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Romane

Es war einmal in Brooklyn

3,5(142)
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Über das Buch

«So nostalgisch, charmant, liebevoll, empathisch, herzzerreißend und tieftraurig habe ich schon lange nicht mehr über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe gelesen.» (Florian Valerius, literarischernerd )

Es ist der heiße Sommer 1977 in Brooklyn. Juliette und David sind 17 Jahre alt und leben mit ihren Familien Tür an Tür. Seit Kindheitstagen sind sie beste Freunde, als sie ihre Action-Figuren auf den Grill legten, um deren Schmelzen zu beobachten. In ihrer Highschool sind sie Außenseiter, aber nach diesem Sommer wird das Leben für beide ein anderes sein. Juliette wird die Stadt verlassen und aufs College gehen, der schwer kranke David hingegen weiß gar nicht, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Als Juliette eines Abends mit dem charmanten Pizzaboten Rico auftaucht, begreift David sofort, dass er handeln muss: Denn er liebt Juliette, und er hat nichts mehr zu verlieren ... Doch während sie ihren ersten Kuss erlebt und David allein das Yankees-Spiel auf seinem kleinen Fernseher verfolgt, wird plötzlich alles dunkel. Der große Blackout lässt New York im Chaos versinken. Als nach 25 Stunden das Licht wieder angeht, ist nichts mehr so, wie es einmal war.

Editionen (3)

ISBN9783463000442
VerlagROWOHLT Kindler
Erscheinungsdatum14.03.23
Seitenzahl288

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelAnschaulichEntwickelndVerstörendTraurig

Rezensionen & Bewertungen

142 Bewertungen

49 Rezensionen

3,5

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  • 4,5

    Berührende Coming-of-Age Geschichte

    Brooklyn, Sommer 1977: Juliette und David sind seit ihrer Kindheit unzertrennlich. Jetzt, mit 17, stehen sie beide vor dem Schritt ins Erwachsenenleben, aber jener schicksalhafte Sommer wird alles verändern … ‚Es war einmal in Brooklyn‘ ist mein erster Roman von Syd Atlas, aber sicher nicht mein letzter. Ich bin sehr begeistert von ihrem Stil und ihrer schönen Sprache, mit der sie diese Geschichte der beiden Teenager erzählt und dabei ganz wunderbar die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts heraufbeschwört. Besonders berührend ist in diesem kurzen Roman, wie sich die Lebenswege der beiden Freunde unweigerlich durch Davids Krebserkrankung trennen. Während Juliette sich anschickt ins Erwachsenenleben überzutreten, sich aufs College vorbereitet und beginnt, sich für Jungs auf sexueller Ebene zu interessieren, wird die Kluft zu ihrem Jugendfreund immer größer. Hat sie ihr Außenseitertum über Jahre zusammengeschweißt, bleibt David nun nichts anderes übrig, als Juliette dabei zuzusehen, wie sie sich immer weiter entfernt. Sein junger Körper, der stetig abbaut, Zukunftspläne, die für ihn keine Bedeutung mehr haben. Und dazu die schon seit langem geheime Liebe zu seiner besten Freundin, die zwangsläufig unerfüllt bleiben wird. Das alleine wäre schon emotional genug, beide Figuren werden gekonnt auch in ihre Familiengeschichten, vor allem die ihrer Eltern, eingebunden. Aber dann kommt jener schicksalhafte 25stündige Stromausfall, der in New Yorks Geschichte eingegangen ist, der so viel, vor allem für Juliette verändert, dass den beiden ihre Freundschaft zwischen den Fingern zu zerrinnen beginnt. Am Schluss habe ich viel geweint, natürlich um David, aber auch um Juliette und ihren mehrfachen Verlust, der sie lange beschäftigen wird. Lange beschäftigt hat auch mich die Geschichte noch im Nachhinein; ‚Es war einmal in Brooklyn‘ ist kein Buch, dass man nach dem Lesen einfach so zur Seite legt.

    12. Apr. 2026

  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    3,5

    Es war einmal in Brooklyn - Eine nostalgische Reise ins New York der 70er

    Als ich “Es war einmal in Brooklyn” von Syd Atlas in die Hand nahm, wusste ich nicht genau, was mich erwarten würde. Nach den ersten Seiten war ich jedoch sofort gefangen in dieser wundervoll erzählten Coming-of-Age-Geschichte, die im heißen Sommer 1977 in Brooklyn spielt. Die Geschichte von Juliette und David, zwei 17-jährigen Außenseitern, die seit ihrer Kindheit beste Freunde sind und Tür an Tür wohnen, hat mich von Anfang an berührt. Ihre Freundschaft steht vor einer Zerreißprobe: Juliette wird nach dem Sommer aufs College gehen, während David mit einer schweren Krebserkrankung kämpft und nicht weiß, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Als dann auch noch der charmante Pizzabote Rico auftaucht und Juliettes Aufmerksamkeit gewinnt, muss David erkennen, dass er handeln muss, wenn er seine Gefühle für sie noch gestehen will. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die atmosphärische Darstellung des New Yorks der 70er Jahre. Man fühlt sich direkt zurückversetzt in eine Zeit ohne Handys, in der das Leben noch überwiegend draußen stattfand. Diese nostalgische Zeitreise macht beim Lesen großen Spaß, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil von Syd Atlas ist etwas Besonderes. Nach ein paar Seiten Eingewöhnung entwickelt er sich zu etwas wirklich Genialem mit einem spannenden Wechsel zwischen Präsens und Präteritum. Die Perspektivwechsel zwischen Juliette und David lockern die Geschichte auf und steigern die Spannung. Man fiebert mit beiden mit und hofft, dass alles gut wird, obwohl man ahnt, dass das Leben kein Ponyhof ist. Der große Blackout, der New York für 25 Stunden ins Chaos stürzt, bildet den dramatischen Wendepunkt der Geschichte. Die Autorin teilt die Erzählung geschickt in drei Teile: vor, während und nach dem Stromausfall. Als das Licht wieder angeht, ist nichts mehr so wie zuvor. Was mich an diesem Buch besonders berührt hat, ist die authentische Darstellung des Erwachsenwerdens mit all seinen Unsicherheiten. Die Charaktere sind nahbar und sympathisch, aber nicht perfekt. Sie treffen falsche Entscheidungen, die nicht folgenlos bleiben, und bereuen manches, was sie sagen und tun. Dadurch wirken sie glaubwürdig und echt. Ein Kritikpunkt für mich ist, dass die Geschichte an manchen Stellen etwas an der Oberfläche bleibt. Das wäre mehr möglich gewesen. Dennoch hat mich das Buch emotional sehr berührt und mir eine tolle Lesezeit beschert. Insgesamt vergebe ich 3,5 Sterne für diesen bezaubernden Roman, der mich in eine andere Zeit entführt und mir die Herzen zweier junger Menschen so nahegebracht hat. Für alle, die gerne amerikanische Geschichten übers Erwachsenwerden lesen, ist “Es war einmal in Brooklyn” definitiv ein Blick wert!

