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Die Glut

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Über das Buch

Ein ungarisches Schloß am Fuße der Karpaten - einst friedlicher Ort festlicher Soireen, der die Grandezza des österreichisch-ungarischen Reiches atmete. Jetzt bezeugen blinde Spiegel und zerschlissene Tapeten den Verfall einer Epoche. Einige Diener für das Notwendigste sind ihnen geblieben, Henrik, dem General, und seiner alten Amme, mit ihm durch Erinnerungen verbunden seit 75 Jahren. Jetzt ist der Augenblick gekommen, auf den Henrik 41 Jahre gewartet hat: Konrad hat sich angekündigt, sein engster Freund aus Jugendtagen, der damals nach einem gemeinsamen Jagdausflug ans andere Ende der Welt geflohen war. Ein einziger Abend, eine Nacht, für Antworten auf die Frage, die dem General seitdem auf der Seele brennt: War Krisztina, seine damals junge, schöne und seit langem verstorbene Frau, Ursache für Konrads überstürzte Flucht?

Editionen (11)

ISBN9783899037319
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum08.09.06

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

9 Rezensionen

4,3

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  • gedanken_freude
    gedanken_freude

    68 Follower

    5,0

    Hier treffen wenig Handlung auf viel gedankliche Tiefe. Reflexionen über Freundschaft, Liebe, Verrat und Betrug und die Frage, was uns als Menschen am Leben erhält. Manchmal musste ich ein Auge zudrücken, das Buch wurde 1942 veröffentlicht und das merkt man hin und wieder an der Gedankenwelt. Dennoch ein großartiger Roman.

    9. Apr. 2025

  • henvondra
    henvondra

    79 Follower

    4,0

    Starkes literarisches Stück, mitunter aber zäh

    Nach 41 Jahren steht Henriks innigster Freund aus Kindheits- und Jugendtagen Konrád plötzlich wieder vor seiner Tür. Henrik, ein reicher und angesehener General, empfängt ihn in seinem Schloss. Lange musste er auf diesen Moment warten. Warum war Konrád damals einfach verschwunden? Hatte er wirklich versucht ihn umzubringen? Hatte er wahrhaftig eine Affäre mit Henriks Frau Krisztina? Der vorliegende Roman muss zweigeteilt betrachtet werden. Bevor die alten Freunde wieder aufeinandertreffen wird die Geschichte der beiden erzählt. Dieser Part ist fesselnd, weil es Márai gelingt, eine Freundschaft zweier gänzlich unterschiedlicher Menschen in all ihren Widersprüchen zu skizzieren. Gespannt habe ich darauf gelauert, wie diese Freundschaft auseinandergehen kann. 41 Jahre später, und nun sind wir im zweiten Teil des Buchs, treffen die beiden jetzt alten Männer wieder aufeinander. Nun folgen wir einem Kammerspiel. Die gespannte Erwartung auf einen klärenden Dialog wird enttäuscht und es ergießt sich der längste Monolog meiner persönlichen Leseerfahrung. Der Leseflow aus dem ersten Teil gerät gehörig ins Hinken. Immer wieder denke ich über einen Abbruch nach. „Will der mich verarschen?“-Gedanken auf jeder dritten Seite. Henrik sitzt am Kamin und textet sein Gegenüber an die Wand: unsympathisch, repititiv und redundant. Jetzt habe ich das Buch beendet, jetzt ist alles rund, jetzt ist irgendwie auch alles ziemlich genial ausgeklügelt, was hat der Autor mich am Nasenring durch die Monolog-Manege gezogen und mich im Sand liegen lassen. Ein starkes literarisches Stück, was trotz weniger Seiten echt Geduld braucht und auf das man sich besonders einlassen muss. Ich kann hier eigentlich keine Sterne vergeben, weil ich von 1-5 alles vergeben könnte, je nachdem an welchem Punkt der Reflexion ich gerade stehe… 4 sind es geworden, weil ich es im Endeffekt für sehr lesenswert und literarisch besonders halte.

    29. März 2024

  • woerterkatze
    woerterkatze

    75 Follower

    2,0

    "Die Glut" von Márai, ein historischer Roman aus der K.u.K.-Zeit, konnte mich trotz eines famosen Beginns nicht überzeugen. Die melodische Sprache konnte den trostlosen Monolog zum Ende hin nicht übertünchen.

    23. Jan. 2024

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Sándor Márai

Sándor Márai wurde am 11. April 1900 in Kaschau am Fuße der Karpaten geboren. Seine Eltern, die dem traditionsbewußten Bürgertum angehörten, sahen für ihn eine Laufbahn als Anwalt vor, doch wechselte er schon bald die Fakultät und studierte Philologie. 1918 erschien sein erster Gedichtband. Nach dem ersten Weltkrieg lebte Márai als Student und literarischer Feuilletonist in Deutschland und Paris. 1928 kehrte er in die ungarische Heimat zurück und erlebte dort in den dreißiger Jahren eine Zeit größter Schaffenskraft und literarischer Erfolge. Vor dem kommunistischen Regime floh er 1948 immer weiter in den Westen, lebte in der Schweiz, in Italien und in Amerika. Sein Schicksal als heimatloser Dichter hat ihn tief verbittert. Nach dem Tod seiner Ehefrau Ilona nahm Márai sich im Februar 1989 in San Diego, Kalifornien, das Leben.

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