Blick ins Buch

Anja Jonuleit: Herbstvergessene

4,2(45)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Editionen (8)

ISBN9783868008289
Verlagn/a,
Erscheinungsdatum01.01.11
Seitenzahl477

Rezensionen & Bewertungen

45 Bewertungen

9 Rezensionen

4,2

Tippen zum Filtern

  • alteweissefrau
    alteweissefrau

    23 Follower

    3,5

    Geschichte über Lebensborn . Aus zwei Perspektiven erzählt, am Anfang sehr verwirrend. Komische Auflösung.

    3 Tage vor

  • 4,0

    ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5) Absolute Empfehlung

    "Ich hatte mich auf eine Spurensuche begeben, nach meiner eigenen familiären Identität, nach einem Schuldigen für den Tod meiner Mutter, und dabei hatte sich das ganze Gefüge meines Lebens aufgelöst." „Herbstvergessene“ von Anja Jonuleit hat mich tief berührt und teilweise wirklich erschüttert 💔 Dieses Buch erzählt nicht nur eine Geschichte, es öffnet die Tür zu einem der dunkelsten und grausamsten Kapitel der deutschen Geschichte - den Lebensborn-Heimen während der NS-Zeit 🕯️ Im Mittelpunkt steht Maja, die nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter beginnt, die Vergangenheit ihrer Familie zu hinterfragen. Was zunächst wie ein Selbstmord wirkt, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Spurensuche voller Zweifel, Schmerz und verdrängter Wahrheiten 🔍 In Rückblenden entfaltet sich das Leben ihrer Großmutter Charlotte und damit ein Schicksal, das unter die Haut geht. Was mich besonders getroffen hat, ist die schonungslose Darstellung dessen, was hinter den Lebensborn-Heimen stand. Die Geschichten der Frauen und Kinder sind geprägt von Verlust, Entwurzelung und einem System, das über Leben entschieden hat 😔 , allerdings auch eine Sicherheit bit in Zeiten des Krieges. Beim Lesen wurde mir immer wieder bewusst, wie viel Leid und Unrecht hinter diesen Schicksalen steckt und wie lange die Folgen bis in die nächsten Generationen nachwirken. Gleichzeitig schafft es die Autorin, Spannung aufzubauen wie in einem Krimi 📖 Man folgt Maja auf ihrer Suche, hofft mit ihr auf Antworten und wird am Ende mit einer Wahrheit konfrontiert, die alles in ein anderes Licht rückt. Viele Dinge sind letztlich ganz anders verlaufen, als man es während des Lesens vermutet hat 😳 Dieser Moment trifft einen emotional noch einmal mit voller Wucht. Trotz der Schwere des Themas gibt es auch leise Momente von Hoffnung und Menschlichkeit ✨. Genau diese Mischung aus emotionaler Wucht, historischer Aufarbeitung und spannender Erzählweise macht „Herbstvergessene“ so besonders und selber der Titel bekommt am Ende eine krasse Bedeutung. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich der Einstieg. Die verschiedenen Erzählstränge sind anfangs nicht ganz leicht zu greifen, da klare Kennzeichnungen fehlen 🤔 Doch sobald man sich orientiert hat, lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Fazit: Ein bewegender, erschütternder und zugleich fesselnder Roman, der lange nachhallt und zum Nachdenken zwingt 🖤

    ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)
Absolute Empfehlung

    16. Apr. 2026

  • whatabout_nadine
    whatabout_nadine

    297 Follower

    4,0

    Ein erschütterndes Stück Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart

    Mit „Die Herbstvergessenen“ von Ana Jonuleit erzählt die Autorin von einem kaum beleuchteten Kapitel der NS-Zeit: den Lebensborn-Heimen. Dabei verbindet sie Vergangenheit und Gegenwart auf eine Weise, die zeigt, wie eng beides manchmal miteinander verwoben sein kann und das die Folgen dieser Zeit noch viele Jahre später in den nächsten Generationen spürbar bleiben. Zu Beginn habe ich allerdings ein wenig gebraucht, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Durch die verschiedenen Zeitstränge wirkte alles anfangs nicht ganz übersichtlich, sodass ich mich erst orientieren musste. Sobald man jedoch in der Erzählung angekommen ist, entwickelt das Buch einen starken Sog und ich war vollkommen gefangen. Besonders eindringlich beschreibt die Geschichte, wie schwer Frauen es in dieser Zeit hatten und mit welcher grausamen Doppelmoral ihnen begegnet wurde. Während manche Schwangerschaften gesellschaftlich gewollt waren, wurden andere mit Scham, Schweigen und Ausgrenzung belegt. Genau diese Widersprüche macht das Buch auf sehr beklemmende Weise sichtbar. Mit jeder Seite baut sich die Spannung weiter auf, bis man immer tiefer in die Geschichte gezogen wird. Vor allem die emotionale Ebene hat mich sehr berührt, weil spürbar wird, wie weit solche Schicksale in Familien hineinreichen können und wie stark vergangene Entscheidungen spätere Generationen prägen. Die Autorin hat es auch immer wieder geschafft, mich zu überraschen. Denn gerade wenn man glaubt, die Richtung der Geschichte zu kennen, schlägt der Roman noch einmal einen anderen Ton an. Warum es am Ende trotzdem keine vollen fünf Sterne geworden sind? Weil es am Schluss Momente gab, bei denen ich kurz innehielt und dachte: „Wie? oder warum was das nötig?“ Da ich aber nicht spoilern oder etwas vorwegnehmen möchte, bleibt mir nur zu sagen, dass für mich einzelne Punkte nicht ganz nachvollziehbar waren. Trotzdem ist „Die Herbstvergessenen“ ein unglaublich intensiver und wichtiger Roman, der ein Thema aufgreift, über das viel zu selten gesprochen wird.

    16. Apr. 2026

3 von 9 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick