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Romane

Das Fräulein Buchhändlerin

3,5(35)
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Über das Buch

Die Geschichte einer mutigen jungen Frau vor der Kulisse der Sechzigerjahre

Buchhändlerin Amanda hat ihre Routine: der Kaffee, den ihr Horst, der erste Sortimenter, zubereitet, die Bücher, die Abende mit Oma. Dass sie bald heiraten und Kinder kriegen soll, weil man 1965 in Bielefeld nicht gleichzeitig ein arbeitendes Fräulein und Gisberts Ehefrau sein kann, das ignoriert Amanda. Doch dann ergibt sich ihr die Möglichkeit, den Laden ihres Chefs Otto Angler zu übernehmen. Beim Aufbau ihrer eigenen modernen Buchhandlung stößt sie auf einige widerständige Herren, die sehr bald merken, dass sie die Intelligenz und den Mut der jungen Dame unterschätzt haben.

»Seit sie beschlossen hatte, eine Buchhandlung zu betreiben, also sich selbständig zu machen, war da nichts als Meinung um sie herum. Als sei sie auf einmal magnetisch aufgeladen. Frau, die eine Buchhandlung übernimmt. Meinungen frankiert direkt ins Gesicht. «

„Martina Bergmann hat eine wunderbare Gabe: Ihre Liebe zu den Menschen verbindet sie mit ihrer Liebe zu Büchern und Buchläden und ihrer Liebe zu Ostwestfalen. Sie hat einen wunderbaren, schnörkellosen Roman geschrieben, eine großartige Geschichte mit vielen, vielen Miniaturen und feinen Beobachtungen und sogar einigen längst vergessenen oder sogar ausgestorbenen Worten. Ich bin begeistert und berührt.“ Ilko-Sascha Kowalczuk

Editionen (1)

ISBN9783961612949
VerlagEisele Verlag
Erscheinungsdatum27.08.26
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

35 Bewertungen

14 Rezensionen

3,5

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  • vivabtown
    vivabtown

    97 Follower

    3,5

    Ein nett zu lesendes Buch über eine Buchhändlerin, die 1965 ihre eigene Buchhandlung eröffnet. Amanda, der von ihrem Chef Otto Angler und ihrer Oma eine Ausbildung zur Buchhändlerin ermöglicht wird. Horst, der Kollege der scheinbar alles für Amanda tut, um sie zu beschützen. Als Otto Angler verstirbt bietet es sich an , dass Amanda die Buchhandlung übernimmt. In Zeiten, in denen es noch nicht üblich ist, das Frauen sich selbstständig machen.

    14. Sept. 2025

  • buecherallerlei
    buecherallerlei

    24 Follower

    5,0

    »Zack, zack, zack. Amanda musste nicht hinschauen, um zu wissen, Oma hatte ihn zerlegt wie einen widerspenstigen Ast, der noch nicht in den Ofen passte.«

    „Das Fräulein Buchhändlerin“ ist für mich eine Reise in die gute, alte Zeit...1965. Als diese Geschichte spielt, wurde ich geboren. Bielefeld ist meine Heimatstadt und ich habe besonders das alte Bielefeld geliebt, das ich als Kind kannte. Viele der genannten Orte kenne ich noch so, denn sie waren noch Jahre später da. Teilweise sogar bis heute. Karstadt gibt es allerdings nicht mehr, aber ich habe schöne Erinnerungen daran. Das Buch ist in typischer ostwestfälischer Manier geschrieben und der eine oder andere Leser mag vielleicht denken, es sei eigenartig. Ist es nicht 😄 Amandas Oma hat mich stark an meine eigene Omma (wie der Ostwestfale zu sagen pflegt) erinnert. Sie war nicht so wohlhabend aber sie kannte auch Gott und die Welt. Und Amanda mochte ich total gerne. Eine starke junge Frau, die gelernt hat, dass sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen sollte. Durch ihre Heimatverbundenheit hat sie es geschafft, dass sie ihre eigene Buchhandlung an der Top Adresse eröffnen konnte...und nicht der Bertelsmann Club. Der hatte übrigens erst viele Jahre später die Gelegenheit dazu. Übrigens, das schöne Gebäude mit dem tollen Giebel, auf meinem Bild, das Bielefelder Crüwell Haus, war zwar nie im richtigen Leben eine Buchhandlung, aber in dieser Geschichte kann Amanda ihre eigene dort eröffnen.

     »Zack, zack, zack. Amanda musste nicht hinschauen, um zu wissen, Oma hatte ihn zerlegt wie einen widerspenstigen Ast, der noch nicht in den Ofen passte.«

    25. Feb. 2026

  • 4,0

    Bücherliebe und gesellschaftliche Hürden

    1965, Bielefeld: Amanda ist Buchhändlerin mit Leib und Seele. Sie liebt ihren Beruf, die Ordnung im Laden, die Gespräche - und natürlich die Bücher. Als sich ihr die Chance bietet, die Buchhandlung ihres verstorbenen Chefs zu übernehmen, zögert sie nicht lange. Doch in einer Zeit, in der Frauen entweder Fräulein oder Ehefrau sein sollen, ist ihr Weg alles andere als einfach. Vor allem nicht, wenn Männer glauben, alles besser zu wissen. Der Roman erzählt leise, aber eindrücklich von Amandas Leben. Ihre Entschlossenheit zeigt sich in kleinen, konsequenten Entscheidungen. Gerade diese stille Hartnäckigkeit macht sie als Figur interessant, vor allem wenn man beachtet zu welcher Zeit der Roman spielt. Unterstützt wird sie dabei von starken Frauenfiguren wie ihrer resoluten Großmutter oder der jungen Mutter Henriette aus dem Hinterhaus, die zu ihrer Freundin wird. Der Ton des Romans ist ruhig und eher zurückhaltend, aber gut lesbar – stellenweise ein wenig altmodisch, was aber zur Zeit und Atmosphäre passt. Die Einblicke in den Buchhandelsalltag der 60er Jahre fand ich besonders interessant. Man erfährt viel Historisches. An manchen Stellen hat mir aber leider etwas emotionale Nähe zu Amanda gefehlt hat. Eine unaufgeregt und dennoch atmosphärische Geschichte über Selbstbehauptung, weibliche Solidarität und die Liebe zu Büchern. Leseempfehlung für alle, die ruhige Geschichten mit starken Frauenfiguren mögen und an keiner Buchhandlung vorbeigehen können.

    Bücherliebe und gesellschaftliche Hürden

    3. Aug. 2025

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Martina Bergmann

Martina Bergmann wurde 1979 in Werther geboren, hat in Halle den Buchhandel kennengelernt und sich für Ausbildung und Studium über den Tellerrand gewagt. Nach Wanderjahren in Hamburg, Berlin und München war sie mit 30 wieder da. 2010 eröffnete sie in Borgholzhausen eine Buchhandlung und zog mit dieser 2023 nach Rietberg um, was immer noch in Ostwestfalen liegt. Denn schließlich ist es dort am schönsten. Das Fräulein Buchhändlerin ist nach verschiedenen Sachbüchern ihr zweiter Roman.

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