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Tarabas

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Über das Buch

Der Katholik Nikolaus Tarabas aus dem galizischen Dorf Koryla besucht die Technische Hochschule in Petersburg und beteiligt sich an einem Attentat auf den Gouverneur von Cherson. Zur Strafe schickt ihn sein Vater nach Amerika. Im Jähzorn bringt Tarabas den Wirt einer New Yorker Bar beinahe um und wird polizeilich gesucht. Unverhofft kommt ihm der Ausbruch des Krieges zu Hilfe. Über den Hafen Riga kehrt Tarabas nach Koryla zurück. Im Krieg wird Tarabas als außerordentlicher Frontoffizier zum Hauptmann befördert. Als dann die Revolution ausbricht, hält Tarabas die Reste seiner Kompanie zusammen. Ein wildfremder rothaariger Soldat, ein Jude, erscheint und behauptet, die Revolution habe gesiegt und der Bürger Tarabas könne nach Hause gehen. Tarabas dringt zu den neuen Machthabern vor, tritt resolut auf und wird als Oberst eingesetzt. Er soll in der Garnison Koropta ein Regiment aufstellen. Was Tarabas und der Leser zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen: Die militärische Macht übt General Lakubeit aus, ehemals Advokat von Tarabas' Vater. Es kommt zu Judenprogromen. Die Häuser an der Hauptstraße werden von christlichen Bauern und Soldaten angezündet. Auch Getreue des Obersten Tarabas kommen bei den Ausschreitungen durch Christenhand um. Fazit: Der Jude vergibt dem Christen.

Editionen (17)

ISBN9783966621885
VerlagBoer Verlag
Erscheinungsdatum31.12.21
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

1 Bewertungen

1 Rezensionen

3,0

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  • mateicee
    mateicee

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    3,0

    Der Anfang des Buches fand ich ganz interessant. Tarabas, ein junger Russe hat sich aus jugendlichem Leichtsinn einer revolutionären Gruppe angeschlossen. Nach einem Bombenattentat hat er Glück, er wird freigesprochen, aber sein Vater verstößt ihn. Er bekommt genug Geld für die Überfahrt nach Amerika. Dort fühlt er sich jedoch nicht wohl und hat auch dort seine Probleme. Als dann die Nachricht vom Kriegsausbruch zwischen Österrich und Russland zu ihm dringt, hält ihn nichts mehr und er reist zurück. Zunächst wird er herzlich daheim empfangen, schafft es aber wieder verstoßen zu werden. Im Krieg zeichnet er sich vor allem durch seine Grausamkeit aus. Der Mittelteil dreht sich viel um das Kriegsgeschehen und Tarabas antisemitische Handlung. Das fand ich sehr anstrengend und auch langweilig zu lesen. Ist leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

    11. Aug. 2024

Autorin / Autor

Über Joseph Roth

1894-1939

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