Blick ins Buch

Fachbücher

Das Kapital

3,7(14)
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Für all jene, die es bisher nicht geschafft haben, „Das Kapital“ von Karl Marx zu lesen, bietet dieses Privatissimum einen repräsentativen Querschnitt durch den ersten Band dieses Standardwerks der Weltliteratur. Kurt Palm über seine Sicht auf „Das Kapital“ Für mich ist das Faszinierende an diesem Buch, dass die Analyse, die Marx im 19. Jahrhundert vorgenommen hat, in ihren Kernaussagen immer noch gültig ist. Gerade in den letzten zwanzig Jahren, vor allem aber seit dem „Zusammenbruch“ der sozialistischen Länder, hat man so getan, als sei Marx ein toter Hund, der auf den Misthaufen der Geschichte gehört. Tatsache ist allerdings, dass die allgemeine Krise mittlerweile jene von Marx vorausgesagten Dimensionen erreicht hat. Und hier zeigt sich, dass Marx lebendiger ist, als viele glauben. Marx hat im „Kapital“ die allgemeinen Bewegungsgesetze des Kapitalismus beschrieben: und zwar mit der Präzision eines Naturwissenschaftlers. Er schreibt ja auch, dass er diese Gesetze nicht erfunden, sondern entdeckt hat. Auch wenn beim Lesen ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen erforderlich ist, hilft einem die Lektüre des „Kapitals“, gewisse ökonomische und politische Vorgänge unserer Zeit besser zu verstehen.

Editionen (27)

ISBN9783708501666
VerlagPreiser, Otto
Erscheinungsdatum30.04.07

Rezensionen & Bewertungen

14 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

Tippen zum Filtern

  • 5,0

    Slayyy Karl

    6. Aug. 2025

  • 1,0

    Das Kapital“ von Karl Marx ist ein Buch, das vor allem in seiner Theorie und seiner Schärfe auffällt. Marx bringt eine sehr kritische Sicht auf die Wirtschaft und die soziale Ungleichheit, doch leider fehlt es dem Werk an einer ausgewogenen Perspektive.

    Marx sieht den Kapitalismus als Ausbeutungssystem und kritisiert scharf die sozialen Strukturen, die seiner Meinung nach die Reichen begünstigen und die Armen ausbeuten. Dabei wird die Bedeutung der menschlichen Werte, der Solidarität und der moralischen Verantwortung oft aus den Augen verloren. Die Art und Weise, wie Marx die Gesellschaft und ihre Institutionen analysiert, ist durchzogen von einer negativen Weltsicht, die den menschlichen Geist und die Hoffnung auf positive Veränderungen eher untergräbt, als sie zu fördern. Es gibt kaum Raum für das, was Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenführt, und alles wird in kalte, mathematisch-deterministische Kategorien gepresst. Statt auf individuelle Verantwortung und den Dialog zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Kräften einzugehen, setzt Marx auf eine sehr dogmatische Herangehensweise. Besonders enttäuschend ist, wie Marx komplexe soziale und wirtschaftliche Probleme auf einfache und radikale Lösungen reduziert. Dabei werden die positiven Aspekte vieler bestehender Systeme oder die Möglichkeit von Reformen völlig außer Acht gelassen. Auch die Rolle von Institutionen, die zum Wohl der Gemeinschaft arbeiten, wird pauschal abgewertet. Die eine große Lösung für alle gesellschaftlichen Fragen ist nicht nur unpraktisch, sondern auch unvollständig. Ein theoretisches Werk, das sehr wichtig für die Entwicklung von Ideen über soziale Gerechtigkeit war, aber heute mehr Fragen aufwirft, als es Antworten gibt. Es bietet eine sehr einseitige, oft pessimistische Sicht auf die Gesellschaft, die die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Vielzahl von Ansätzen zur Lösung von Ungleichheit ignoriert.

    17. Nov. 2024

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick