Blick ins Buch

Romane

Das Marmorbild

3,2(70)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Ein junger Edelmann namens Florio trifft auf dem Weg in die Stadt Lucca den Sänger Fortunato. Am Abend gehen beide auf ein rauschendes Fest in Lucca, wo Florio sich in die schöne Bianka verliebt. Hier lernt Florio auch den dunkler Ritter Donati kennen. Als Florio spät in seiner Herberge keinen Schlaf findet, schleicht er sich aus der Herberge in die mondbeschienene Landschaft und entdeckt einen wie verzaubert daliegenden Park. Darin sieht er das Marmorbild der Göttin Venusm das eine tiefe Wehmut in ihm hervorruft. Am nächsten Morgen sucht Florio abermals den geheimnisvollen Park auf, findet diesen aber in fröhlich, alltäglichem Betrieb und statt des Marmorbilds eine singende Edelfrau. Florio versucht die Identität der schönen Edelfrau herauszubringen und gerät dabei immer tiefer in ein irritierendes Spiel von Schein und Wirklichkeit. Immer tiefer gerät Florio in den Bann der schönen Dame und die sie umgebenden Trugbilder, die ihn zuletzt so sehr erschrecken, das er beschließt aus Lucca abzureisen. Eichendorffs Novelle zählt zu den schönsten der romantischen Epoche. Sie lebt von ihren empfindsamen und phantasievollen Naturbeschreibungen "Es rauschen die Wälder, schlagen die Nachtigalle, plätschern die Brunnen und blitzen die Ströme". Und wie im „Taugenichts“ finden sich auch hier wieder zahlreiche der schönsten Gedichte Eichendorffs. Enthält neben dem Text, Glossar und Kurzbiografie.

Editionen (22)

ISBN9783938230466
VerlagHörGut! Verlag
Erscheinungsdatum31.10.11
Seitenzahl36

Rezensionen & Bewertungen

70 Bewertungen

12 Rezensionen

3,2

Tippen zum Filtern

  • ankeliest
    ankeliest

    63 Follower

    4,0

    Was in der Romantik die Statue war, die den jungen Mann vom rechten Weg abbringt und ihn in eine Traumwelt verführt, wäre heute ein Ki Account auf social Media. Spannend die alte Novelle und ihr Verwirrspiel so zu lesen.

    23. Aug. 2025

  • kamuwari
    kamuwari

    2 Follower

    4,0

    Das Buch musst ich im Abi lesen. Schreibstil ist im stressigen Altdeutsch und Story mittelmäßig (was vielleicht daran liegt das es sein erstes veröffentlichtes Werk ist). Das Gute ist das es recht kurz ist und alle Klischees über die Literatur der Epoche der Romantik in sich vereint. ABER VIEL INTRESSANTER IST WAS ZWISCHEN DEN ZEILEN STEHT. Den der männliche Hauptcharakter Florio hat defintiv Gefühle für sein Mentor und Idol Fortunato. Und dieser scheint ihm auch nicht abgeneigt zu seien wenn man sich das gegenseitige Angeschmachte auf den ersten Seite durchliest. Als Donati auftaucht (jemand der vorgibt aus Florios Heimat zu sein und Florio versucht mit der bösen Venus bekannt zu machen) entbrannt ein heftiger Eifersuchtskampf zwischen ihm und Fortunato. Letzterer "rettet" dann Florio als er kurz davor ist (und ich meine wirklich kurz davor) ist von Venus verführt zu werden. Natürlich nur weil sich einer sündigen Frau hinzugeben ganz ganz schlimme Konsequenzen gehabt hätte aber NA JA ICH WEIß JA NICHT. Vielleicht war auch jemand wirklich nur fett eifersüchtig. Aber am Ende schien dem Autor einzufallen, das es nicht unbedingt angesagt ist im 19.Jhd, zwei Männer glücklich und zufrieden in den Sonnenuntergang reiten zulassen. Darum wirft er auf den letzten beiden Seiten eine weibliche love intrest namens Bianca ein, die vorher überhaupt nicht relevant war und die in der gesamten ersten Hälfte des Buches nur mit "das Blumenmädchen" beschrieben wird. Ich könnte noch länger darauf eingehen das als am Ende des Buches, Florio die wahre Schönheit Bianca erkennt, sie als Junge verkleidet ist (vorher fand er sie ganz nett aber aufeinmal ist sie wunderschön). Aber lassen wir das. Als Florio und Bianca dann glücklich und zufrieden in den Sonnenuntergang reiten, kommt Fortunato übrigens mit. Mann kann also auf ein Happy End mit den beiden hoffen. Oder den dreien. Wir diskriminieren hier nicht. Fazit: Das Buch ist so queer wie es eine Novelle aus dem 19.Jhd. von einem katholischen Autor sein kann. Ich fand es äußert amüsant durchzulesen und darum klare 4 von 5 Sternen.

    13. Jan. 2024

  • ameliefis
    ameliefis

    9 Follower

    3,5

    Zauberhafter Klassiker✨

    Ich habe das Marmorbild als Lektüre im Zuge des Deutschunterrichts lesen „müssen“. Darüber bin ich sehr froh, denn ansonsten wäre ich wahrscheinlich nicht zu dem Buch gekommen. Obwohl es Anfang des 19. Jhdts. veröffentlicht worden ist, ließ es sich leicht lesen und ich bin geradezu durch die Seiten geflogen. Die traumhafte, verzauberte Atmosphäre Italiens wird wunderschön beschrieben und lässt den Leser beginnen zu träumen. Auch aufgrund der Kürze der Novelle würde ich das Marmorbild auch den Lesern ans Herz legen, die in die Welt der Klassiker einsteigen wollen.📚

    5. Feb. 2025

3 von 12 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick