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Zadie Smith hat mir immer gefallen. Dieser Roman ist anders, er kreist um den realen Tichborne-Prozess der 1870er Jahre, einen der spektakulärsten Gerichtsfälle des Viktorianischen Zeitalters. Ein Mann namens Arthur Orton behauptete, er sei Roger Charles Tichborne, ein verschwundener Erbe einer großen Familie, der angeblich bei einem Schiffbruch ums Leben gekommen war. Obwohl seine Identität als Betrüger ziemlich offensichtlich schient, faszinierte er das britische Publikum für eine lange Zeit. Das ist das zentrale Thema des Buches: Identität, Wahrheit und Vertrauen. Ist jemand, der eine falsche Identität annimmt, zwangsläufig ein Schurke? Auch die Erzählerin Eliza Touchet schlüpft hinter Masken, etwa in ihrer Beziehung zum Romancier Ainsworth, oder dessen erste Frau. Die Sprache ist herrlich, manchmal natürlich auch etwas ermüdend, da sie so gestelzt klingt. Oftmals hat mich der Text irgendwie an Mark Twain erinnert. Auf jeden Fall mit genau soviel Humor. Lesenwert.
7. Juni 2026
Zadie Smith hat mir immer gefallen. Dieser Roman ist anders, er kreist um den realen Tichborne-Prozess der 1870er Jahre, einen der spektakulärsten Gerichtsfälle des Viktorianischen Zeitalters. Ein Mann namens Arthur Orton behauptete, er sei Roger Charles Tichborne, ein verschwundener Erbe einer großen Familie, der angeblich bei einem Schiffbruch ums Leben gekommen war. Obwohl seine Identität als Betrüger ziemlich offensichtlich schient, faszinierte er das britische Publikum für eine lange Zeit. Das ist das zentrale Thema des Buches: Identität, Wahrheit und Vertrauen. Ist jemand, der eine falsche Identität annimmt, zwangsläufig ein Schurke? Auch die Erzählerin Eliza Touchet schlüpft hinter Masken, etwa in ihrer Beziehung zum Romancier Ainsworth, oder dessen erste Frau. Die Sprache ist herrlich, manchmal natürlich auch etwas ermüdend, da sie so gestelzt klingt. Oftmals hat mich der Text irgendwie an Mark Twain erinnert. Auf jeden Fall mit genau soviel Humor. Lesenwert.
7. Juni 2026






