Blick ins Buch

Biografien

Das Erdbeben in Chili

3,1(75)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Aufgrund einer nicht tolerierten Liebesbeziehung wird der Hauslehrer Jeronimo eingesperrt und die Tochter des Hausherren, Donna Josephe, in ein Karmeliterkloster gebracht, wo diese ihr Kind gebärt. Anschließend wird sie zum Tod durch Verbrennung verurteilt, aber der Vizekönig zeigt Mitleid und deswegen wird das Urteil in Tod durch Enthauptung umgewandelt. Ein Erdbeben ermöglicht dem Liebespaar die Flucht, während die Stadt in Schutt und Asche versinkt, wobei die Klosternonnen einen grauenhaften Tod erleiden. Donna Josephe und Jeronimo begegnen einem Adelspaar mit Gefolge und da Donna Elvire nicht stillen kann, bittet sie Donna Josephe ihrem Säugling die Brust zu geben, was diese auch bereitwillig macht. Um Gott gnädig zu stimmen findet eine Messe statt, bei welcher einer der Anwesenden Donna Josephe als verurteilte Flüchtige erkennt. Der Mob ist entfesselt und durch Schuldzuweisung beseelt und um Gottes Willen zu vollführen wird im Blutrausch Donna Josephe, Jeronimo und das Neugeborene von Donna Elvire niedergemetzelt. Donna Elvire und ihr Ehemann akzeptieren Donna Josephes Sohn als den ihrigen und nehmen diesen mit sich.

Editionen (19)

ISBN9783959892926
VerlagLILYLA Hörbuch-Editionen
Erscheinungsdatum01.10.17

Rezensionen & Bewertungen

75 Bewertungen

6 Rezensionen

3,1

Tippen zum Filtern

  • phil_eidos
    phil_eidos

    2 Follower

    4,0

    Sehr derbe, deswegen gefällt es mir. Kunstvolle Sprache, die nicht übertreibt.

    23. Feb. 2024

  • mira123
    mira123

    36 Follower

    5,0

    In dieser Kurzgeschichte geht es um ein ziemlich schlimmes Erdbeben, das aber gleichzeitig ziemlich gut für die Hauptfiguren ist. Ziemlich, ziemlich gut. Es rettet nämlich beiden das Leben. Jeronimo sitzt im Gefängnis und will sich dort erhängen. Dieses Vorhaben geht dank dem Erdbeben schief. Aber warum will Jeronimo sich das Leben nehmen? Nun, das lässt sich schnell erklären. Er hat nämlich Josephe geschwängert, die eigentlich im Kloster leben und dadurch absolut keinen Kontakt mit männlichen Lebewesen haben sollte. Und Josephe soll wegen diesem Fehltritt hingerichtet werden. Auch das wird (Gott sei Dank!) nicht durchgeführt. Beide können sich durch das Erdbeben befreien und gemeinsam mit ihrem Kind fliehen. Ganz ehrlich: Bevor ich diese Geschichte gelesen habe, wusste ich fast nichts über dieses Buch. Ich wusste nicht mal, um was es geht. Abgesehen von dem Erdbeben natürlich. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass wir die Geschichte in der Schule angesprochen haben. Irgendwo stand wohl ein Absatz dazu in unsere Literaturbuch und vielleicht haben wir den sogar in der Schule durchbesprochen, aber ich war da wohl gerade damit beschäftigt, mir mit FreundInnen Zettel zu schreiben, unter der Bank irgendein Buch zu lesen oder auf meine Schreibunterlage zu kritzeln. Schade eigentlich, dass mich der Deutschunterricht in der Schule nicht mehr fesseln konnte, dann hätte ich jetzt für mein Studium mehr Vorwissen. Was mich an dieser Kurzgeschichte besonders überrascht hat, war die Gewalt, die darin vorkommt. Ich dachte nicht, dass eine Geschichte aus dieser Zeit so viel Gewalt enthält, die vor allem so genau beschrieben wird. Hinrichtungen, versuchte Selbstmorde, gelungene Morde und so weiter und so weiter. [Kurzer Spoiler im nächsten Satz!] Das geht bis hin zum gelungenen Kindsmord. Sehr schön sichtbar war an dieser Kurzgeschichte auch der Kontrast zwischen Natur und Gesellschaft. Die Bedeutung der zwei Pole verschiebt sich hier dauernd. Auf der einen Seite ist da natürlich das Erdbeben, das natürlich als gefährlich wahrgenommen wird, auf der anderen Seite wird die wilde Natur, in die sich die zwei Protagonisten flüchten oft als "Garten Eden" oder ähnliches beschrieben. Gleiches gilt für die Gesellschaft: Auf der einen Seite ist sie für die Protagonisten natürlich tödlich und der Zusammenbruch der normalen Gesellschaft ist für sie nicht unbedingt was Negatives. Auf der anderen Seite ist die Gesellschaft natürlich doch etwas, das von ihnen als durchaus angenehm empfunden wird und sie sehnen sich auch nach den "normalen" Zuständen zurück, zumindest handeln sie so, dass wir als Leser das glauben. Alles in allem kann ich euch nur empfehlen, dieser Geschichte eine Chance zu geben, auch wenn der Stempel "Klassiker" abschreckend wirken kann. Die Geschichte hat nur etwa zwanzig Seiten und liest sich wirklich sehr angenehm.

    27. Dez. 2023

3 von 6 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick