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Ein großartiges Buch - absolutes Highlight !
Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt und 'habe mit Estela gelitten'. Die "Pointe", der Tod des kleinen Mädchens, wird quasi vorweggenommen- doch büßt der lange, eindringliche Monolog Estelas dadurch nichts an Spannung ein. Estela, Hausangestellte in Chile, scheint des Mordes verdächtig zu sein und polizeilich verhört zu werden. Eindringlich verschafft sie sich Gehör, spricht den Leser, ihr "Publikum" direkt an -( m.E. ein genialer stilistischer Schachzug, der den Roman u.a. so besonders macht) und berichtet über den harten, trostlosen Alltag, den sie stoisch meistert, ohne von den bornierten, gefühlskalten Hausherren tatsächlich als Mensch wahrgenommen zu werden. Man wundert sich, was diese Frau in den sieben Jahren in diesem wohlsituierten Haushalt erträgt, wie sie Demütigungen erduldet den Tod der Mutter und des geliebten Straßenhundes verkraften muss ... ohne jemals emotionale Ansprache, geschweige denn Wertschätzung oder respektvolle Zuneigung zu erhalten. Ihr einziger Rückzugsort, ist eine winzige, von der Küche abgetrennte Kammer - ein alter Fernseher die einzige Zerstreuung. Obwohl sie aus einfachen ärmlichen Verhältnissen stammt, scheint sie klar zu erkennen, welche Fehler die karrieresüchtige, frustrierte Mutter und der autoritäre, und was die Tochter betrifft , krankhaft ambitionierte Vater machen. Das Mädchen wird zunehmend verstörter, störrischer und verzweifelter ...das tragische Ende unvermeidbar... Doch die Frage, ob man am Ende Estelas Ausführungen glaubt und von ihrer Unschuld überzeugt ist, bleibt m.E. offen. Ich für meinen Teil, bin von Estelas Plädoyer überzeugt !

27. Sept. 2025
Ein großartiges Buch - absolutes Highlight !
Ich habe das Buch von der ersten Seite an geliebt und 'habe mit Estela gelitten'. Die "Pointe", der Tod des kleinen Mädchens, wird quasi vorweggenommen- doch büßt der lange, eindringliche Monolog Estelas dadurch nichts an Spannung ein. Estela, Hausangestellte in Chile, scheint des Mordes verdächtig zu sein und polizeilich verhört zu werden. Eindringlich verschafft sie sich Gehör, spricht den Leser, ihr "Publikum" direkt an -( m.E. ein genialer stilistischer Schachzug, der den Roman u.a. so besonders macht) und berichtet über den harten, trostlosen Alltag, den sie stoisch meistert, ohne von den bornierten, gefühlskalten Hausherren tatsächlich als Mensch wahrgenommen zu werden. Man wundert sich, was diese Frau in den sieben Jahren in diesem wohlsituierten Haushalt erträgt, wie sie Demütigungen erduldet den Tod der Mutter und des geliebten Straßenhundes verkraften muss ... ohne jemals emotionale Ansprache, geschweige denn Wertschätzung oder respektvolle Zuneigung zu erhalten. Ihr einziger Rückzugsort, ist eine winzige, von der Küche abgetrennte Kammer - ein alter Fernseher die einzige Zerstreuung. Obwohl sie aus einfachen ärmlichen Verhältnissen stammt, scheint sie klar zu erkennen, welche Fehler die karrieresüchtige, frustrierte Mutter und der autoritäre, und was die Tochter betrifft , krankhaft ambitionierte Vater machen. Das Mädchen wird zunehmend verstörter, störrischer und verzweifelter ...das tragische Ende unvermeidbar... Doch die Frage, ob man am Ende Estelas Ausführungen glaubt und von ihrer Unschuld überzeugt ist, bleibt m.E. offen. Ich für meinen Teil, bin von Estelas Plädoyer überzeugt !
27. Sept. 2025








