
2 Follower
Sehr derbe, deswegen gefällt es mir. Kunstvolle Sprache, die nicht übertreibt.
23. Feb. 2024
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23. Feb. 2024
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2 Follower
Sehr derbe, deswegen gefällt es mir. Kunstvolle Sprache, die nicht übertreibt.
23. Feb. 2024
Sehr derbe, deswegen gefällt es mir. Kunstvolle Sprache, die nicht übertreibt.
23. Feb. 2024

36 Follower
In dieser Kurzgeschichte geht es um ein ziemlich schlimmes Erdbeben, das aber gleichzeitig ziemlich gut für die Hauptfiguren ist. Ziemlich, ziemlich gut. Es rettet nämlich beiden das Leben. Jeronimo sitzt im Gefängnis und will sich dort erhängen. Dieses Vorhaben geht dank dem Erdbeben schief. Aber warum will Jeronimo sich das Leben nehmen? Nun, das lässt sich schnell erklären. Er hat nämlich Josephe geschwängert, die eigentlich im Kloster leben und dadurch absolut keinen Kontakt mit männlichen Lebewesen haben sollte. Und Josephe soll wegen diesem Fehltritt hingerichtet werden. Auch das wird (Gott sei Dank!) nicht durchgeführt. Beide können sich durch das Erdbeben befreien und gemeinsam mit ihrem Kind fliehen. Ganz ehrlich: Bevor ich diese Geschichte gelesen habe, wusste ich fast nichts über dieses Buch. Ich wusste nicht mal, um was es geht. Abgesehen von dem Erdbeben natürlich. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass wir die Geschichte in der Schule angesprochen haben. Irgendwo stand wohl ein Absatz dazu in unsere Literaturbuch und vielleicht haben wir den sogar in der Schule durchbesprochen, aber ich war da wohl gerade damit beschäftigt, mir mit FreundInnen Zettel zu schreiben, unter der Bank irgendein Buch zu lesen oder auf meine Schreibunterlage zu kritzeln. Schade eigentlich, dass mich der Deutschunterricht in der Schule nicht mehr fesseln konnte, dann hätte ich jetzt für mein Studium mehr Vorwissen. Was mich an dieser Kurzgeschichte besonders überrascht hat, war die Gewalt, die darin vorkommt. Ich dachte nicht, dass eine Geschichte aus dieser Zeit so viel Gewalt enthält, die vor allem so genau beschrieben wird. Hinrichtungen, versuchte Selbstmorde, gelungene Morde und so weiter und so weiter. [Kurzer Spoiler im nächsten Satz!] Das geht bis hin zum gelungenen Kindsmord. Sehr schön sichtbar war an dieser Kurzgeschichte auch der Kontrast zwischen Natur und Gesellschaft. Die Bedeutung der zwei Pole verschiebt sich hier dauernd. Auf der einen Seite ist da natürlich das Erdbeben, das natürlich als gefährlich wahrgenommen wird, auf der anderen Seite wird die wilde Natur, in die sich die zwei Protagonisten flüchten oft als "Garten Eden" oder ähnliches beschrieben. Gleiches gilt für die Gesellschaft: Auf der einen Seite ist sie für die Protagonisten natürlich tödlich und der Zusammenbruch der normalen Gesellschaft ist für sie nicht unbedingt was Negatives. Auf der anderen Seite ist die Gesellschaft natürlich doch etwas, das von ihnen als durchaus angenehm empfunden wird und sie sehnen sich auch nach den "normalen" Zuständen zurück, zumindest handeln sie so, dass wir als Leser das glauben. Alles in allem kann ich euch nur empfehlen, dieser Geschichte eine Chance zu geben, auch wenn der Stempel "Klassiker" abschreckend wirken kann. Die Geschichte hat nur etwa zwanzig Seiten und liest sich wirklich sehr angenehm.
