Blick ins Buch

Romane

Xerox

3,4(73)
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Über das Buch

Eigentlich hat sie es geschafft. Wo sie herkommt, studieren die Menschen nicht, und sie arbeiten auch nicht in einem Amsterdamer Start-up. Doch das Versprechen einer Aufstiegsbiografie löst sich nicht ein: Sackgasse Großraumbüro. Und während der Xerox die Kundenbriefe druckt, wächst ihre Wut: auf die Vergangenheit, die sich nicht abschütteln lässt, ihren Bullshit-Job und die jovialen Phrasen der Kollegen. Doch anstatt an ihrer Situation zu verzweifeln, spitzt die Erzählerin vorsichtig die Ohren und lauscht. Wer spricht denn da? Xerox? Maria Wördemann liest mit »Xerox« ihr erstes Hörbuch. Sie findet für die Erzählerin eine Haltung, die sowohl die melancholische Tiefe und die emotionale Einsamkeit in der spätkapitalistischen Arbeitswelt, die Wut über unsichtbare Schranken, und, trotz allem, die vorsichtige Hoffnung nach einer Befreiung, trifft. Das Debüt der niederländischen Autorin Fien Veldman entlarvt die Leere des modernen Arbeitens und erzählt die Geschichte einer eigenwilligen jungen Frau, deren verletzlich-bissige Stimme im Gedächtnis bleibt.

Editionen (2)

ISBN9783948674946
Verlagspeak low
Erscheinungsdatum19.02.24

Rezensionen & Bewertungen

73 Bewertungen

16 Rezensionen

3,4

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  • flaminguin.books
    flaminguin.books

    260 Follower

    3,5

    Interessant gestaltete Protagonistin, welche leider zur Passivität verurteilt ist. Das Ende war nur mäßig zufriedenstellend.

    Eventuell habt ihr meine Story von dem Buch gesehen, dass ich zwar als Hörbuch gehört, aber komplett und in Gänze vergessen habe. Sogar beim Lesen des Klappentextes hat nichts bei mir geklingelt. In der Umfrage haben die meisten versichert, dass es ihnen auch so geht und nur einige haben mich liebevoll darauf hingewiesen, dass ich einfach alt bin 💁🏼‍♀️ 🥲 Danke 👍🏻 Ich habe dann doch nochmal reingehört und mich erinnert. Hier eine schnelle Rezension, bevor ich das Buch erneut vergesse! Der Klappentext klingt merkwürdig? Ist es auch, aber dafür kann man erstaunlich schnell die Situation der gefühlten Sinnlosigkeit der Arbeit schnell nachfühlen. Unsere Protagonistin ist sehr speziell. Wer sich für einen Overthinker hält, der wird sich sehr schnell wiederfinden. Mehr noch, es unserer Prota steht vor einer gesundheitlichen Herausforderung, die sie hemmt. Die permanente Sorge um den Job und der Ärger über die Allgemeinsituation sind stets präsent. Die Geschichte ist ziemlich spannend geschrieben, obwohl nicht allzu viel Drama passiert. Ich war durchweg gefesselt, obwohl die Prota von Natur aus eher passiv war. Das passte perfekt zur Geschichte, führte aber auch dazu, dass ich den Inhalt des Buches leider innerhalb weniger Wochen aus dem Gedächtnis gelöscht habe. Es hat insgesamt nur keinen allzu großen Eindruck hinterlassen.

    Interessant gestaltete Protagonistin, welche leider zur Passivität verurteilt ist.
Das Ende war nur mäßig zufriedenstellend.

    14. Juli 2025

  • _js_
    _js_

    91 Follower

    4,0

    Ein sehr spezielles Buch worauf man sich einlassen muss, da es tiefgründige Gedanken mit sich bringt. Wir erleben die Protagonistin, ihr Name bleibt unbekannt, wie auch der anderen Menschen im Roman, in ihrer Gedankenwelt und sich selbst im Verhältnis zu ihrer Umwelt.

    19. Sept. 2024

  • annikaliest
    annikaliest

    94 Follower

    4,0

    „Menschen überschätzen sich und ihre Bedeutung, doch für die Psyche der Arbeitskräfte ist das auch notwendig. Nur dann werden sie täglich wiederkommen.“ (S. 159) Wenn eine namenlose Protagonistin auf einen namenlosen Drucker trifft… dann sind wir in einem hippen, anonymen und letztlich irgendwie austauschbaren Start-Up. Hier ist die namenlose Protagonistin zuständig für (aus ihrer Sicht) niedere Tätigkeiten wie Drucken und Briefe verschicken. Ihre Kolleg*innen sind ebenfalls alle namenlos und haben nur Funktionsbezeichnungen wie ‚Marketing‘ oder ‚Produkt‘. Ihr engster Vertrauter ist daher der Drucker in ihrem Büro. Diesem vertraut sie all ihre Ängste darüber an, sich in dieser Arbeitsumgebung falsch zu verhalten, sowie auch offensichtlich traumatische Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit in einem unter-privilegierten Bezirk der Stadt. Doch genau dieser Drucker sowie ihr einsames Einzelbüro werden ihr letztlich zum Verhängnis. Was das genau ist und wie das alles mit einem fehlgeleiteten Paket sowie einer Allergie gegen Anstrengung zusammenhängt, entfaltet Fien Veldman nach und nach - aus Sicht der Protagonistin - und des Druckers… „Xerox“ war für mich ein eher ungewöhnliches Leseerlebnis; sowohl Stil als auch Erzählweise und -perspektive sind besonders und im ersten Moment sicherlich gewöhnungsbedürftig. Mich hat dieser Stil aber durchaus gepackt und ich konnte die Anonymität und letztlich auch Sinnlosigkeit und Absurdität der dargestellten Arbeitswelt so wirklich fühlen. Letztlich hat mir aber dennoch ein Quäntchen gefehlt, um mich komplett zu überzeugen. Insbesondere hinsichtlich des zweiten Erzählstrangs, in dem es um die Vergangenheit und Herkunft der Protagonistin geht, hätte ich mir am Ende doch noch etwas mehr Licht im Dunkeln gewünscht. Insgesamt aber ein starkes und stilistisch besonderes und mutiges Debüt!

    7. Apr. 2024

3 von 16 Rezensionen

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