    11. März 2025

  • judikos_welt
    judikos_welt

    261 Follower

    5,0

    Ein neuer Roman der Autorin, wie toll und den möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, weil mir der Vorgänger schon so gut gefiel. ⁣ ⁣ 𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩:⁣ ⁣ Immer wieder kommt es zu regionalen Stromausfällen auf der ganzen Welt.⁣ Am 13.07.1977 war, z.B. New York, 25 Stunden ohne Strom. Die Autorin selbst hat diesen echten Blackout als kleines Kind miterlebt und empfand den mehr als aufregend. Die ganze Nacht wach bleiben und jede Menge Eis essen, weil es sonst geschmolzen und verdorben wäre. Doch während die einen daraus ein Fest machten und auf den Straßen tanzten, verschmilzt an dieser Stelle die Realität zu einer erfundenen Geschichte, in der sich das Leben zweier Teenager, in genau dieser einen Nacht, mit einem Schlag verändert. ⁣ Juliette und David, die sich seit Kindheitstagen kennen, für sie wird nichts mehr so sein, wie es einmal war... ⁣ ⁣ 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣ ⁣ Mit dieser "Coming of Age Geschichte" konnte mich Syd Atlas wieder komplett überzeugen. Auch ihr erster Roman "Mein Jahr ohne Worte" war ein Highlight für mich. Wobei der sich aber darin unterscheidet, dass es sich dabei um eine wahre Geschichte der Autorin handelt. Hier ist es, bis auf die Tatsache, dass es den besagten Blackout tatsächlich gab, eine rein erfundene Story. ⁣ ⁣ Schon zu Beginn, ist mir aber gleich wieder ihr genialer Schreibstil aufgefallen. Z.B beschreibt sie Szenarien, die in der Zukunft liegen, durch den "allwissenden Erzähler" und gestaltet die Story damit nicht nur spannend, sondern verleitet auch einen dazu, immer weiterlesen zu wollen. ⁣ Dabei erzählt sie ihre Geschichten stets unverblümt und schonungslos. Ehrlich gesagt, haut sie ganz schön raus. Den einen oder anderen könnte das evtl schockieren, ich aber mag das total. Für mich ein Wiedererkennungsmerkmal.⁣ Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam, vor allem aber berührend. ⁣ Juliette und David, zwei Protagonisten, die es einem nicht immer leicht machen zu gefallen und gleichzeitig ist man aber sehr nah an ihnen dran. Immer wieder mal hatte ich Gefühle, wie bei dem Film "My girl", wo einige Tränen geflossen sind. ⁣ Hier sind die Dämme am Ende gebrochen, nachdem Trauer, Wut, Verzeiflung von Hoffnung und neuen Chancen abgelöst wurden. Ein perfektes Ende wie ich finde. ⁣ Von einigen Szenen, womit die Autorin einen gleich zu Beginn anteasert, hätte ich gerne mehr erfahren. Ohnehin hätte das Buch gerne auch noch etwas länger sein dürfen, wobei ich es kurz, knackig und auf dem Punkt gebracht, eigentlich auch sehr mag. ⁣ ⁣ 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣ ⁣ Eine Coming of Age Story, die mich berührt hat. Schonungslos und unverblümt erzählt. ⁣ Ich behalte die Autorin im Blick und würde auch ihr nächstes Buch wieder lesen. ⁣ Absoluter Lesetipp!⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣

    10. Apr. 2023

3 von 49 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Syd Atlas

Syd Atlas wurde in Brooklyn, New York, geboren. Sie studierte Theaterwissenschaften an der Brown University und begann wenig später, als Schauspielerin zu arbeiten und Soloprogramme zu schreiben. Mitte der 1990er-Jahre zog sie nach Berlin. Seit mehr als zehn Jahren coacht Atlas als Rhetorik- und Kommunikationstrainerin Manager. Nebenbei moderiert sie Diskussionsrunden auf der Frankfurter Buchmesse sowie das Books-at-Berlinale-Event der Internationalen Filmfestspiele. Syd Atlas lebt und arbeitet in Berlin. Im Jahr 2020 erschien ihr erstes Buch "Das Jahr ohne Worte".

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