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»Die Welt wird es nie erlauben, dass wir zusammen sind.« »Soll die Welt brennen. Ich persönlich zünde sie für dich an. Ich kann nicht atmen ohne dich. Ich schlafe nicht. Jede Faser meines Seins verzehrt sich nach dir. Wenn mich das zu dem Monster macht, das du immer in mir gesehen hast, dann bin ich es gern.«
Nachdem mich Game of Covens: Curses & Betrayal mit tödlichen Prüfungen, Venedig-Vibes und einer Hassliebe auf Speed gepackt hat, war ich gespannt, ob der zweite Band dieses Level halten kann – und vor allem: wie man nach einem gewonnenen Hexenthron bitte noch eine Schippe Drama drauflegt. Spoiler: indem man Romina nicht als strahlende Siegerin zeigt, sondern als jemanden, der zwar gewonnen hat, aber jetzt mit den Konsequenzen leben muss. Statt „Krone auf, Leben schön“ gibt’s Flucht, Albträume und Verantwortung, die wie ein nasser Mantel an ihr klebt. Und natürlich wäre es nicht diese Reihe, wenn der Teufel nicht auch noch persönlich vorbeischauen würde – man kennt’s, manche Leute haben Netflix als Einschlafritual, Romina hat dämonische Heimsuchungen. Romina wirkt in diesem Band deutlich angeknackster, aber gerade das macht sie so greifbar. Sie war nie die, die Macht wollte, um Macht zu haben – sie wollte schützen. Und jetzt wird sie ausgerechnet zur Hexenfürstin, während sie innerlich eher nach „bitte einmal irgendwo im Wald vergraben“ schreit. Was ich richtig stark fand: Die Geschichte lässt sie nicht einfach zur „Boss Bitch“ werden, sondern zeigt, wie belastend so ein Titel sein kann, wenn man eben nicht aus purem Ehrgeiz handelt. Gleichzeitig wird ihre Entwicklung nicht nur über Leid erzählt, sondern über Entscheidungen: Wann läuft man weg, wann stellt man sich, und wie viel Schuldgefühl kann ein Mensch (oder eine Hexe) tragen, bevor er daran zerbricht? Ayden… tja. Ayden ist weiterhin dieser Mann, der gleichzeitig „ich bin dein Erzfeind“ und „ich werde dich mit meinem Leben beschützen“ in einer Person vereint – was wahrscheinlich in keiner Paartherapie der Welt als gesunder Ausgangspunkt durchgehen würde. Der zweite Band setzt weniger auf das knisternde „wir dürfen nicht“ aus Band 1, sondern auf Misstrauen, Verletzungen und die Frage, ob das, was zwischen ihnen entstanden ist, überhaupt eine Chance hat, wenn die Welt drum herum sie konsequent gegeneinander schleudert. Besonders gut funktioniert das, weil es nicht wie künstliches Drama wirkt, sondern wie logische Konsequenz: Romina hat Gründe, nicht zu vertrauen, und Ayden hat Gründe, Dinge nicht sofort offen zu legen – und zack, sind wir wieder bei „Komm mir zu nah und stirb“, nur emotional aufgeladen statt rein feindselig. Der Moment, in dem Romina beginnt, Ayden wirklich zu vertrauen, und dann ein Vorfall alles wieder auf null setzt, trifft genau da, wo es weh tut – weil man als Leser:in innerlich schon kurz dachte, jetzt wird’s vielleicht… stabil. Haha. Stabilität. In einem Buch über Hexenzirkel und Verrat. Süßer Gedanke. Der Plot zieht seine Spannung diesmal nicht mehr aus den Spielen um den Thron, sondern aus dem, was danach passiert – und das hat richtig Biss. Eine Mordserie, bei der die Ersten Hexen sterben, jagt durch die magische Welt und macht klar: Der eigentliche Kampf beginnt erst jetzt. Dazu kommt die politische Ebene der Zirkel, dieses ständige Gefühl, dass überall Intrigen lauern und jede Allianz nur so lange hält, bis jemand „Macht“ sagt. Ich mochte sehr, dass die Spannung wieder auf zwei Strängen läuft: Einerseits die äußere Bedrohung – Morde, Feinde, Jagd, Verrat – und andererseits die innere Bedrohung, nämlich die Beziehung zwischen Romina und Ayden, die sich wie ein Drahtseilakt anfühlt. Und während man beim ersten Band noch dieses „Wer überlebt die nächste Prüfung?