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Romane

Hundert Jahre Einsamkeit

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Über das Buch

Mit seinem Roman Hundert Jahre Einsamkeit gelang Gabriel García Márquez 1967 der Durchbruch als Schriftsteller. Dieser moderne Klassiker der Weltliteratur erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, das zunächst wie das Paradies erscheint. Abgeschnitten vom Rest der Welt durch Sümpfe, Urwald und eine undurchdringliche Sierra, ist es der Ort, an dem sich alle Träume, Alpträume und Entdeckungen des Menschen noch einmal zu wiederholen scheinen. Stärker als die bisherige deutsche Fassung arbeitet die Neuübersetzung von Dagmar Ploetz die unterschiedlichen stilistischen Ebenen des Romans heraus: pathetisch, witzig, lapidar, episch, poetisch. So gelingt ein Blick auf die Welt, der auch den Erfahrungen des 21. Jahrhunderts noch mühelos standhält.

Editionen (11)

ISBN9783957130839
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum16.06.17

Rezensionen & Bewertungen

294 Bewertungen

44 Rezensionen

3,7

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  • wedalou
    wedalou

    82 Follower

    4,0

    Klassiker voller symbolischer Kraft , absurd-komischer Ereignisse und bildgewaltiger Sprache Ich fühle mich wie nach einer Bergbesteigung oder ausgiebiger mentaler Auslastung - froh und ermattet. Dieses Werk hat mich in den letzten Tagen intensiv begleitet , es kostet Arbeit und manchmal auch Nerven, ich glaube, ich habe noch nie so viel zu einem Buch recherchiert. Zu meinem großen Glück war ich nicht alleine damit, sondern wir haben uns in in einer kleinen Leserunde gemeinsam an unseren Gedanken teilhaben lassen, Recherchearbeit geleistet und haben uns zu den Fragen zur Symbolik gegenseitig erweitert. 100 Jahre Familie Buendía voller Tragik, Verlust, Politik, Krieg, sexueller Eskapaden und jede Menge Einsamkeit. Die Geschichte Kolumbiens in seiner Entwicklung von der Isolation über die Moderne bis zum Verfall. Bei nahezu jedem Familienmitglied ist die Einsamkeit zentral oder sie sind gefangen in ihren eigenen Zyklen, die in Isolation mündet. Dies liest sich aber überhaupt nicht langweilig, ich wurde sehr gut unterhalten durch eine fabulöse, bunte Welt, die mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht hat. Der gerne genutzte magische Realismus bereichert dieses Werk auf lakonische, absurde und ironische Weise . Wer Lust hat auf einen Klassiker, den man sich erarbeiten muss, der aber sprachlich wie inhaltlich bunt und exotisch ist, ist mit diesem Jahrhundertroman gut bedient. Unbedingt empfehlenswert ist es sich einen Stammbaum aus dem Internet auszudrucken um Herr*in über die überaus ähnlichen Namen zu werden 😉

    15. Apr. 2026

  • psor
    psor

    5 Follower

    5,0

    Maybe my favorite book of all time.

    23. Feb. 2024

  • east
    east

    827 Follower

    3,5

    Ein Fiebertraum

    Gabriel García Márquez’ Geschichte, das Familienepos der Buendías, gilt als Klassiker, doch ich würde schon an der Einordnung des Buchs in ein Genre scheitern. Es residiert irgendwo zwischen Gesellschaftskritik, fantastischer Erzählung und high auf LSD und beinhaltet vor allem eines: Chaos. Das ist der Stil des Buchs, so soll die Geschichte auch sein, doch genau dieser Stil macht es auch an manchen Stellen beinahe unmöglich, der Handlung zu folgen (geschweige denn zu verstehen, was da eigentlich gerade passiert). Das, und der Fakt, dass die Buendías so unglaublich viele Kinder haben und ihnen leider allen den gleichen Namen gegeben haben. Soll man sich da durch finden oder ist das Ziel des Autors einfach die ultimative Verwirrung? Wenn ja, dann: Gratulation, das hat er geschafft. Trotz all dem ist die Geschichte der Familie Buendía, so eigen sie auch sein mag, irgendwie fesselnd. Manchmal klaustrophobisch und bedrückend, meistens absurd und doch irgendwie… spannend. Allerdings enthält sie (aufgrund ihres Alters) auch Formulierungen, Begriffe und Menschenbilder, die nicht in unsere Zeit passen, dessen muss man sich bewusst sein. Wer dieses Buch lesen will, sollte aber vor allem eines mitbringen: Geduld.

    Ein Fiebertraum

    6. Feb. 2024

3 von 44 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Gabriel García Márquez

Gabriel García Márquez, geboren 1927 in Aracataca, Kolumbien, arbeitete nach dem Jurastudium zunächst als Journalist. García Márquez hat ein umfangreiches erzählerisches und journalistisches Werk vorgelegt. Seit der Veröffentlichung von »Hundert Jahre Einsamkeit« gilt er als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. 1982 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.Ulrich Noethen wurde durch den Kinofilm »Comedian Harmonists« bekannt und war seitdem in zahlreichen preisgekrönten Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter »Der Untergang«, »Oh Boy« oder »Hannah Arendt«. Mit seiner warmen, vielseitigen Stimme und seinem Gespür für Charaktere und Situationen begeistert Noethen auch als Hörbuchsprecher. Für seine Lesung von Friedrich Anis »Nackter Mann, der brennt« wurde er 2017 in der Kategorie »Bester Interpret« mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

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