend – fast wie ein langsam wirkender Fluch –, was bei mir auch daran lag, dass ich meist abends nur wenig Zeit zum Lesen hatte. Doch irgendwann ist dieser Punkt erreicht, an dem man merkt: Jetzt ist es zu spät. Ab hier gibt es kein Zurück mehr, keine Ablenkung, keine „nur noch ein Kapitel“-Lüge. Man ist drin. Romina ist eine Protagonistin, die auf den ersten Blick zufrieden wirkt. Sie liebt es, Tränke zu brauen, wird von ihrem Zirkel geschätzt und hat eine klar vorgezeichnete Zukunft. Doch diese vermeintliche Idylle entpuppt sich schnell als goldener Käfig. Ihr Zirkel lebt im Verborgenen, aus Angst vor Auslöschung, und Rominas Welt endet faktisch an den Grenzen ihres Grundstücks. Umso nachvollziehbarer ist ihre Freude, nach Venedig zum traditionellen Wettkampf zu reisen – selbst wenn dieser potenziell tödlich ist. Endlich sieht sie etwas von der Welt, endlich passiert etwas. Ihre Stärke zieht sie dabei nicht aus Machtgier, sondern aus Loyalität und Liebe zu den Menschen um sie herum. Genau dafür ist sie bereit, alles zu riskieren. Ayden ist von Anfang an ein faszinierender Gegenpol. Während Romina nicht weiß, mit wem sie eine Nacht verbringt, ist ihm ihre Identität sehr wohl bewusst – inklusive des ursprünglichen Plans, sie zu töten. Dass er diesen Plan über Bord wirft, liegt nicht an plötzlicher Schwäche, sondern daran, dass Romina nicht in das Feindbild passt, das er erwartet hat. Stattdessen entsteht ein Deal: Er hilft ihr, Hexenkönigin zu werden, sie hilft ihm, seinen grausamen Vater loszuwerden. Eine rein pragmatische Vereinbarung – zumindest offiziell. Inoffiziell wird schnell klar, dass Romina längst zu seinen schützenswerten Personen gehört. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, leise und schmerzhaft glaubwürdig. In der Welt der Hexenzirkel spielt Liebe keine Rolle. Beziehungen entstehen aus magischer Kompatibilität, nicht aus Zuneigung. Gefühle gelten als ineffizient oder gefährlich. Vor diesem Hintergrund wirkt das, was zwischen Romina und Ayden entsteht, fast schon tragisch. Beide wissen, dass ihre Nähe eigentlich keine Zukunft hat. Romina kämpft aktiv gegen ihre Gefühle an, weil sie weiß, was sie kosten könnten. Ayden hingegen wird still beschützend – nicht laut, nicht besitzergreifend, sondern strategisch und konsequent. Besonders gemein – und hervorragend umgesetzt – ist der Moment, in dem Romina beginnt, Ayden zu vertrauen. Genau dann kommt es zu einem Vorfall, der für sie alles wieder auf null setzt. Sie ist überzeugt, erneut auf ihn hereingefallen zu sein, zieht sich zurück und verfällt wieder in den Modus „Komm mir zu nahe und stirb“. Ayden versteht nicht, was geschehen ist, akzeptiert jedoch ihre Forderung nach Abstand. Nicht aus Schuld, sondern um ihr Raum zum Nachdenken zu geben. Dieser Bruch verleiht der Romanze zusätzliche Tiefe und macht sie emotional genauso spannend wie die tödlichen Spiele selbst. Die Spannung des Buches läuft konsequent über zwei Stränge: Einerseits die tödlichen Prüfungen um den Hexenthron, die von Intrigen, Misstrauen und realer Lebensgefahr geprägt sind. Andererseits die langsame, unerwünschte Annäherung zwischen Romina und Ayden, die jede Entscheidung komplizierter macht. Beide Ebenen greifen perfekt ineinander und verstärken sich gegenseitig. Der Schreibstil ist humorvoll, flüssig und leicht verständlich. Die Seiten fliegen nur so dahin, ohne dass die Geschichte an Tiefe verliert. Das Venedig-Setting wirkt gut recherchiert und atmosphärisch, ohne überladen zu sein. Ein besonderes Highlight ist Covus, Rominas sprechender Raben-Sidekick, der im Auftrag des Höllenfürsten unterwegs ist. Mit seinem schrägen Humor und seinen verdrehten Redewendungen sorgt er für genau die richtige Portion Auflockerung und ist ein Bonus der Sonderklasse. Insgesamt habe ich diese Geschichte geliebt. Sie ist spannend, emotional, durchdacht und lässt mich sehr neugierig auf die Fortsetzung zurück – besonders, was Romina und Ayden betrifft. Für mich ein ganz klarer 5-Sterne-Read.
