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Das Kapital

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Über das Buch

Mit seiner „Gemeinverständlichen Ausgabe“ hat Julian Borchardt seit den 1920er Jahren das „Kapital“ unzähligen Menschen nahegebracht. Das Buch wurde gleich nach Erscheinen zu einem Verkaufserfolg; es erlebte mehrere Auflagen und wurde in viele Sprachen übersetzt. Auf 400 Seiten präsentiert Borchardt den Marxʼschen Text aller drei Bände im originalen Wortlaut, aber auf das Wesentliche gekürzt und verständlich arrangiert. „Mein Bestreben mußte es sein, soviel wie nur irgend möglich Marxʼ eigene Worte stehen zu lassen und meine Tätigkeit auf das Auslassen und Umstellen zu beschränken. Vieles von dem, was im dritten Bande steht, mußte ganz an den Anfang gesetzt werden. Auch sonst mußte ich vielfach Abhandlungen, die über verschiedene, oft weit voneinander entlegene Kapitel verteilt sind, zusammenbringen, andere umgekehrt voneinander entfernen und dabei natürlich des öfteren Verbindungssätze schreiben, während im großen und ganzen stets der Wortlaut, wie er von Marx selbst herrührt, stehengeblieben ist. […] Es mußte eine Auswahl getroffen werden derart, daß der Leser den ganzen grundlegenden Gedankengang mit Marxʼ eigenen Worten kennenlernt, ohne doch durch zu großen Umfang des Werks abgeschreckt oder übermüdet zu werden.“ (Aus dem Vorwort zur ersten Auflage der „Gemeinverständlichen Ausgabe“)

Editionen (27)

ISBN9783942836166
VerlagWesthafen Verlag
Erscheinungsdatum28.03.18
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

14 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • 5,0

    Slayyy Karl

    6. Aug. 2025

  • 1,0

    Das Kapital“ von Karl Marx ist ein Buch, das vor allem in seiner Theorie und seiner Schärfe auffällt. Marx bringt eine sehr kritische Sicht auf die Wirtschaft und die soziale Ungleichheit, doch leider fehlt es dem Werk an einer ausgewogenen Perspektive.

    Marx sieht den Kapitalismus als Ausbeutungssystem und kritisiert scharf die sozialen Strukturen, die seiner Meinung nach die Reichen begünstigen und die Armen ausbeuten. Dabei wird die Bedeutung der menschlichen Werte, der Solidarität und der moralischen Verantwortung oft aus den Augen verloren. Die Art und Weise, wie Marx die Gesellschaft und ihre Institutionen analysiert, ist durchzogen von einer negativen Weltsicht, die den menschlichen Geist und die Hoffnung auf positive Veränderungen eher untergräbt, als sie zu fördern. Es gibt kaum Raum für das, was Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenführt, und alles wird in kalte, mathematisch-deterministische Kategorien gepresst. Statt auf individuelle Verantwortung und den Dialog zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Kräften einzugehen, setzt Marx auf eine sehr dogmatische Herangehensweise. Besonders enttäuschend ist, wie Marx komplexe soziale und wirtschaftliche Probleme auf einfache und radikale Lösungen reduziert. Dabei werden die positiven Aspekte vieler bestehender Systeme oder die Möglichkeit von Reformen völlig außer Acht gelassen. Auch die Rolle von Institutionen, die zum Wohl der Gemeinschaft arbeiten, wird pauschal abgewertet. Die eine große Lösung für alle gesellschaftlichen Fragen ist nicht nur unpraktisch, sondern auch unvollständig. Ein theoretisches Werk, das sehr wichtig für die Entwicklung von Ideen über soziale Gerechtigkeit war, aber heute mehr Fragen aufwirft, als es Antworten gibt. Es bietet eine sehr einseitige, oft pessimistische Sicht auf die Gesellschaft, die die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Vielzahl von Ansätzen zur Lösung von Ungleichheit ignoriert.

    17. Nov. 2024

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