“ hatte, ist es hier eher: „Wer überlebt sich selbst?“ – und das ist auf seine Art sogar intensiver. Auch das Worldbuilding wird spürbar vertieft. Die Regeln dieser Welt wirken härter, die Konsequenzen endgültiger, und man merkt, dass Liebe hier nicht als großes Ideal gilt, sondern als Luxus, den man sich nicht leistet. Partnerwahl läuft über Magie, über Zweck, über „Gleiches mit Gleichem“ – was die Zuneigung zwischen Romina und Ayden so bittersüß macht. Weil es eben nicht nur verboten ist, sondern praktisch unmöglich wirkt, als würde die ganze Welt schon mit den Schultern zucken und sagen: „Nett, dass ihr euch mögt. Wird trotzdem nichts.“ Und genau deshalb trifft jede kleine Annäherung mehr, weil sie nicht selbstverständlich ist. Der Schreibstil bleibt dabei angenehm humorvoll und leicht verständlich, ohne die düstere Stimmung kaputt zu machen. Es fließt einfach, die Seiten ziehen einen rein, und obwohl der Ton ernster ist als in Band 1, gibt es genug Momente, die Luft lassen – und wenn Covus wieder auftaucht (bitte, dieser sprechende Rabe ist einfach ein Geschenk), fühlt es sich an wie ein sarkastischer Kommentar aus dem Off, den man dringend gebraucht hat. Seine verdrehten Redewendungen und sein Timing sind so ein Bonus, der die ganze Story nicht nur auflockert, sondern ihr Persönlichkeit gibt. Genau diese Mischung aus dunkler Bedrohung und bissigem Humor macht den Vibe der Reihe für mich so besonders. Unterm Strich ist Revenge & Redemption ein würdiger Abschluss, weil er nicht versucht, den ersten Band zu kopieren, sondern konsequent weiterdenkt: Was passiert nach dem Sieg? Was kostet Macht? Und wie viel bleibt von einem Menschen übrig, wenn er zwischen Verantwortung, Angst und Gefühlen zerrieben wird? Für mich fühlt sich dieser Band wie ein intensives Finale an – weniger „tödliches Spiel“, mehr „tödliche Wahrheit“. Und genau deswegen funktioniert er so gut.
2. Feb. 2026
»Die Welt wird es nie erlauben, dass wir zusammen sind.« »Soll die Welt brennen. Ich persönlich zünde sie für dich an. Ich kann nicht atmen ohne dich. Ich schlafe nicht. Jede Faser meines Seins verzehrt sich nach dir. Wenn mich das zu dem Monster macht, das du immer in mir gesehen hast, dann bin ich es gern.«
Nachdem mich Game of Covens: Curses & Betrayal mit tödlichen Prüfungen, Venedig-Vibes und einer Hassliebe auf Speed gepackt hat, war ich gespannt, ob der zweite Band dieses Level halten kann – und vor allem: wie man nach einem gewonnenen Hexenthron bitte noch eine Schippe Drama drauflegt. Spoiler: indem man Romina nicht als strahlende Siegerin zeigt, sondern als jemanden, der zwar gewonnen hat, aber jetzt mit den Konsequenzen leben muss. Statt „Krone auf, Leben schön“ gibt’s Flucht, Albträume und Verantwortung, die wie ein nasser Mantel an ihr klebt. Und natürlich wäre es nicht diese Reihe, wenn der Teufel nicht auch noch persönlich vorbeischauen würde – man kennt’s, manche Leute haben Netflix als Einschlafritual, Romina hat dämonische Heimsuchungen. Romina wirkt in diesem Band deutlich angeknackster, aber gerade das macht sie so greifbar. Sie war nie die, die Macht wollte, um Macht zu haben – sie wollte schützen. Und jetzt wird sie ausgerechnet zur Hexenfürstin, während sie innerlich eher nach „bitte einmal irgendwo im Wald vergraben“ schreit. Was ich richtig stark fand: Die Geschichte lässt sie nicht einfach zur „Boss Bitch“ werden, sondern zeigt, wie belastend so ein Titel sein kann, wenn man eben nicht aus purem Ehrgeiz handelt. Gleichzeitig wird ihre Entwicklung nicht nur über Leid erzählt, sondern über Entscheidungen: Wann läuft man weg, wann stellt man sich, und wie viel Schuldgefühl kann ein Mensch (oder eine Hexe) tragen, bevor er daran zerbricht? Ayden… tja. Ayden ist weiterhin dieser Mann, der gleichzeitig „ich