Blick ins Buch

Fachbücher

Das Kapital

3,7(14)
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Im ersten Buch wurden die Erscheinungen untersucht, die der kapitalistische Produktionsprozeß, für sich genommen, darbietet, als unmittelbarer Produktionsprozeß, bei dem noch von allen sekundären Einwirkungen ihm fremder Umstände abgesehn wurde. Aber dieser unmittelbare Produktionsprozeß erschöpft nicht den Lebenslauf des Kapitals. Er wird in der wirklichen Welt ergänzt durch den Zirkulationsprozeß, und dieser bildete den Gegenstand der Untersuchungen des zweiten Buchs. Hier zeigte sich, namentlich im dritten Abschnitt, bei Betrachtung des Zirkulationsprozesses als der Vermittlung des gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses, daß der kapitalistische Produktionsprozeß, im ganzen betrachtet, Einheit von Produktions- und Zirkulationsprozeß ist. Worum es sich in diesem dritten Buch handelt, kann nicht sein, allgemeine Reflexionen über diese Einheit anzustellen. Es gilt vielmehr, die konkreten Formen aufzufinden und darzustellen, welche aus dem Bewegungsprozeß des Kapitals, als Ganzes betrachtet, hervorwachsen. In ihrer wirklichen Bewegung treten sich die Kapitale in solchen konkreten Formen gegenüber, für die die Gestalt des Kapitals im unmittelbaren Produktionsprozeß, wie seine Gestalt im Zirkulationsprozeß, nur als besondere Momente erscheinen. Die Gestaltungen des Kapitals, wie wir sie in diesem Buch entwickeln, nähern sich also schrittweis der Form, worin sie auf der Oberfläche der Gesellschaft, in der Aktion der verschiedenen Kapitale aufeinander, der Konkurrenz, und im gewöhnlichen Bewußtsein der Produktionsagenten selbst auftreten.

Editionen (27)

ISBN9791041901494
VerlagCulturea
Erscheinungsdatum24.12.22
Seitenzahl1108

Rezensionen & Bewertungen

14 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

Tippen zum Filtern

  • 5,0

    Slayyy Karl

    6. Aug. 2025

  • 1,0

    Das Kapital“ von Karl Marx ist ein Buch, das vor allem in seiner Theorie und seiner Schärfe auffällt. Marx bringt eine sehr kritische Sicht auf die Wirtschaft und die soziale Ungleichheit, doch leider fehlt es dem Werk an einer ausgewogenen Perspektive.

    Marx sieht den Kapitalismus als Ausbeutungssystem und kritisiert scharf die sozialen Strukturen, die seiner Meinung nach die Reichen begünstigen und die Armen ausbeuten. Dabei wird die Bedeutung der menschlichen Werte, der Solidarität und der moralischen Verantwortung oft aus den Augen verloren. Die Art und Weise, wie Marx die Gesellschaft und ihre Institutionen analysiert, ist durchzogen von einer negativen Weltsicht, die den menschlichen Geist und die Hoffnung auf positive Veränderungen eher untergräbt, als sie zu fördern. Es gibt kaum Raum für das, was Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenführt, und alles wird in kalte, mathematisch-deterministische Kategorien gepresst. Statt auf individuelle Verantwortung und den Dialog zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Kräften einzugehen, setzt Marx auf eine sehr dogmatische Herangehensweise. Besonders enttäuschend ist, wie Marx komplexe soziale und wirtschaftliche Probleme auf einfache und radikale Lösungen reduziert. Dabei werden die positiven Aspekte vieler bestehender Systeme oder die Möglichkeit von Reformen völlig außer Acht gelassen. Auch die Rolle von Institutionen, die zum Wohl der Gemeinschaft arbeiten, wird pauschal abgewertet. Die eine große Lösung für alle gesellschaftlichen Fragen ist nicht nur unpraktisch, sondern auch unvollständig. Ein theoretisches Werk, das sehr wichtig für die Entwicklung von Ideen über soziale Gerechtigkeit war, aber heute mehr Fragen aufwirft, als es Antworten gibt. Es bietet eine sehr einseitige, oft pessimistische Sicht auf die Gesellschaft, die die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Vielzahl von Ansätzen zur Lösung von Ungleichheit ignoriert.

    17. Nov. 2024

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick