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Romane

Eugénie Grandet

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Über das Buch

„Wie konnte ihr Vater so wenig väterlich fühlen? Welchen Verbrechens war Charles denn schuldig? Geheimnisvolle, unergründliche Fragen!“Reichtum, Geiz, verlorene Liebe; im Schatten ihres Vaters führt Eugénie ein trostloses Leben, bis sich alles schlagartig verändert. Ihr charmanter Cousin Charles kommt zu Besuch und stellt die Gefühlswelt des Mädchens auf den Kopf. Wilde Leidenschaft und Freude überschwemmen Eugénies Existenz, wäre da nicht ihr berechnender Vater. Für Eugénie beginnt ein Wettlauf von Hoffnung und Verlustängsten…Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac (1799–1850) beschreibt mit seinen Erzählungen in dem Romanzyklus La Comédie humaine ein Bild der Gesellschaft in Frankreich zu seiner Lebenszeit. Das Werk der Eugénie Grandet zählt zu den Szenen aus dem Provinzleben.

Editionen (13)

ISBN9783958554832
Verlagfabula Verlag Hamburg
Erscheinungsdatum30.06.17
Seitenzahl284

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

2 Rezensionen

4,2

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  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Follower

    4,0

    "Eugenie Grandet" war mein erstes Werk von Honore de Balzac und wird sicher nicht mein letztes gewesen sein. Die Charakterisierung der Personen war herrlich scharfsinnig und teilweise bitterböse. Ungewohnt für die Epoche der Romantik, waren die Beschreibungen sehr realitätsnah, weniger romantisiert und mystisch und haben damit eher an den Naturalismus erinnert. Die männlichen Figuren kommen in diesem Roman nicht unbedingt gut weg, dagegen machen gerade Eugenie, ihre Mutter und die Haushaltshilfe eine interessante Entwicklung durch. Die namensgebende Protagonistin wird dabei schon heiligengleich dargestellt und erinnert doch sehr an die heilige Jungfrau Maria, was mir persönlich zu religiös angehaucht und perfekt war. Ich hätte mir gewünscht dass sie ihre Naivität etwas mehr ablegt, aber von einem klassischen Roman erwarte ich auch nicht zu viel Feminismus bzw. Emanzipation. Eine weitere interessante Figur ist Vater Grandet. Wird er von Balzac als schlecht und übetrieben geizig dargestellt, so kommt er doch nie richtig böse rüber. Ich persönlich habe aus dem Geldgeschick und Geiz Vater Grandets immer eine gewisse Ironie und Witz heraus gelesen, was ihn mir einfach nicht als wirklich schlechte Person erscheinen lassen wollte. Besonders die Sterbeszene hat mich schmunzeln lassen, wenn der Priester sich zu dem sterbenden Grandet hinunterbeugt um diesen zu segnen und Grandet zwar nicht mehr sprechen und kaum noch atmen kann, sich aber blitzschnell und refelxartig das goldene Kreuz des Priesters schnappen will. Das hatte schon etwas von Galgenhumor an sich. In "Eugenie Grandet" konzentriert sich de Balzac auf das ländliche Leben, in seiner menschlichen Kömodie nimmt er jedoch jede Gesellschaftsschicht und Lebensweise auseinander die es damals gab. Das städtische Leben ist in diesem Buch nicht sonderlich gut weg gekommen, der einzige Pariser Lebemann hat sich mit Abstand zum Schlechtesten hin entwickelt. Vielleicht darf das ein Vorgeschmack auf andere Werke sein, die in der Großstadt spielen. Balzacs menschliche Komödie wird mir jedenfalls genug Lesestoff für die Zukunft bieten.

    21. Jan. 2023

  • psor
    psor

    5 Follower

    5,0

    Balzacs Erzählungen bleiben Balsam.

    23. Feb. 2024

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