27. Dez. 2023
In dieser Kurzgeschichte geht es um ein ziemlich schlimmes Erdbeben, das aber gleichzeitig ziemlich gut für die Hauptfiguren ist. Ziemlich, ziemlich gut. Es rettet nämlich beiden das Leben. Jeronimo sitzt im Gefängnis und will sich dort erhängen. Dieses Vorhaben geht dank dem Erdbeben schief. Aber warum will Jeronimo sich das Leben nehmen? Nun, das lässt sich schnell erklären. Er hat nämlich Josephe geschwängert, die eigentlich im Kloster leben und dadurch absolut keinen Kontakt mit männlichen Lebewesen haben sollte. Und Josephe soll wegen diesem Fehltritt hingerichtet werden. Auch das wird (Gott sei Dank!) nicht durchgeführt. Beide können sich durch das Erdbeben befreien und gemeinsam mit ihrem Kind fliehen. Ganz ehrlich: Bevor ich diese Geschichte gelesen habe, wusste ich fast nichts über dieses Buch. Ich wusste nicht mal, um was es geht. Abgesehen von dem Erdbeben natürlich. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass wir die Geschichte in der Schule angesprochen haben. Irgendwo stand wohl ein Absatz dazu in unsere Literaturbuch und vielleicht haben wir den sogar in der Schule durchbesprochen, aber ich war da wohl gerade damit beschäftigt, mir mit FreundInnen Zettel zu schreiben, unter der Bank irgendein Buch zu lesen oder auf meine Schreibunterlage zu kritzeln. Schade eigentlich, dass mich der Deutschunterricht in der Schule nicht mehr fesseln konnte, dann hätte ich jetzt für mein Studium mehr Vorwissen. Was mich an dieser Kurzgeschichte besonders überrascht hat, war die Gewalt, die darin vorkommt. Ich dachte nicht, dass eine Geschichte aus dieser Zeit so viel Gewalt enthält, die vor allem so genau beschrieben wird. Hinrichtungen, versuchte Selbstmorde, gelungene Morde und so weiter und so weiter. [Kurzer Spoiler im nächsten Satz!] Das geht bis hin zum gelungenen Kindsmord. Sehr schön sichtbar war an dieser Kurzgeschichte auch der Kontrast zwischen Natur und Gesellschaft. Die Bedeutung der zwei Pole verschiebt sich hier dauernd. Auf der einen Seite ist da natürlich das Erdbeben, das natürlich als gefährlich wahrgenommen wird, auf der anderen Seite wird die wilde Natur, in die sich die zwei Protagonisten flüchten oft als "Garten Eden" oder ähnliches beschrieben. Gleiches gilt für die Gesellschaft: Auf der einen Seite ist sie für die Protagonisten natürlich tödlich und der Zusammenbruch der normalen Gesellschaft ist für sie nicht unbedingt was Negatives. Auf der anderen Seite ist die Gesellschaft natürlich doch etwas, das von ihnen als durchaus angenehm empfunden wird und sie sehnen sich auch nach den "normalen" Zuständen zurück, zumindest handeln sie so, dass wir als Leser das glauben. Alles in allem kann ich euch nur empfehlen, dieser Geschichte eine Chance zu geben, auch wenn der Stempel "Klassiker" abschreckend wirken kann. Die Geschichte hat nur etwa zwanzig Seiten und liest sich wirklich sehr angenehm.
27. Dez. 2023
meh
19. Sept. 2022
meh
19. Sept. 2022
3 von 6 Rezensionen
Autorin / Autor
Heinrich von Kleist (1777-1811) war ein deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist. Bekannt ist er vor allem für das historische Ritterschauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“, sein Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ und für seine Novellen „Michael Kohlhaas“, „Die Marquise von O....“ und „Das Erdbeben in Chili“. Am 21. November 1811 nahm sich Kleist zusammen mit seiner Begleiterin Henriette Vogel das Leben.
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