Eugénie Grandet
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Beschreibung
Im Mittelpunkt von Balzacs berühmtem Roman »Eugénie Grandet«, 1833 entstanden und Teil der »Szenen aus dem Provinzleben«, steht der damalige alte Böttchermeister Grandet aus Saumur, der es im Laufe seines Lebens durch Spekulation und menschlich deformierenden Geiz zu einem Millionenvermögen bringt und dabei das Glück seiner einzigen Tochter Eugénie, die Erfüllung ihrer Liebe zu dem eleganten, aber arm gewordenen Cousin Charles ruiniert.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Honoré de Balzac wurde am 20. Mai 1799 in Tours geboren. 1816 begann er ein Jurastudium an der École de Droit in Paris auf und besuchte daneben Vorlesungen an der Faculté des lettres und am Collège de France, was ihn dazu veranlaßte, neben seinem Jurastudium philosophische Überlegungen niederzuschreiben. Schließlich brach er das Studium ab, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Sein Vater finanzierte ihm die ersten zwei Jahre, die Balzac schreibend in einer Mansarde verbrachte. Das Ergebnis war allerlei Feuilletonistisches und Lyrisches, Fragmente eines Opernlibrettos und einer Tragödie. 1823 verdiente er sein Geld vor allem mit Beiträgen für das Feuilleton littéraire. Den erhofften Durchbruch als Romanautor schaffte er erst 1829 mit dem historischen Roman Le dernier Chouan, ou La Bretagne en 1800. In den folgenden Jahren schrieb Balzac wie besessen. Die Comédie Humaine sollte Balzacs Lebenswerk werden, das er jedoch nicht mehr vollenden konnte. 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen wurden fertiggestellt. Ab 1843 bekam Balzac aufgrund seiner ständigen Überanstrengung und seines exzessiven Kaffeeverbrauchs ernsthafte gesundheitliche Probleme, von denen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 18. August 1850 in Paris.
Beiträge
"Eugenie Grandet" war mein erstes Werk von Honore de Balzac und wird sicher nicht mein letztes gewesen sein. Die Charakterisierung der Personen war herrlich scharfsinnig und teilweise bitterböse. Ungewohnt für die Epoche der Romantik, waren die Beschreibungen sehr realitätsnah, weniger romantisiert und mystisch und haben damit eher an den Naturalismus erinnert. Die männlichen Figuren kommen in diesem Roman nicht unbedingt gut weg, dagegen machen gerade Eugenie, ihre Mutter und die Haushaltshilfe eine interessante Entwicklung durch. Die namensgebende Protagonistin wird dabei schon heiligengleich dargestellt und erinnert doch sehr an die heilige Jungfrau Maria, was mir persönlich zu religiös angehaucht und perfekt war. Ich hätte mir gewünscht dass sie ihre Naivität etwas mehr ablegt, aber von einem klassischen Roman erwarte ich auch nicht zu viel Feminismus bzw. Emanzipation. Eine weitere interessante Figur ist Vater Grandet. Wird er von Balzac als schlecht und übetrieben geizig dargestellt, so kommt er doch nie richtig böse rüber. Ich persönlich habe aus dem Geldgeschick und Geiz Vater Grandets immer eine gewisse Ironie und Witz heraus gelesen, was ihn mir einfach nicht als wirklich schlechte Person erscheinen lassen wollte. Besonders die Sterbeszene hat mich schmunzeln lassen, wenn der Priester sich zu dem sterbenden Grandet hinunterbeugt um diesen zu segnen und Grandet zwar nicht mehr sprechen und kaum noch atmen kann, sich aber blitzschnell und refelxartig das goldene Kreuz des Priesters schnappen will. Das hatte schon etwas von Galgenhumor an sich. In "Eugenie Grandet" konzentriert sich de Balzac auf das ländliche Leben, in seiner menschlichen Kömodie nimmt er jedoch jede Gesellschaftsschicht und Lebensweise auseinander die es damals gab. Das städtische Leben ist in diesem Buch nicht sonderlich gut weg gekommen, der einzige Pariser Lebemann hat sich mit Abstand zum Schlechtesten hin entwickelt. Vielleicht darf das ein Vorgeschmack auf andere Werke sein, die in der Großstadt spielen. Balzacs menschliche Komödie wird mir jedenfalls genug Lesestoff für die Zukunft bieten.
