Blick ins Buch

Krimis

December Park

4,1(42)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Gewinner des Beverly Hills international Book Awards 2015 - Kategorie Suspense (Spannungsliteratur) Im Herbst 1993 wird das beschauliche Städtchen Harting Farms vom Verschwinden mehrerer Kinder erschüttert. Zunächst denken die Bewohner noch an Ausreißer – bis in dem großen, gespenstischen December Park die erste Leiche eines Mädchens gefunden wird. Die Zeitungen sprechen vom Entführer als Piper – als Rattenfänger, wie in der Sage der Brüder Grimm –, weil er gekommen ist, um die Kinder wegzulocken. Doch in den Schulgängen flüstern die Kinder noch viel düsterere Namen. Angelo Mazzone und seine Freunde entdecken eine Verbindung zu dem toten Mädchen und nehmen die Verfolgung des Mörders auf. Die fünf Jugendlichen schwören sich, der Schreckensherrschaft des Pipers ein Ende zu setzen. Doch was als mutiges Versprechen beginnt, entpuppt sich nicht nur als Odyssee in die Düsternis ihrer Heimatstadt und deren Bewohner, sondern auch als Selbsterfahrungstrip. In der Dämmerung sind auf den Straßen von Harting Farms alle verdächtig, und jeder der Jungs könnte das nächste Opfer des Pipers sein. Dieser Coming-of-Age-Thriller ist Ronald Malfis persönlichster Roman, sein Magnum Opus, in das auch eigene Kindheitserinnerungen mit einflossen. Vergleiche zu Stephen Kings Es und zu Dan Simmons’ Sommer der Nacht drängen sich auf, December Park ist jedoch frei von übernatürlichen Elementen, dennoch nicht minder schaurig.

Editionen (2)

ISBN9783958350328
VerlagLuzifer Verlag
Erscheinungsdatum30.09.15
Seitenzahl500

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

11 Rezensionen

4,1

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  • vhora89
    vhora89

    111 Follower

    4,0

    Der Autor kommt schwer zum Punkt, aber das Buch gibt so viel mit auf den Weg, einfach herrlich

    Ein Coming Out Of Age Thriller, wie versprochen. Hier muss man bei der Rezension ein wenig in die Tiefe gehen. Zu allererst, das Buch spielt 1993/1994. Das ist auch gut so, denn damals war es viel schwieriger sich zu organisieren ohne Smartphones. Doch trotzalledem kommen Angelo, aus dessen Ich-Perspektive die Story erzählt wird, und seine Freunde immer zusammen. Zu Anfang habe ich schwer ins Buch rein gefunden, zum Teil, weil ich seine Freunde nicht sympathisch fand. Ich dachte, was macht so ein gebildeter Junge mit solchen Idioten. Doch dann, als die Entführungen weitergingen, haben sie sich zu einem super Team zusammengeschlossen und ermittelt. In diesem Roman geht es nicht nur um die Entführungen, sondern auch darum, die Kids beim Erwachsenwerden zu begleiten. Sie erkennen plötzlich, dass sie keine kindischen Spiele mehr mögen, andere Musik hören, sich anders kleiden und über ihre berufliche Zukunft nachdenken. Was früher alles nebensächlich war. Und es werden Themen wie Verluste von Familienmitgliedern, Drogen (in Form von Zigaretten und Alkohol), die erste Liebe und Verantwortung aufgeführt. Zum Ende gab es noch einen Twist, den ich aber schon ziemlich weit vorher rausgefunden habe, obwohl die Idee weit hergeholt war. Ein bisschen Abzug gebe ich wegen der unnötigen und zu ausführlichen Beschreibungen. Das Buch hätte kürzer sein können, meiner Meinung nach. Leseempfehlung geht raus.

    Der Autor kommt schwer zum Punkt, aber das Buch gibt so viel mit auf den Weg, einfach herrlich

    9. März 2024

  • julybookish
    julybookish

    161 Follower

    5,0

    Verschwundene Kinder, winterlicher Grusel und Coming-of-Age!

