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Romane

Professor Unrat

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Über das Buch

Professor Unrat, der bürgerlich Raat heißt, ist an seinem Gymnasium ein gefürchteter Lehrer, Pedant und Moralapostel, selbst vor Anzeigen schreckt Unrat nicht zurück. Als der Schüler Lohmann die Bekanntschaft der Barfußtänzerin Rosa Fröhlich macht, will ihn Unrat vor Ort im Spelunkenmilieu überführen, verfällt der Dame aber bald selbst. — Heinrich Manns Schulsatire schildert ein Schulsystem, das von Willkür und Repression geprägt ist und karikiert in Unrats Wandlung die Doppelmoral des wilhelminischen Bildungsbürgertums. — Der Abdruck folgt textgenau den Gesammelten Werken von 1925.

Editionen (43)

ISBN9783911717182
VerlagDromedar Verlag
Erscheinungsdatum10.08.26
Seitenzahl198

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

14 Rezensionen

3,4

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  • katinkaminka
    katinkaminka

    96 Follower

    4,0

    Aus dem Leben eines Menschenfeindes

    Dieses Buch hat mir - traun fürwahr - erstaunlich gut gefallen. Nur zum Ende hin zog es sich leider... da ging dann auch mein Mitgefühl (oder eher Mitleid) für Unrat flöten. Unrat- oder eigentlich Herr Professor Raat - hasst eigentlich jeden. Jeden Schüler mit dem er es je in seiner langen Laufbahn als Lehrer zu tun bekommen hat. Sie alle haben sich was (echtes oder eingebildetes) zu Schulden kommen lassen und an allen gehört Rache geübt. Das klappt eher schlecht als recht bis das Fräulein Künstlerin Fröhlich unverhofft in sein Leben tritt bzw. er in ihrs und er sich dort unersetzlich und ziemlich breit macht. Die Künstlerin Fröhlich ist so ein unerhört buntes und außergewöhnliches Geschöpf dass jeder ein kleines (oder größeres) Stückchen von ihr abbekommen möchte und Unrat beschützt sie zunächst wie Gollum seinen Ring. Bis er merkt, dass er all diese Männer, die auch fast alle seine ehemaligen Schüler waren, durch die Künstlerin Fröhlich ins Verderben stürzen und ultimativ Rache üben kann. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf und die Stadt verfällt ins Chaos...

    2. Feb. 2026

  • notizhefte
    notizhefte

    68 Follower

    4,0

    Erneuter Reread. Auch heute wieder gemischte Gefühle, v.a. ob der Skizzenhaftigkeit mancher Teile,

    20. Jan. 2026

  • jochenstein81
    jochenstein81

    71 Follower

    4,0

    Ein kurzweiliger Klassiker

    ...insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, wobei "Der Untertan" besser ist. Am Ende habe ich etwas den Faden verloren, aber wer Bücher der Familie Mann mag, ist hier richtig.

    6. Juli 2024

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Heinrich Mann

Luiz Heinrich Mann, geboren 1871, wuchs in großbürgerlichen Verhältnissen auf, sein Vater Thomas Johann Heinrich Mann war Kaufmann, Reeder, Konsul und Senator, seine Mutter Julia da Silva-Bruns war die Tochter eines nach Brasilien ausgewanderten Kaufmanns. Ab 1894 veröffentlichte er zum Teil gesellschaftskritische Literatur; bekannt wurde er vor allem durch die Romane ›Professor Unrat‹ (1905) und ›Der Untertan‹ (1918). Mann engagierte sich für Republik und Demokratie, betrieb Kulturpolitik und wurde 1931 Präsident der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste. — Im Februar 1933 wurde er aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, seine Werke wurden öffentlich verbrannt und aus Bibliotheken und Büchereien entfernt, im August 1933 wurde er ausgebürgert. Mann emigrierte zunächst nach Frankreich, dann in die USA, wo er fast mittellos in Los Angeles und Santa Monica lebte, teils mit Unterstützung durch seinen Bruder Thomas. 1949 wurde er in der neu gegründeten DDR zum Präsidenten der Akademie der Künste gewählt, starb aber im März 1950 im US-amerikanischen Exil in Santa Monica.

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