Beschreibung
Im Mittelpunkt von Balzacs berühmtem Roman »Eugénie Grandet«, 1833 entstanden und Teil der »Szenen aus dem Provinzleben«, steht der damalige alte Böttchermeister Grandet aus Saumur, der es im Laufe seines Lebens durch Spekulation und menschlich deformierenden Geiz zu einem Millionenvermögen bringt und dabei das Glück seiner einzigen Tochter Eugénie, die Erfüllung ihrer Liebe zu dem eleganten, aber arm gewordenen Cousin Charles ruiniert.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Honoré de Balzac wurde am 20. Mai 1799 in Tours geboren. 1816 begann er ein Jurastudium an der École de Droit in Paris auf und besuchte daneben Vorlesungen an der Faculté des lettres und am Collège de France, was ihn dazu veranlaßte, neben seinem Jurastudium philosophische Überlegungen niederzuschreiben. Schließlich brach er das Studium ab, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Sein Vater finanzierte ihm die ersten zwei Jahre, die Balzac schreibend in einer Mansarde verbrachte. Das Ergebnis war allerlei Feuilletonistisches und Lyrisches, Fragmente eines Opernlibrettos und einer Tragödie. 1823 verdiente er sein Geld vor allem mit Beiträgen für das Feuilleton littéraire. Den erhofften Durchbruch als Romanautor schaffte er erst 1829 mit dem historischen Roman Le dernier Chouan, ou La Bretagne en 1800. In den folgenden Jahren schrieb Balzac wie besessen. Die Comédie Humaine sollte Balzacs Lebenswerk werden, das er jedoch nicht mehr vollenden konnte. 91 der geplanten 137 Romane und Erzählungen wurden fertiggestellt. Ab 1843 bekam Balzac aufgrund seiner ständigen Überanstrengung und seines exzessiven Kaffeeverbrauchs ernsthafte gesundheitliche Probleme, von denen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 18. August 1850 in Paris.
Beiträge
"Eugenie Grandet" war mein erstes Werk von Honore de Balzac und wird sicher nicht mein letztes gewesen sein. Die Charakterisierung der Personen war herrlich scharfsinnig und teilweise bitterböse. Ungewohnt für die Epoche der Romantik, waren die Beschreibungen sehr realitätsnah, weniger romantisiert und mystisch und haben damit eher an den Naturalismus erinnert. Die männlichen Figuren kommen in diesem Roman nicht unbedingt gut weg, dagegen machen gerade Eugenie, ihre Mutter und die Haushaltshilfe eine interessante Entwicklung durch. Die namensgebende Protagonistin wird dabei schon heiligengleich dargestellt und erinnert doch sehr an die heilige Jungfrau Maria, was mir persönlich zu religiös angehaucht und perfekt war. Ich hätte mir gewünscht dass sie ihre Naivität etwas mehr ablegt, aber von einem klassischen Roman erwarte ich auch nicht zu viel Feminismus bzw. Emanzipation. Eine weitere interessante Figur ist Vater Grandet. Wird er von Balzac als schlecht und übetrieben geizig dargestellt, so kommt er doch nie richtig böse rüber. Ich persönlich habe aus dem Geldgeschick und Geiz Vater Grandets immer eine gewisse Ironie und Witz heraus gelesen, was ihn mir einfach nicht als wirklich schlechte Person erscheinen lassen wollte. Besonders die Sterbeszene hat mich schmunzeln lassen, wenn der Priester sich zu dem sterbenden Grandet hinunterbeugt um diesen zu segnen und Grandet zwar nicht mehr sprechen und kaum noch atmen kann, sich aber blitzschnell und refelxartig das goldene Kreuz des Priesters schnappen will. Das hatte schon etwas von Galgenhumor an sich. In "Eugenie Grandet" konzentriert sich de Balzac auf das ländliche Leben, in seiner menschlichen Kömodie nimmt er jedoch jede Gesellschaftsschicht und Lebensweise auseinander die es damals gab. Das städtische Leben ist in diesem Buch nicht sonderlich gut weg gekommen, der einzige Pariser Lebemann hat sich mit Abstand zum Schlechtesten hin entwickelt. Vielleicht darf das ein Vorgeschmack auf andere Werke sein, die in der Großstadt spielen. Balzacs menschliche Komödie wird mir jedenfalls genug Lesestoff für die Zukunft bieten.






