Blick ins Buch

Romane

Holzfällen

4,2(53)
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Über das Buch

Er hatte sich geschworen, diese Leute nie wieder zu sehen. Und doch: Er läuft ihnen direkt über den Weg. Und doch: Er schafft es nicht, die Einladung zum künstlerischen Abendessen abzulehnen. Und so sitzt der Erzähler des Abends im Ohrensessel der Musikerfamilie Auersberger und steigert sich in eine Schimpftirade, in der er mit Unerbittlichkeit und Schonungslosigkeit gegen Mittelmaß und Dilettantismus wettert.

Holzfällen wurde zum Skandalroman der 80er Jahre. Durch einstweilige Verfügung in Österreich verboten, avancierte der Roman zum Bestseller. In Thomas Holtzmanns Lesung stellt er sich als das dar, was er ist: ein literarisches Meisterwerk.

(7 CDs, Laufzeit: 7h 50)

Editionen (8)

ISBN9783895849497
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum13.02.03

Rezensionen & Bewertungen

53 Bewertungen

7 Rezensionen

4,2

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  • bucher_michele
    bucher_michele

    48 Follower

    5,0

    Ich kenne niemanden, dem ich dieses Buch empfehlen kann. Aber es ist grossartig: 👍👍👍👍👍

    Das 1984 erschienene Werk von Thomas Bernhard ist eine Abrechnung mit der damaligen Wiener Kunstszene - und ein Werk, das ein immenses öffentliches Echo auslöste und ein Verkaufsverbot provozierte: eine Erregung. Die Geschichte an sich ist so simpel wie bestechend: Der Ich-Erzähler beschreibt auf 320 Seiten die Grausamkeit einer Wiener Abendgesellschaft, in die er aus Versehen geraten und aus der er wegen eines Burgtheater-Schauspielers, der zu später Stunde erwartet wird, nicht entfliehen kann. Fast den ganzen Abend verbringt der Erzähler auf einem Ohrensessel, der Abend zieht sich in die Länge, wie auch das erste (und einzige!) Kapitel dieser grossartigen, an Misanthrophie kaum zu überbietenden Geschichte. Es denkt mit dem Erzähler und mit der Leserin, die Ambivalenz, der Frust, die Ausweglosigkeit und die Erschöpfung sind auf eine fantastische Weise spürbar. Das Buch macht keine gute Laune. Aber gute Gedanken.

    16. Apr. 2026

  • jochenstein81
    jochenstein81

    71 Follower

    5,0

    Mein erster Thomas Bernhard, aber nicht mein Letzter!

    Noch nie einen Thomas Bernhard gelesen, aber gleich begeistert gewesen. Tolle Art zu schreiben, interessante Story! Tipp: Das Hörbuch ist Klasse!

    2. Okt. 2023

  • vaya
    vaya

    12 Follower

    4,5

    Sprachlich grandios und ein intensives Leseerlebnis. Man wir direkt hineingezogen in den erregten Monolog über Doppelmoral, Liebe, Ausbeutung und Hass und kann es schwer wieder zur Seite legen

    30. März 2024

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Thomas Bernhard

Thomas Bernhard wurde 1931 als unehelicher Sohn einer Haushaltsgehilfin und eines Tischlergesellen in Heerlen/Holland geboren. Er wuchs - zunächst bei den Großeltern - in Österreich auf, machte eine Kaufmannslehre in einem Lebensmittelgeschäft und nahm Musik- und Gesangsunterricht. 1949 erkrankt Bernhard an einer schweren Rippenfellentzündung. Während seiner monatelangen Krankenhaus- und Sanatoriumsaufenthalte begann Thomas Bernhard intensiv zu lesen und zu schreiben. 1950 erscheinen in Zeitungen erste Prosa-Texte Bernhards. Auf Vermittlung Carl Zuckmayers wird er zunächst Journalist und Gerichtsreporter und veröffentlicht erste Lyrikbände. Sein erster Roman "Frost" wird 1963 im Insel-Verlag veröffentlicht. Es folgen weitere Werke des Autors wie z.B. "Verstörung" (1966), "Das Kalkwerk" (1970), "Gehen" (1971), "Korrektur" (1975), "Der Stimmenimitator" (1978) u.v.a. An den Spätfolgen seiner Lungenerkrankung stirbt Thomas Bernhard 1989 in Gmunden.

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