Blick ins Buch

Historische Romane

Bambino

3,9(51)
Sprache
Italienisch
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Über das Buch

Siamo a Trieste, la guerra è appena finita. Un uomo beve un caffè al bancone del bar. Qualcuno lo chiama, lui si gira ma sente già la canna di una pistola puntata contro la schiena. Tutti lo conoscono come 'Bambino': è stato la camicia nera più spietata della città. 'Ho ucciso e fatto uccidere. Ho sempre cercato di stare dalla parte del più forte e mi sono sempre ritrovato dalla parte sbagliata'. Una storia veloce quanto un proiettile che attraversa guerre, confini, tradimenti. Come in "Resto qui", Marco Balzano torna al grande romanzo storico e civile. E lo fa con il suo personaggio più duro, impossibile da dimenticare. Mattia nasce a Trieste nel 1900. La sua infanzia irrequieta, forse, è già un presagio: un fratello che parte per l'America, un amico che presto lo abbandona. Quando scopre che la donna che lo ha cresciuto non è la sua vera madre, dentro di lui qualcosa si spezza e nel petto divampa un fuoco freddo che non saprà mai domare. L'ingresso tra le file degli squadristi è una conseguenza quasi naturale. Nonostante il soprannome che gli hanno affibbiato per il suo viso da fanciullo, 'Bambino', Mattia ostenta una ferocia da boia. Ma prima ancora dell'ideologia, prima della violenza e della brutalità antislava, il motivo per cui indossa la camicia nera e batte palmo a palmo le terre contese è la speranza di ritrovare quella madre senza nome né volto. La ricerca di una donna che non ha mai conosciuto diventa il senso di tutto. Suo padre, un vecchio orologiaio sicuro che le persone si possano riparare come gli ingranaggi, è l'unico a conoscere la verità ma la tiene sigillata in un silenzio blindato quanto una cassaforte. Nella frontiera d'Italia più dilaniata, la vita di Bambino scivola su un piano inclinato: ogni giorno una nuova spedizione, un nuovo assalto, una nuova rapina. E poi, tutto d'un fiato, lo scoppio della guerra, i nazisti in città, l'occupazione jugoslava di Trieste, le foibe. Un'esistenza vissuta da cane sciolto, scandita da un implacabile conto alla rovescia. Un romanzo palpitante in cui il giudizio - anche di fronte alle azioni più estreme - è sempre fuori scena. Con una scrittura trascinante e tagliente, Marco Balzano torna a indagare il rapporto tra individuo e collettività, tra le scelte personali e i grandi rivolgimenti della Storia. 'La vita è aggredire o difendere, distruggere o prendersi cura'.
ISBN9788806255763
VerlagEinaudi
Erscheinungsdatum08.10.24
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

51 Bewertungen

15 Rezensionen

3,9

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  • buch.klatsch
    buch.klatsch

    332 Follower

    4,0

    Nicht nur der Klappentext hat meine Aufmerksamkeit erregt, sondern auch dieses fast unschuldige Cover. So unschuldig wie es wirkt, ist der Inhalt allerdings nicht.

    ╰ 💭 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞 Im Mittelpunkt des Buches steht Mattia Gregori, der Sohn eines Uhrenmachers. Die Geschichte entsteht in einer Zeit, in der Ideologien Halt geben und Gewalt für viele zur Sprache wird. Triest in den 1920er-Jahren wird authentisch dargestellt und zeigt wie Wut entsteht, wie sie wächst und was sie mit einem Menschen macht. Besonders stark sind für mich die leisen Momente im Buch. Die familiären Spannungen, Mattias innere Zerrissenheit und die immer wieder aufgeworfene Frage nach Zugehörigkeit. Mattia ist kein sympathischer Protagonist. Ich habe mich aber doch dabei ertappt stellenweise fast Mitleid mit ihm zu haben. Die Sprache die der Autor wählt ist bildgewaltig und schonungslos. Sie zieht einen hinein in eine Atmosphäre aus Unsicherheit, Bedrohung und moralischen Fragen. ╰ 📌 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧 Das Buch erklärt nicht. Es lässt spüren. ╰ 🌟 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚 ★★★★☆ Bis zum nächsten Buchmoment 📚✨ Jeanette

    Nicht nur der Klappentext hat meine Aufmerksamkeit erregt, sondern auch dieses fast unschuldige Cover.
So unschuldig wie es wirkt, ist der Inhalt allerdings nicht.