    Sehr gut hat mir die Figurenkonstellation gefallen. Angelo und seine Freunde haben mich von Anfang an begeistert und ich finde es toll wie dynamisch es in der Gruppe zugeht, auch wenn Angie und Peter sich etwas nähestehen als die anderen. Auch innerhalb von Angies Familie merkt man schnell beim Lesen, dass über der Familie ein dunkler Schatten schwebt. Besonders fasziniert hat mich hier die Beziehung zwischen Vater und Sohn, die sich im Verlauf der Handlung zunehmend ändert. Mit Adrians Ankunft in Harting Farms, den Sonderling ohnegleichen, beginnt dann erst richtig die Handlung. Die langen Kapitel stören dabei überhaupt nicht, da die ganze Zeit ein unterschwelliger Schauer von einem Besitz ergreift. Malfi ist ein hervorragender Schriftsteller und findet einen sehr guten Rhythmus, die Geschichte spannend, lebhaft und atmosphärisch zu erzählen. Ich finde es so gut geschrieben, denn man will einfach wissen, was als Nächstes passiert. Was ich an den Jungs toll finde, ist wie sie miteinander umgegangen sind, ihre Späße getrieben haben und immer füreinander da waren. Es sind ganz normale Jungs, die die Gegend unsicher machen, sich von der breiten Masse abgrenzen, ihre Erzfeinde haben und Abenteuer erleben wollen. Coming of Age bedeutet ja nicht immer zwingend Kinder, die Heranwachsen, denn das haben wir hier definitiv nicht mehr. Die Clique ist in dem Alter von 15/16 Jahren und man ist über diverse Sandkastenspielchen längst hinaus. Hier werden unter anderen Themen wie Sex, erste Liebe, Drogen, Alkohol und vor allem und ständig Zigaretten thematisiert. Es handelt sich also nicht mehr um kleine Jungenstreiche, sondern da sind auch handfester Vandalismus, Diebstahl und Rachephantasien mit dabei. Was ich aber nicht verwerflich finde, denn es hat Spaß gemacht Ihnen dabei zu folgen und mitzufiebern, wer erwischt wird. Da alles in den Anfängen der 90er Jahre spielt und das auch so bissl meine Jugendzeit war, habe ich viele Sachen mit einem Lächeln wieder erkannt und schmunzelnd in Erinnerungen geschwelgt. Da Angelos Vater Polizist ist bekommt er immer mehr zu spüren, wie sehr dieser Fall ihm zusetzt. Dieser versucht es zwar vor seinem Kind zu verbergen, doch die Stimmung zwischen beiden wird immer angespannter und dann kommen noch die pubertäre Lebensweise seines Sohnes und die Maßregelungen. Welche Ängste begleiten Jugendliche in dieser Zeit, welche Stärken und Schwächen und welche dunklen Schemen aus der Vergangenheit, sind nur wenige Fragen, die dabei ausführlich behandelt werden. Der Autor ist sehr ausführlich auf die Landschaft, Straßen, Wälder usw. eingegangen, so dass ich mir ein sehr gutes Bild von der Umgebung machen konnte. Ich fand es auch zu keiner Zeit störend oder zu viel, da es immer passte und die gruselige Stimmung des Ganzen noch unterstrichen hat. Fokus wird auch definitiv nicht auf die Suche nach dem Mörder gelegt, sondern mehr auf das Aufwachsen und die Abenteuer in dem Alter. Also wer einen reißerischen Thriller sucht, wird hier maximal entschleunigt, bekommt aber dennoch viel Spannung, getragen wird die Geschichte hiervon allerdings nicht.

    Verschwundene Kinder, winterlicher Grusel und Coming-of-Age!

    30. Dez. 2024

  • psicho45
    psicho45

    72 Follower

    5,0

    Für mich der beste Coming-of-Age-Mystery-Thriller mit Horrorelementen.

    18. März 2026

3 von 11 Rezensionen

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