31. Jan. 2026
»Du warst überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte. Du hast mich sofort in deinen Bann gezogen und es geschafft, dass ich mehr über dich wissen wollte. Ich konnte dich nicht töten und dann habe ich Narr sogar das Gegenteil getan.«
Game of Coven 1: Curses & Betrayal war genau das Buch, nach dem ich gesucht habe, ohne es zu wissen. Ein Klappentext, der nicht nur nett klingt, sondern aktiv ruft: „Lies mich. Jetzt.“ Der Einstieg entfaltet sich zunächst schleichend – fast wie ein langsam wirkender Fluch –, was bei mir auch daran lag, dass ich meist abends nur wenig Zeit zum Lesen hatte. Doch irgendwann ist dieser Punkt erreicht, an dem man merkt: Jetzt ist es zu spät. Ab hier gibt es kein Zurück mehr, keine Ablenkung, keine „nur noch ein Kapitel“-Lüge. Man ist drin. Romina ist eine Protagonistin, die auf den ersten Blick zufrieden wirkt. Sie liebt es, Tränke zu brauen, wird von ihrem Zirkel geschätzt und hat eine klar vorgezeichnete Zukunft. Doch diese vermeintliche Idylle entpuppt sich schnell als goldener Käfig. Ihr Zirkel lebt im Verborgenen, aus Angst vor Auslöschung, und Rominas Welt endet faktisch an den Grenzen ihres Grundstücks. Umso nachvollziehbarer ist ihre Freude, nach Venedig zum traditionellen Wettkampf zu reisen – selbst wenn dieser potenziell tödlich ist. Endlich sieht sie etwas von der Welt, endlich passiert etwas. Ihre Stärke zieht sie dabei nicht aus Machtgier, sondern aus Loyalität und Liebe zu den Menschen um sie herum. Genau dafür ist sie bereit, alles zu riskieren. Ayden ist von Anfang an ein faszinierender Gegenpol. Während Romina nicht weiß, mit wem sie eine Nacht verbringt, ist ihm ihre Identität sehr wohl bewusst – inklusive des ursprünglichen Plans, sie zu töten. Dass er diesen Plan über Bord wirft, liegt nicht an plötzlicher Schwäche, sondern daran, dass Romina nicht in das Feindbild passt, das er erwartet hat. Stattdessen entsteht ein Deal: Er hilft ihr, Hexenkönigin zu werden, sie hilft ihm, seinen grausamen Vater loszuwerden. Eine rein pragmatische Vereinbarung – zumindest offiziell. Inoffiziell wird schnell klar, dass Romina längst zu seinen schützenswerten Personen gehört. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, leise und schmerzhaft glaubwürdig. In der Welt der Hexenzirkel spielt Liebe keine Rolle. Beziehungen entstehen aus magischer Kompatibilität, nicht aus Zuneigung. Gefühle gelten als ineffizient oder gefährlich. Vor diesem Hintergrund wirkt das, was zwischen Romina und Ayden entsteht, fast schon tragisch. Beide wissen, dass ihre Nähe eigentlich keine Zukunft hat. Romina kämpft aktiv gegen ihre Gefühle an, weil sie weiß, was sie kosten könnten. Ayden hingegen wird still beschützend – nicht laut, nicht besitzergreifend, sondern strategisch und konsequent. Besonders gemein – und hervorragend umgesetzt – ist der Moment, in dem Romina beginnt, Ayden zu vertrauen. Genau dann kommt es zu einem Vorfall, der für sie alles wieder auf null setzt. Sie ist überzeugt, erneut auf ihn hereingefallen zu sein, zieht sich zurück und verfällt wieder in den Modus „Komm mir zu nahe und stirb“. Ayden versteht nicht, was geschehen ist, akzeptiert jedoch ihre Forderung nach Abstand. Nicht aus Schuld, sondern um ihr Raum zum Nachdenken zu geben. Dieser Bruch verleiht der Romanze zusätzliche Tiefe und macht sie emotional genauso spannend wie die tödlichen Spiele selbst. Die Spannung des Buches läuft konsequent über zwei Stränge: Einerseits die tödlichen Prüfungen um den Hexenthron, die von Intrigen, Misstrauen und realer Lebensgefahr geprägt sind. Andererseits die langsame, unerwünschte Annäherung zwischen Romina und Ayden, die jede Entscheidung komplizierter macht. Beide Ebenen greifen perfekt ineinander und verstärken sich gegenseitig. Der Schreibstil ist humorvoll, flüssig und leicht verständlich. Die Seiten fliegen nur so dahin, ohne dass die Geschichte an Tiefe verliert. Das Venedig-Setting wirkt gut recherchiert und atmosphärisch, ohne überladen zu sein. Ein besonderes Highlight ist Covus, Rominas sprechender Raben-Sidekick, der im Auftrag des Höllenfürsten unterwegs ist. Mit seinem schrägen Humor und seinen verdrehten Redewendungen sorgt er für genau die richtige Portion Auflockerung und ist ein Bonus der Sonderklasse. Insgesamt habe ich diese Geschichte geliebt. Sie ist spannend, emotional, durchdacht und lässt mich sehr neugierig auf die Fortsetzung zurück – besonders, was Romina und Ayden betrifft. Für mich ein ganz klarer 5-Sterne-Read.
31. Jan. 2026