bin dein Erzfeind“ und „ich werde dich mit meinem Leben beschützen“ in einer Person vereint – was wahrscheinlich in keiner Paartherapie der Welt als gesunder Ausgangspunkt durchgehen würde. Der zweite Band setzt weniger auf das knisternde „wir dürfen nicht“ aus Band 1, sondern auf Misstrauen, Verletzungen und die Frage, ob das, was zwischen ihnen entstanden ist, überhaupt eine Chance hat, wenn die Welt drum herum sie konsequent gegeneinander schleudert. Besonders gut funktioniert das, weil es nicht wie künstliches Drama wirkt, sondern wie logische Konsequenz: Romina hat Gründe, nicht zu vertrauen, und Ayden hat Gründe, Dinge nicht sofort offen zu legen – und zack, sind wir wieder bei „Komm mir zu nah und stirb“, nur emotional aufgeladen statt rein feindselig. Der Moment, in dem Romina beginnt, Ayden wirklich zu vertrauen, und dann ein Vorfall alles wieder auf null setzt, trifft genau da, wo es weh tut – weil man als Leser:in innerlich schon kurz dachte, jetzt wird’s vielleicht… stabil. Haha. Stabilität. In einem Buch über Hexenzirkel und Verrat. Süßer Gedanke. Der Plot zieht seine Spannung diesmal nicht mehr aus den Spielen um den Thron, sondern aus dem, was danach passiert – und das hat richtig Biss. Eine Mordserie, bei der die Ersten Hexen sterben, jagt durch die magische Welt und macht klar: Der eigentliche Kampf beginnt erst jetzt. Dazu kommt die politische Ebene der Zirkel, dieses ständige Gefühl, dass überall Intrigen lauern und jede Allianz nur so lange hält, bis jemand „Macht“ sagt. Ich mochte sehr, dass die Spannung wieder auf zwei Strängen läuft: Einerseits die äußere Bedrohung – Morde, Feinde, Jagd, Verrat – und andererseits die innere Bedrohung, nämlich die Beziehung zwischen Romina und Ayden, die sich wie ein Drahtseilakt anfühlt. Und während man beim ersten Band noch dieses „Wer überlebt die nächste Prüfung?“ hatte, ist es hier eher: „Wer überlebt sich selbst?“ – und das ist auf seine Art sogar intensiver. Auch das Worldbuilding wird spürbar vertieft. Die Regeln dieser Welt wirken härter, die Konsequenzen endgültiger, und man merkt, dass Liebe hier nicht als großes Ideal gilt, sondern als Luxus, den man sich nicht leistet. Partnerwahl läuft über Magie, über Zweck, über „Gleiches mit Gleichem“ – was die Zuneigung zwischen Romina und Ayden so bittersüß macht. Weil es eben nicht nur verboten ist, sondern praktisch unmöglich wirkt, als würde die ganze Welt schon mit den Schultern zucken und sagen: „Nett, dass ihr euch mögt. Wird trotzdem nichts.“ Und genau deshalb trifft jede kleine Annäherung mehr, weil sie nicht selbstverständlich ist. Der Schreibstil bleibt dabei angenehm humorvoll und leicht verständlich, ohne die düstere Stimmung kaputt zu machen. Es fließt einfach, die Seiten ziehen einen rein, und obwohl der Ton ernster ist als in Band 1, gibt es genug Momente, die Luft lassen – und wenn Covus wieder auftaucht (bitte, dieser sprechende Rabe ist einfach ein Geschenk), fühlt es sich an wie ein sarkastischer Kommentar aus dem Off, den man dringend gebraucht hat. Seine verdrehten Redewendungen und sein Timing sind so ein Bonus, der die ganze Story nicht nur auflockert, sondern ihr Persönlichkeit gibt. Genau diese Mischung aus dunkler Bedrohung und bissigem Humor macht den Vibe der Reihe für mich so besonders. Unterm Strich ist Revenge & Redemption ein würdiger Abschluss, weil er nicht versucht, den ersten Band zu kopieren, sondern konsequent weiterdenkt: Was passiert nach dem Sieg? Was kostet Macht? Und wie viel bleibt von einem Menschen übrig, wenn er zwischen Verantwortung, Angst und Gefühlen zerrieben wird? Für mich fühlt sich dieser Band wie ein intensives Finale an – weniger „tödliches Spiel“, mehr „tödliche Wahrheit“. Und genau deswegen funktioniert er so gut.
2. Feb. 2026







