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Das Buch hat mich stellenweise schon etwas gefordert, da ich es eigentlich nicht gewohnt bin, dass Protagonist:innen in einem Buch keine Namen, sondern „ Bezeichnungen“ haben. Z.B. :Kleine Schwestern, Älteste Schwester, Vielleicht- Freund. Zunächst störte das meinen Lesefluss, aber nach und nach hatte ich mich daran gewöhnt. Wir treffen also auf eine namenlose, 18-jährige Ich-Erzählerin, die vermutlich in den 1970‘ern in Belfast aufwächst. Es herrscht Bürgerkrieg und sie flüchtet sich aus ihrer Umgebung, indem sie viel liest. Sogar im Gehen auf der Straße. Dies macht sie zur Außenseiterin und Gerüchte kommen sogar über sie in Umlauf. Angeblich hat sie eine Affäre mit einem 40- jährigen, verheirateten Mann. Er ist Staatsverweigerer und der Anführer einer paramilitärischen Gruppierung eines katholischen Viertels. Und hier beginnt also auch diese bedrückende Geschichte. Dieser Anführer, der nur „ Milchmann“ genannt wird, stalkt die Ich-Erzählerin. Durch seinen Status hat er Verbindungen, die es ihm möglich machen, Informationen über die Ich- Erzählerin und ihr nahes Umfeld zu erhalten. Hier wird ganz klar aufgezeigt, wie jemand Missbrauch begehen kann, ohne körperlich zu werden. Der Milchmann löst ohne je ihr gegenüber aggressiv oder körperlich zu werden regelrechte Panikattacken aus. Sie weiß nicht, wie sie sich mitteilen kann oder soll, da sie nicht in der Lage ist, zu erklären, was ihr passiert. Denn körperlich wurde ihr von ihm nichts angetan. Das ist wirklich sehr gut gemacht. Außerdem geht es um Gesellschaften, in denen Lügen interessanter sind, als die Realität. Auch hier erfährt unsere Ich- Erzählerin Übergriffigkeiten, die nichts mit Gewalt zu tun haben. Über sie werden Lügen verbreitet, die sie nicht widerlegen kann, da niemand ihr zuhören würde/will. Nicht mal ihre älteste Freundin oder ihre Mutter können ihr Glauben schenken…. Hier wird mehr darauf gegeben, was die Gesellschaft sagt und denkt. Auch wenn sie versucht, sich zu öffnen. Aus dieser Art von Gesellschaft versucht sie also verständlicherweise zu flüchten, will nicht daran teilhaben. Sie erkennt und sieht diese Strukturen ganz klar. Mir hat das Buch wirklich gefallen, da es mal etwas anderes als das war, was ich bisher gelesen habe. Nicht so sehr vom Plot aber sprachlich. Hat mir wirklich gut gefallen.
25. Feb. 2024
Das Buch hat mich stellenweise schon etwas gefordert, da ich es eigentlich nicht gewohnt bin, dass Protagonist:innen in einem Buch keine Namen, sondern „ Bezeichnungen“ haben. Z.B. :Kleine Schwestern, Älteste Schwester, Vielleicht- Freund. Zunächst störte das meinen Lesefluss, aber nach und nach hatte ich mich daran gewöhnt. Wir treffen also auf eine namenlose, 18-jährige Ich-Erzählerin, die vermutlich in den 1970‘ern in Belfast aufwächst. Es herrscht Bürgerkrieg und sie flüchtet sich aus ihrer Umgebung, indem sie viel liest. Sogar im Gehen auf der Straße. Dies macht sie zur Außenseiterin und Gerüchte kommen sogar über sie in Umlauf. Angeblich hat sie eine Affäre mit einem 40- jährigen, verheirateten Mann. Er ist Staatsverweigerer und der Anführer einer paramilitärischen Gruppierung eines katholischen Viertels. Und hier beginnt also auch diese bedrückende Geschichte. Dieser Anführer, der nur „ Milchmann“ genannt wird, stalkt die Ich-Erzählerin. Durch seinen Status hat er Verbindungen, die es ihm möglich machen, Informationen über die Ich- Erzählerin und ihr nahes Umfeld zu erhalten. Hier wird ganz klar aufgezeigt, wie jemand Missbrauch begehen kann, ohne körperlich zu werden. Der Milchmann löst ohne je ihr gegenüber aggressiv oder körperlich zu werden regelrechte Panikattacken aus. Sie weiß nicht, wie sie sich mitteilen kann oder soll, da sie nicht in der Lage ist, zu erklären, was ihr passiert. Denn körperlich wurde ihr von ihm nichts angetan. Das ist wirklich sehr gut gemacht. Außerdem geht es um Gesellschaften, in denen Lügen interessanter sind, als die Realität. Auch hier erfährt unsere Ich- Erzählerin Übergriffigkeiten, die nichts mit Gewalt zu tun haben. Über sie werden Lügen verbreitet, die sie nicht widerlegen kann, da niemand ihr zuhören würde/will. Nicht mal ihre älteste Freundin oder ihre Mutter können ihr Glauben schenken…. Hier wird mehr darauf gegeben, was die Gesellschaft sagt und denkt. Auch wenn sie versucht, sich zu öffnen. Aus dieser Art von Gesellschaft versucht sie also verständlicherweise zu flüchten, will nicht daran teilhaben. Sie erkennt und sieht diese Strukturen ganz klar. Mir hat das Buch wirklich gefallen, da es mal etwas anderes als das war, was ich bisher gelesen habe. Nicht so sehr vom Plot aber sprachlich. Hat mir wirklich gut gefallen.
25. Feb. 2024






