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Romane

Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen

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Über das Buch

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Mit der Geschichte vom Ende des tyrannischen Gymnasialprofessors Raat, deren Verfilmung mit Emil Jannings und Marlene Dietrich unter dem Titel ›Der blaue Engel‹ zu einem der großen Welterfolge des deutschen Kinos wurde, gelang Heinrich Mann bereits im Jahr 1905 eine meisterhafte Karikatur der Wilhelminischen Zeit. Ähnlich wie sein Roman ›Der Untertan‹ gilt auch diese frühe Spießer-Satire als hellsichtige Vorwegnahme deutscher Tyrannei nach 1933. Darüber hinaus aber ist ›Professor Unrat‹ auch einer der ersten Lehrer- und Campusromane und weist auf Meisterwerke wie Nabokovs ›Lolita‹ oder Philip Roths ›Der menschliche Makel‹ voraus.

Editionen (43)

ISBN9783104002958
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum17.11.11
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

14 Rezensionen

3,4

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  • katinkaminka
    katinkaminka

    96 Follower

    4,0

    Aus dem Leben eines Menschenfeindes

    Dieses Buch hat mir - traun fürwahr - erstaunlich gut gefallen. Nur zum Ende hin zog es sich leider... da ging dann auch mein Mitgefühl (oder eher Mitleid) für Unrat flöten. Unrat- oder eigentlich Herr Professor Raat - hasst eigentlich jeden. Jeden Schüler mit dem er es je in seiner langen Laufbahn als Lehrer zu tun bekommen hat. Sie alle haben sich was (echtes oder eingebildetes) zu Schulden kommen lassen und an allen gehört Rache geübt. Das klappt eher schlecht als recht bis das Fräulein Künstlerin Fröhlich unverhofft in sein Leben tritt bzw. er in ihrs und er sich dort unersetzlich und ziemlich breit macht. Die Künstlerin Fröhlich ist so ein unerhört buntes und außergewöhnliches Geschöpf dass jeder ein kleines (oder größeres) Stückchen von ihr abbekommen möchte und Unrat beschützt sie zunächst wie Gollum seinen Ring. Bis er merkt, dass er all diese Männer, die auch fast alle seine ehemaligen Schüler waren, durch die Künstlerin Fröhlich ins Verderben stürzen und ultimativ Rache üben kann. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf und die Stadt verfällt ins Chaos...

    2. Feb. 2026

  • notizhefte
    notizhefte

    68 Follower

    4,0

    Erneuter Reread. Auch heute wieder gemischte Gefühle, v.a. ob der Skizzenhaftigkeit mancher Teile,

    20. Jan. 2026

  • jochenstein81
    jochenstein81

    71 Follower

    4,0

    Ein kurzweiliger Klassiker

    ...insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, wobei "Der Untertan" besser ist. Am Ende habe ich etwas den Faden verloren, aber wer Bücher der Familie Mann mag, ist hier richtig.

    6. Juli 2024

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Heinrich Mann

Heinrich Mann, 1871 in Lübeck geboren, begann nach dem Abgang vom Gymnasium eine Buchhhandelslehre, 1891/92 volontierte er im S. Fischer Verlag. Heinrich Mann hat Romane, Erzählungen, Essays und Schauspiele geschrieben. 1933 emigrierte er nach Frankreich, später in die USA. 1949 nahm er die Berufung zum Präsidenten der neu gegründeten Akademie der Künste in Ost-Berlin an, starb aber 1950 noch in Santa Monica/Kalifornien.

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