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Romane

Totem und Tabu

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Über das Buch

Lassen sich Fragestellungen der Völkerpsychologie mit dem Instrumentarium der Psychoanalyse beantworten? Freud wählt diesen Ansatz. Primitive Gesellschaften sieht er auf der Stufe der frühen Entwicklungsphasen von Individuen. Mit Rückblick auf die Psychologie des Kinder analysiert er dementsprechend mit scharfem Verstand Gegenstände wie Totemismus, Exogamie, Magie und Tabu. Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)

Editionen (17)

ISBN9783966378055
VerlagGröls Verlag
Erscheinungsdatum02.10.22
Seitenzahl152

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

1 Rezensionen

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    4,0

    ​Freuds Werk ist eine brillante, aber spekulative Provokation. Er behauptet, dass unsere gesamte Kultur auf einem uralten Schuldgefühl basiert – dem Mord an einem tyrannischen Urvater. Moral entsteht laut seinem Prinzip nicht aus Einsicht, sondern aus Reue. ​Beispiel Tabu: Wir verbieten uns Dinge, die wir eigentlich begehren (z. B. Inzest oder Gewalt), um das soziale Chaos zu verhindern, das der ursprüngliche Mord auslöste. ​Beispiel Totem: Das Totemtier fungiert als Vaterersatz. Es zu ehren bedeutet, den inneren Frieden mit der Autorität zu wahren. ​ Historisch ist seine Theorie unbewiesen und eher ein „psychoanalytischer Mythos“. Dennoch ein faszinierendes Porträt der menschlichen Psyche, das Moral als kollektive Zwangsneurose deutet.

    19. Apr. 2026

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