Blick ins Buch

Fantasy

Schlammlerche (Lichter unter London) | mit gestaltetem Farbschnitt

4,4(17)
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Über das Buch

Phoebe Ellis ist eine Schatzjägerin: eine Kriminelle, die sich unautorisiert an den Artefakten der neuentdeckten Katakomben unter London bedient. Bei einem missglückten Beutezug fällt sie den Mudlarks in die Hände, angeführt von Greyson Evans, dem berühmten Gründer der Society of Scraping. Er stellt sie vor die Wahl: Entweder wird sie selbst eine Mudlark oder endet in einer Gefängniszelle. Notgedrungen schließt sich Phoebe der unorganisierten Meute an, um unter der schützenden Hand von Greyson Evans zur ersten weiblichen Mudlark zu werden. Doch ein verstecktes Volk in der Finsternis, aus grausamen Alpträumen geborene Kreaturen und eskalierende Machtkämpfe in den Reihen der Mudlarks lehren Phoebe, dass Schönheit und Verderben innerhalb der Katakomben Hand in Hand gehen …

Editionen (1)

ISBN9783986668587
VerlagCross Cult Entertainment
Erscheinungsdatum13.04.26

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

9 Rezensionen

4,4

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  • magischetinte
    magischetinte

    100 Follower

    2,0

    Geht es nur mir so?

    Also ehrlich… wo soll ich anfangen?! Ich bin echt enttäuscht, so extrem hatte ich es glaube noch nie. Achtung, je nachdem wie meine Rezi endet, könnten Spoiler enthalten sein. Ich bin riesen London Fan, und so sprach mich das Buch erst vom Cover und dann vom Klappentext an. Es geht um eine junge Frau, auf schiefer Bahn, die als erste weibliche Mudlark eingestellt wird, um die Katakomben unter London zu erforschen. Soweit so gut. Der Anfang war auch echt klasse. Sie musste viel erleben so als einzige Frau unter Männern, was man nur allzu gut nachvollziehen kann. Doch dann kam bei ihr die Wendung, bei dem sie Leben anderer unter ihren Erfolg stellt. Und Leute ehrlich, sie ist dann der Meinung dass die Unterwelter keine echten Menschen sind und ihr Leben weniger wert hat, und klar man kann sie dann einfach abschlachten und ihr wichtigstes hab und gut stehlen?! Ganz ganz komische Vibes für mich, die mich sehr getriggert haben. Und ab da war das Buch für mich eigentlich schon rum, ich hab nur weiter gelesen weil ich gehofft habe, das doch noch ein twist kommt, wo sie wieder normal wird … aber irgendwie bis zum Schluss kam sie nicht mehr so richtig klar. Auch die kleine Lovestory konnte da nix ändern. Auch mochte ich persönlich die Kapitel nicht, bis die Überschriften, da es nicht typisch 1 2 3 war sondern immer Monat und Jahreszahl und es zum Teil extreme Sprünge gab. Und meistens wusste ich dann schon nicht mehr welches Datum das letzte Kapitel hatte 🙈 Tja also wirklich leider kein Buch für mich. Sehr schade denn der Anfang war echt vielversprechend. Oder kann mich einer aufklären, hab ich es falsch interpretiert?

    2. Juli 2026

  • 4,5

    Zwischen Feminismus & Kolonialismus

    Feminismus und die Hürden auf dem Arbeitsmarkt Das Prequel zu Lichter unter London widmet sich zwei sehr gewichtigen Themen, die Anne Herzel geschickt in ihre magische Welt eingewoben hat. Zunächst steht die feministische Perspektive im Mittelpunkt der Geschichte um Phoebe. Die rebellische Teenagerin steigt in die Katakomben unter London hinab, um dort Schätze zu stehlen, wird jedoch erwischt. Die Konsequenz ist ungewöhnlich: Sie soll selbst zum Mudlark ausgebildet werden. Als erste Frau in dieser Position muss sie sich gegen massive Widerstände und tief sitzenden Sexismus behaupten. Der Roman zeigt anschaulich, mit welchen Hindernissen Frauen konfrontiert sind, wenn sie in klassische Männerdomänen einbrechen. Phoebe wird nicht ernst genommen, erfährt sexuelle Belästigung und muss erleben, wie ihre Karriere aktiv sabotiert wird. Es wird deutlich, dass sie stets mehr leisten muss als ihre männlichen Kollegen, nur um überhaupt akzeptiert zu werden. Trotz dieser Steine, die man ihr in den Weg legt, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie beweist ihre Fähigkeiten als Mudlark und schafft es, sich gegen alle Widerstände jeden Tag ein Stückchen mehr zu etablieren. Die dunklen Seiten des Kolonialismus Das zweite zentrale Thema in Anne Herzels Roman ist der Kolonialismus und dessen verheerende Folgen. Die Bewohner der Katakomben, auch Unterweltler genannt, werden von der Oberwelt nicht als gleichwertige Menschen anerkannt. Sobald der enorme Wert der Energiekristalle erkannt wird, beginnt eine rücksichtslose Ausbeutung. Den Bewohnern werden nicht nur ihre Ressourcen geraubt, die Mudlarks verüben sogar einen Genozid an der unterirdischen Bevölkerung. Ihnen wird jegliche Menschlichkeit abgesprochen und sie werden stattdessen wie die bloße Fauna der Katakomben behandelt und systematisch getötet. Diese Darstellung verleiht der Geschichte eine tiefe gesellschaftskritische Relevanz. Fazit und Leseempfehlung Anne Herzel ist mit diesem Prequel ein beeindruckender Spagat gelungen. Sie verbindet ein faszinierendes, magisches Setting mit scharfer Gesellschaftskritik, die auch in unserer realen Welt noch immer von großer Bedeutung ist. Die Geschichte von Phoebe ist inspirierend und schmerzhaft zugleich, eingebettet in ein Worldbuilding, das durch seine Originalität besticht. Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung für alle, die High Fantasy mit Tiefgang suchen. Es ist perfekt für Leserinnen und Leser, die starke weibliche Charaktere schätzen, die sich gegen festgefahrene Strukturen auflehnen. Wer zudem Geschichten mag, die schwierige Themen wie Diskriminierung und koloniale Ausbeutung nicht scheuen und diese in eine packende Handlung verpacken, wird dieses Buch lieben.

