Blick ins Buch

1Q84, Book 3

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Über das Buch

George Orwell, was published as a near-future novel "1984" in 1949. And in 2009, "1Q84" is a near-past novel depicting the 1984 from the opposite direction. It "may have been an anti-" What was drawn there was the world's. It "may have been not the case," and it's the world, currently we are living, in just the same way. Contents ("BOOK" from the database) There was a place that the world just complete one. It was a place never far while isolated, get in solitude.
ISBN9784103534259
VerlagBrand: Shinchosha/Tsai Fong Books

Rezensionen & Bewertungen

203 Bewertungen

16 Rezensionen

4,1

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  • karandi
    karandi

    244 Follower

    5,0

    Unbeschreiblich

    Nachdem ich nun auch das letzte Buch der Trilogie gelesen habe, möchte ich 1Q84 als Ganzes bewerten, obwohl die einzelnen Bücher jeweils ihren eigenen Schwerpunkt haben. Im ersten Buch erleben wir den Eintritt in die Parallelwelt. Wir lesen zunächst von zwei scheinbar fremden Geschichten: von Aomame, der Auftragskillerin, und von Tengo, dem Ghostwriter, der ein Buch schreibt, dessen Idee nicht von ihm stammt. Die Geschichten der beiden wirken anfangs voneinander getrennt, und man erkennt den Zusammenhang noch nicht. Dennoch baut Murakami bereits in diesem ersten Teil eine solche Tiefe auf, dass die Komplexität der Beziehung zwischen den beiden Figuren am Ende des Buches und besonders im zweiten Teil voll zur Geltung kommt. Beide sind in die Parallelwelt hinübergegangen, und beide werden auf ihre eigene Art von unterschiedlichen Motiven angetrieben. Doch nun wird klar, dass ihre Schicksale miteinander verwoben sind, dass sie trotz der über zwanzig Jahre, in denen sie unterschiedliche Leben geführt haben, auf besondere Weise miteinander verbunden bleiben. Das Band zwischen ihnen ist so stark, dass sie füreinander die einzigen Menschen sind, nach denen sie Sehnsucht empfinden, obwohl die jeweils andere Person in ihrem bisherigen Leben keine reale Anwesenheit hatte. Sie haben im Leben des jeweils anderen eine Rolle eingenommen, die niemals von jemand anderem besetzt werden konnte. Im zweiten Teil lernen wir außerdem die Geschichte der Little People kennen. Wir erfahren von den erschütternden Machenschaften einer Sekte – sowohl auf sexueller als auch auf wirtschaftlicher Ebene – und von ihrem enormen Einfluss auf die Gesellschaft. Genau das macht diesen Roman so unglaublich stark. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Es ist so viel mehr. Es ist Dramaturgie. Es ist ein Kriminalroman. Es trägt Züge eines Thrillers. Gleichzeitig erleben wir einen Gesellschaftsroman, der selbst in dieser fiktiven Welt Strukturen aufzeigt, die sich nur allzu gut auf unsere reale Welt übertragen lassen. Wir erleben, wie zerstörerisch Bewegungen und Machtstrukturen sein können. Aber wir erleben auch, wie stark Liebe sein kann. Wir erleben, wie stark das Band zwischen zwei Menschen werden kann und was Menschen bereit sind zu überstehen. Im dritten Buch beginnt schließlich das Katz-und-Maus-Spiel. Aomame wie auch Tengo werden beschattet. Die Schlinge um ihre Hälse scheint sich immer weiter zuzuziehen. Der dritte Teil ist geprägt von Spannung, aber auch von Sehnsucht und enormer Risikobereitschaft – nur, um das lange vermisste Gegenstück endlich zu finden. Ich möchte hier nicht das Ende spoilern. Ich möchte offenlassen, ob es ein Happy End oder ein tragisches Ende ist. Kenner von Murakami können sich das Ende vielleicht bereits selbst ausmalen, denn er hinterlässt uns auf seine typische Art ein Finale, das in uns die unterschiedlichsten Emotionen hervorruft: auf der einen Seite befriedigend, auf der anderen Seite voller Ungewissheit und mit viel Raum für eigene Interpretationen. Deshalb ist Murakami für mich ganz einfach einer der besten Autoren – nicht nur unserer Zeit, sondern überhaupt. Er schreibt auf eine Weise, die einen selbst dazu bringt, eine Welt in einer Welt aufzubauen, Dinge zu hinterfragen, Fragen zu stellen, die vorher nie gestellt wurden, sich Bilder auszumalen und diese Welt mit all ihren Höhen und Tiefen zu erkunden und zu erleben. Ich lese normalerweise zwischen 100 und 150 Seiten am Tag. Murakami hat es geschafft, dass ich 1500 Seiten in vier Tagen gelesen habe – und das ist für mein Lesetempo ausgesprochen viel und aussagekräftig genug. Ich kann dieses Buch und diesen Autor jedem nur empfehlen. Man muss die Scheu überwinden – vor seiner Direktheit, vor seinen detaillierten Beschreibungen und vor manchen Situationen. Man muss tief eintauchen, objektiv betrachten und das Juwel hinter Vorurteilen und falschen Vorstellungen entdecken. Dann wird man belohnt. Man wird süchtig nach seinen Geschichten werden und wertschätzen, diesen Autor kennengelernt zu haben. Für mich ist das wohl die ernst gemeinteste Empfehlung, die ich aussprechen kann.

    28. Mai 2026

  • readzilla
    readzilla

    146 Follower

    4,0

    Leise Hoffnung im Schatten zweier Monde

    Der dritte Band von "1Q84" führt die schwebende, rätselhafte Atmosphäre der vorherigen Teile zu einem ruhigeren, fast versöhnlichen Abschluss. Murakami nimmt sich Zeit für innere Entwicklungen, Einsamkeit und die zarte Hoffnung auf Wiederbegegnung. Weniger Spannung, dafür mehr Tiefe: Buch 3 wirkt nachdenklicher, melancholischer und sehr menschlich. Ein stilles Finale, das nicht alles erklärt, aber emotional lange nachhallt. 🌙

    7. Jan. 2026

  • manssur
    manssur

    36 Follower

    5,0

    Haruki Murakamis 1Q84 entfaltet eine Welt, die weniger Abbild der Wirklichkeit ist als Spiegel unserer inneren Schöpfung. Trotz Tragik und Einsamkeit bleibt der Mensch fähig, sein Leben neu zu entwerfen. Rückschläge erweisen sich als Durchgänge, nicht als Endpunkte, und die Kraft, sie zu überschreiten, ist die Liebe. Der Roman ist damit ein Einspruch gegen den Determinismus: Er zeigt, dass der Mensch nicht bloß Getriebener des Schicksals ist, sondern Gestalter seiner eigenen Existenz. In einer Welt, die von Rätseln durchzogen ist, bleibt die Liebe das letzte Maß und zugleich das höchste Opfer. Ihr Preis ist groß, doch in ihr liegt der Kern des Seins – und all dies ist unglaublich gut zu lesen. Doch bleibt die Frage: Kann man ohne Opfer lieben – oder verliert die Liebe ohne Opfer ihren Kern?

    13. Sept. 2025

3 von 16 Rezensionen

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