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Butcher's Crossing

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Über das Buch

Das Paradies der Schöpfung macht der Mensch zur Hölle auf Erden

Es war um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«. In Butcher’s Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, am Rande von Nirgendwo, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen – und entfesseln eine Tragödie. Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dabei gewinnt.

Editionen (4)

ISBN9783423280495
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.03.15
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

96 Bewertungen

17 Rezensionen

4,3

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  • franzalfons
    franzalfons

    57 Follower

    5,0

    John Williams’ Butcher’s Crossing ist kein klassischer Western, sondern ein schonungsloses, eindringliches Porträt vom Aufbruch ins Unbekannte und vom gnadenlosen Ringen mit Natur, Tier und Mensch.

    Wir begleiten den jungen Will Andrews, der voller Idealismus in den Westen zieht und sich einer Büffeljagd anschließt. Aus der anfänglichen Abenteuerlust wird eine Reise ins Herz der Wildnis – und in die Abgründe der menschlichen Gier. Die Jagd selbst wird in brutaler Detailtreue geschildert: das blutige Töten der Tiere, das endlose Häuten und Zerlegen, das monotone, beinahe mechanische Töten, das jede Romantisierung zerstört. Doch das eigentliche Gewicht des Romans liegt nicht im Spektakel, sondern in der Schilderung der beschwerlichen Expedition. Butcher’s Crossing ist bildgewaltig und sprachgewaltig, spannend trotz seiner unspektakulären, unaufgeregten Struktur. Williams verzichtet auf pathetische Dramen und Western-Klischees, er erzählt lakonisch, fast nüchtern – und entfaltet gerade dadurch eine enorme Wucht, kein Klassiker, sondern ein literarischer Western, der den Mythos entzaubert.

    31. Aug. 2025

  • fexer
    fexer

    28 Follower

    4,5

    Muss man gelesen haben

    Ein bemerkenswertes Buch über Habgier, Einsamkeit und die letzten Züge des wilden Westens. Erstaunlich bildhaft und detailreich beschrieben. Habe es sehr genossen zu lesen. Habe mich jedoch auch dabei ertappt, wie ich hin und wieder selbst gedanklich abgedriftet bin bei den ausufernden Beschreibungen.

    12. Mai 2025

  • max_1920
    max_1920

    8 Follower

    5,0

    Ein Roman über die Verwilderung des Menschen.

    Amerika 1870. Eine typische Western-Stadt, stereotypische und teilweise unsympathische Hauptcharaktere und ein Mann auf der Suche nach sich selbst. Butchers Crossing heißt jene kleine Stadt und von hier aus beginnt eine Reise, viel mehr eine Jagd in ein weit entlegenes Tal um Büffelfelle zu besorgen, von der sich Hauptprotagonist Will Andrews anstecken lässt. Doch was folgt ist keine einfache Jagd mit vorhersehbarem Ausgang. Vielmehr folgt eine Reise, auf der Suche nach Büffeln, Wasser und der Hoffnung. Ein Überlebenskampf, raue Worte, Wahn und ein Gefühl das noch lange nach dem Lesen nachhallt. — Absolute Empfehlung für Alle, die auf Abenteuer-Geschichten der anderen Art, ebenso wie auf bildhafte Naturbeschreibungen Wert legen!

    29. Juni 2025

3 von 17 Rezensionen

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