    Zwischen Feminismus & Kolonialismus

    3. Mai 2026

  • samanthab.29
    samanthab.29

    86 Follower

    5,0

    Eine Heldin, die kaum weniger Heldin sein könnte.

    |Rezensionsexemplar| „Eine Heldin, die kaum weniger Heldin sein könnte“, das waren die ersten Worte der Danksagung nach diesem epischen Buch. Ich muss sagen: Noch nie in meinem Leben habe ich eine passendere Beschreibung für eine Protagonistin gelesen. Dieser Satz fasst alles perfekt zusammen. Ich fand dieses Buch unglaublich gut durchdacht. Die vielen kleinen Details und Feinheiten waren großartig, vor allem, weil man zahlreiche Parallelen zum ersten Band der Reihe, Verlorene Städte, entdecken konnte. Es war super spannend mitzuerleben, was in den einzelnen Schichten passiert und welche Besonderheiten dort auf einen warten. Allgemein waren die ganzen Wesen und Pflanzen, die in diesem Buch vorkamen, sehr klug ausgearbeitet und haben der Geschichte viel Lebendigkeit verliehen. Ich konnte mir alles hervorragend vorstellen und war dadurch vollkommen in die Handlung eingetaucht. Umso mehr haben mich die Ereignisse und das Handeln der Protagonistin Phoebe mitgenommen. Ich bin mir sicher, ich spreche für viele, wenn ich sage, dass eine so unsympathische Protagonistin selten vorkommt. In diesem Buch konnte man ihre Gedanken lesen, erfahren, wie sie mit den Wesen der Unterwelt umging beziehungsweise wie sie über sie dachte. Ich fand das teilweise einfach nur schlimm und kaum auszuhalten. Obwohl ich viel gewohnt bin, hat mich das stellenweise wirklich an meine Grenzen gebracht. Oft war ich unglaublich wütend und konnte mir die eine oder andere Beleidigung gegenüber der Protagonistin nicht verkneifen. Vieles von ihrem Verhalten habe ich nicht verstanden, vor allem im Umgang mit Place. Auch den Punkt ihrer Wandlung habe ich nicht wirklich wahrgenommen, weil ich lange nicht erkennen konnte, in welche Richtung sich ihre Entwicklung bewegen sollte. Umso überraschender kam für mich dann die plötzliche Brutalität einiger Ereignisse. Das Ende fand ich mehr als gelungen. Es war sehr aufschlussreich und hat gleichzeitig genügend Fragen offen gelassen. ( ! An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich mit Band 1 begonnen habe, dort jedoch nur bis Seite 106 gekommen bin, bevor ich zu Band 3 gesprungen bin. Dabei habe ich festgestellt, dass sich die Bücher durchaus unabhängig voneinander lesen lassen. ! ) Meine etwas ungewöhnliche Lesereihenfolge fand ich tatsächlich sehr gut. Dadurch kannte ich bereits das System der Mudlarks sowie einige Figuren, die sowohl in Band 1 als auch in Band 3 vorkommen. Außerdem war es für mich ein Vorteil, direkt mit Band 3 weiterzumachen, da mir Band 1 anfangs überhaupt nicht gefallen hat. Mir dauerte es zu lange, bis etwas passiert ist, und ohne Band 3 hätte ich die Reihe vermutlich nicht weiterverfolgt. Da mir dieser Band jedoch so gut gefallen hat und noch viele Fragen offen sind insbesondere, wie es für Phoebe weitergeht, bin ich nun umso neugieriger auf die restlichen Bücher. Da Band 1 sech Jahre nach den Ereignissen von Band 3 spielt und Phoebe dort anscheinend ebenfalls eine Rolle spielt, war diese Reihenfolge für mich sogar perfekt. (Ich werde diese Rezension später vermutlich noch einmal anpassen, wenn ich die anderen Bände gelesen habe und genauer auf die Zusammenhänge eingehen kann.) Ich liebe diese Welt. Sie ist etwas völlig Neues. Es gibt unglaublich viel Fantasy, und trotzdem ist die reale Welt hervorragend damit verknüpft. Jedes Mal stellte sich die spannende Frage: Wie wird die nächste Schicht aussehen? Und wie wird die Protagonistin darauf reagieren? Auch mit dem Ende rund um James Atkin habe ich überhaupt nicht gerechnet. Die Autorin hat bereits angekündigt, dass noch ein vierter Teil erscheinen wird, worauf ich mich sehr freue. Von mir gibt es für diesen Band 5 von 5 Sterne.

    Eine Heldin, die kaum weniger Heldin sein könnte.

    31. Mai 2026

3 von 9 Rezensionen

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