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Totem und Tabu

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Über das Buch

Freuds Schrift 'Totem und Tabu' liegt die aus der Psychoanalyse abgeleitete Annahme zugrunde, dass die verschiedenen Phasen der frühkindlichen Entwicklung Rückschlüsse auf die kulturelle Evolution primitiver Gesellschaften zulassen. In den vier Essays, aus denen der Band besteht, erweisen sich so das Inzestverbot, das Entstehen von Tabus, Animismus und magischem Denken sowie die Anbetung von Totemtieren als fundamentale Entwicklungsstufen der menschlichen Zivilisation, die bis heute fortwirken.

Editionen (17)

ISBN9783954559879
Verlagdearbooks
Erscheinungsdatum30.09.18
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

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1 Rezensionen

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  • arthurzturm
    arthurzturm

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    4,0

    ​Freuds Werk ist eine brillante, aber spekulative Provokation. Er behauptet, dass unsere gesamte Kultur auf einem uralten Schuldgefühl basiert – dem Mord an einem tyrannischen Urvater. Moral entsteht laut seinem Prinzip nicht aus Einsicht, sondern aus Reue. ​Beispiel Tabu: Wir verbieten uns Dinge, die wir eigentlich begehren (z. B. Inzest oder Gewalt), um das soziale Chaos zu verhindern, das der ursprüngliche Mord auslöste. ​Beispiel Totem: Das Totemtier fungiert als Vaterersatz. Es zu ehren bedeutet, den inneren Frieden mit der Autorität zu wahren. ​ Historisch ist seine Theorie unbewiesen und eher ein „psychoanalytischer Mythos“. Dennoch ein faszinierendes Porträt der menschlichen Psyche, das Moral als kollektive Zwangsneurose deutet.

    19. Apr. 2026

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