    13. Feb. 2026

  • claudiax
    claudiax

    138 Follower

    5,0

    BAMBINO von MARCO BALZANO, erschienen im Diogenes Verlag, 256 Seiten (Printausgabe), erschienen am 21. Januar 2026, aus dem Italienischen von Peter Klöss ✨ Große Leseempfehlung ✨ Autorenportrait: Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Mit seinem Roman ›Das Leben wartet nicht‹ gewann er den Premio Campiello. Mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega, in Italien und im deutschsprachigen Raum war das Buch ein großer Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in Mailand. Übersetzer: Peter Klöss, geboren 1962, lebt in Köln. Er übersetzt seit mehr als dreißig Jahren Romane und Sachbücher aus dem Italienischen und Englischen, darunter Raffaella Romagnolo, Michele Serra, Carlo Lucarelli und Suzanne Collins. Mein Leseeindruck: Triest im Jahre 1920. Mattia ist ein Faschist der ersten Stunde, aufgrund seines schmächtigen Aussehens nennt man ihn Bambino, doch seine Schläge und seine Aggressivität sind gefürchtet. Immer für ihn da sein Vater, der Uhrmacher und Antifaschist, ihm aber nicht verraten will, wer seine leibliche Mutter ist, etwa eine Slowenin oder doch eine Kroatin? Diese Frage quält den jungen Mann und er geht auf die Suche, fühlt sich verloren, mutmaßt, verdächtigt, die Wut in ihm wird immer größer, gegen sich, gegen andere. Irgendwann wendet sich das Blatt für ihn im Zuge des zweiten Weltkrieges. - Faszinierend erzählt Balzano anhand einer fiktiven Figur, die er eng mit länderübergreifenden, historischen Ereignissen verknüpft. Lässt den Leser mit gutem Gespür in die Geschichte eintauchen, mitleiden, in die Zeit, den Mensch Mattia, das Land Italien und dessen Peripherie. Lebendig, soghaft, klug. Das Zusammenspiel von Cover, Struktur und Übersetzung finde ich äußerst geglückt. Fazit: Große Empfehlung für dieses Buch, unbedingt lesen! #bookstagramde @_claudiax_liest_ #bambino #diogenesverlag #marcobalzano #lesetipp

    28. Jan. 2026

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    400 Follower

    4,0

    BAMBINO Marco Balzano ET: 21.1. 2026 Triest, 1920 – eine Stadt im Umbruch, eingeklemmt zwischen Nationen, Ideologien und verletzten Identitäten. Hier wächst Mattia Gregori auf, der Sohn eines Uhrmachers und seiner Frau Donatella. Der ältere Bruder hat die politischen Spannungen früh erkannt und ist nach Amerika ausgewandert, Mattia hingegen bleibt zurück: haltlos, wütend und ohne klare Perspektive. Schon als Schüler fällt er durch seine Aggressivität auf. Er ist unzufrieden mit seinem Leben und fühlt sich von seinen Kameraden nicht ernst genommen. Sie verspotten ihn als „Bambino“, wegen seines kindlichen Aussehens, der glatten Haut und des fehlenden Bartwuchses. Nur ein einziger Freund hält zunächst zu ihm, doch auch dieser wendet sich ab, nachdem Mattia sich weigert, einen Ertrinkenden zu retten. Ein ehrbares Leben kommt für Mattia nicht infrage. Den Wunsch seines Vaters, ihn in die Uhrmacherlehre zu geben, quittiert er mit Hohn. Stattdessen stiehlt und betrügt er, zunehmend getrieben von Frustration und Gewaltbereitschaft, bis er schließlich bei den Schwarzhemden landet, den italienischen Faschisten, die gezielt gegen Slowenen an der Grenze und gegen Kommunisten vorgehen. „Mir kam es vor, als dächten alle, ich würde mich nicht genug anstrengen, deshalb schlug ich umso heftiger zu.“ (S. 55) Mattia ist überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Scham seines antifaschistischen Vaters, dessen Ablehnung seines Faschistendaseins und dessen düstere Prophezeiungen blendet er aus. Er sieht nur den Aufstieg der Partei und versteht nicht, warum sich sein Vater weigert, ihr beizutreten. Als Donatella ihm auf dem Sterbebett offenbart, dass sie nicht seine leibliche Mutter ist, verliert Mattia den letzten Halt. Getrieben von einer immer stärkeren Besessenheit macht er sich auf die Suche nach seiner Herkunft. Moralische Grenzen existieren für ihn längst nicht mehr, jedes Mittel scheint ihm gerechtfertigt. Marco Balzano gelingt es erneut, eine fiktive Biografie eng mit historischen Ereignissen zu verknüpfen. Die Geschichte Triests und die gewaltsame Verdrängung der slowenischen Bevölkerung waren mir in dieser Deutlichkeit nicht bekannt, umso dankbarer war ich für diese literarische Annäherung an ein verdrängtes Kapitel europäischer Geschichte. Balzanos bildhafte, eindringliche Sprache entfaltet eine große Sogwirkung. Man liest wie im Rausch, obwohl – oder gerade weil – Mattia ein zutiefst unsympathischer Protagonist ist: ein Mensch, dem man im wirklichen Leben aus dem Weg gehen würde und der einen dennoch bis zur letzten Seite fesselt. Fazit: Ein weiteres sehr gutes Buch von Marco Balzano. Lebendig erzählt, historisch aufgeladen und psychologisch präzise. Für mich ein wichtiges Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen möchte. 4/5

    21. Jan. 2026

3 von 15 Rezensionen

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