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Don’t worry, be happy
Ella ist wütend auf alles und jeden. Auf ihre völlig abgedrehten Eltern, die Schule, das Leben. Der Einzige, den sie wirklich liebt, ist ihr kleiner Bruder Luis. Doch der verschwindet plötzlich von einem Tag auf den anderen. Und weil niemand sich wirklich dafür zu interessieren scheint, nimmt Ella die Suche nach ihm selbst in die Hand- zusammen mit einem sprechenden Barsch in einer Aldi Tüte. Im ersten Moment ist der Rage Modus von Ella vor allem eins: witzig. Im zweiten Moment ist er aber noch viel mehr als das, nämlich wahnsinnig gut geschriebene Kritik an der Gesellschaft, den sozialen Medien und unseren sozialen Beziehungen. Die Metaphern mit denen Charlotte Brandi dabei das Leben beschreibt, sind flapsig und geistreich zugleich, so wie die ganze Sprache des Romans. Ella ist als junger Charakter absolut nahbar und authentisch. Je mehr man von ihrem Leben erfährt, desto mehr versteht man diese brodelnde Wut, diese Suche nicht nur nach ihrem Bruder, sondern auch nach sich selbst. Ich liebe dabei besonders ihre klare Sicht auf die Dinge, die Einfachheit, mit der sie Komplexes auf den Punkt bringt und das Komplexe, dass sie in der Einfachheit erkennt. Es ist ein besonderer Roman über das Erwachsenwerden in einer Familie, in der es nicht wirklich jemanden gibt, der sich normal und erwachsen verhält. Es ist ein Roman, in dem ein sprechender Barsch auf einer Plakette mehr Weisheit versprüht, als die eigenen Eltern und es ist ein Roman mit einer wundervollen Protagonistin, die so viel mehr findet, als sie eigentlich gesucht hat. Das Ende war für mich nicht ganz rund und einige Fragezeichen habe ich da noch im Kopf, und auch den sprechenden Fisch hätte ich als stilistisches Mittel nicht gebraucht. Aber trotzdem war das anders, rotzig, witzig und voller Charme.
10. Apr. 2025
Don’t worry, be happy
Ella ist wütend auf alles und jeden. Auf ihre völlig abgedrehten Eltern, die Schule, das Leben. Der Einzige, den sie wirklich liebt, ist ihr kleiner Bruder Luis. Doch der verschwindet plötzlich von einem Tag auf den anderen. Und weil niemand sich wirklich dafür zu interessieren scheint, nimmt Ella die Suche nach ihm selbst in die Hand- zusammen mit einem sprechenden Barsch in einer Aldi Tüte. Im ersten Moment ist der Rage Modus von Ella vor allem eins: witzig. Im zweiten Moment ist er aber noch viel mehr als das, nämlich wahnsinnig gut geschriebene Kritik an der Gesellschaft, den sozialen Medien und unseren sozialen Beziehungen. Die Metaphern mit denen Charlotte Brandi dabei das Leben beschreibt, sind flapsig und geistreich zugleich, so wie die ganze Sprache des Romans. Ella ist als junger Charakter absolut nahbar und authentisch. Je mehr man von ihrem Leben erfährt, desto mehr versteht man diese brodelnde Wut, diese Suche nicht nur nach ihrem Bruder, sondern auch nach sich selbst. Ich liebe dabei besonders ihre klare Sicht auf die Dinge, die Einfachheit, mit der sie Komplexes auf den Punkt bringt und das Komplexe, dass sie in der Einfachheit erkennt. Es ist ein besonderer Roman über das Erwachsenwerden in einer Familie, in der es nicht wirklich jemanden gibt, der sich normal und erwachsen verhält. Es ist ein Roman, in dem ein sprechender Barsch auf einer Plakette mehr Weisheit versprüht, als die eigenen Eltern und es ist ein Roman mit einer wundervollen Protagonistin, die so viel mehr findet, als sie eigentlich gesucht hat. Das Ende war für mich nicht ganz rund und einige Fragezeichen habe ich da noch im Kopf, und auch den sprechenden Fisch hätte ich als stilistisches Mittel nicht gebraucht. Aber trotzdem war das anders, rotzig, witzig und voller Charme.
10. Apr. 2025






