Chamäleon

Chamäleon

Hardcover
3.84

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Beschreibung

Shai Tamus ist ein Journalist, der am Anfang seines Weges durch seinen frischen Schreibstil und seine häufigen Fernsehauftritte einige Berühmtheit erlangte. Doch über die Jahre sinkt sein Erfolg, seine Kolumnen werden auf die hinteren Seiten der Zeitung verbannt, und er ist fast vergessen. Auch die Liebe seiner Frau Alona, die sich in angesehenen Galeristenkreisen bewegt, scheint er zu verlieren. Und die Kinder interessieren sich immer weniger für ihn. Als er die Gelegenheit erhält, wieder im Fernsehen aufzutreten, auf der ganz anderen Seite, im patriotischen Kanal, ergreift er sie wie einen Rettungsring. Shai merkt nicht, wie er instrumentalisiert wird, und tut nun alles, damit ihm der Erfolg nicht wieder abhandenkommt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Hardcover
Seitenzahl
288
Preis
25.70 €

Autorenbeschreibung

Yishai Sarid wurde 1965 in Tel Aviv geboren, wo er bis heute lebt. Nachdem er als Nachrichtenoffizier tätig war, studierte er in Jerusalem und an der Harvard University und arbeitete später als Staatsanwalt. Heute arbeitet er als Rechtsanwalt und veröffentlicht Artikel in diversen Zeitungen. Bei Kein & Aber erschienen bislang seine Romane Limassol (2010), Alles andere als ein Kinderspiel (2014), Monster (2019), Siegerin (2021) und zuletzt Schwachstellen (2023).

Beiträge

1
Alle
3

Schwierig zu bewerten. Es geht hier um einen alternden Journalisten der ideologisch abdriftet. Eigentlich fast schon ein Houellebecq-Plot. Aber diese Qualität erreicht er dann eben doch nicht. Dafür fehlt ihm die psychologische Schärfe und erzählerische Ambivalenz. Das Thema „wie können sich einst Linke von rechtsextremen angezogen fühlen“ ist aber anderseits gut und spannend. Man muss schon auch einiges über Israel wissen um immer mitzukommen (womöglich hat die Hauptfigur auch ein reales Vorbild, dass ich dann aber nicht kenne). Der „7. Oktober“ spielt auch noch ein Rolle. Aber viel zu kurz und er hat dann auch einfach nicht die literarische Kragenweite um das adäquat behandeln zu können. Schade. „Monster“ und „Kriegerin“ von Sarid schätze ich sehr.

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