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Streiten

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Über das Buch

"Sich zu streiten heißt, Unversöhnlichkeit zuzulassen." Svenja Flaßpöhler gilt als streitlustig, als jemand, die gerne angreifbare Positionen vertritt. Doch in ihr wohnt eine ganz andere Erfahrung: die eines Trennungskinds, das mit der Angst vor Streit und Eskalation aufgewachsen ist. In ihrem persönlich-philosophischen Essay zeigt sie, dass über das Streiten nachzudenken vor allem heißt, sich von Illusionen zu befreien. Ein Streit ist kein herrschaftsfreier Diskurs, sondern es geht um Macht: Vernichtung ist immer als Möglichkeit präsent. Gleichzeitig ist es gerade der Streit in seiner Unversöhnlichkeit, der uns vorantreibt und Veränderung bewirkt. Svenja Flaßpöhler liefert mit dieser Autorinnenlesung ein flammendes Plädoyer für Lebendigkeit, Mut und den Eros des Ringens.

Editionen (2)

ISBN9783864848360
VerlagTacheles!
Erscheinungsdatum23.09.24

Rezensionen & Bewertungen

77 Bewertungen

14 Rezensionen

2,9

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  • asenayla
    asenayla

    94 Follower

    1,0

    Eine spannende Metapher, ansonsten wenig überzeugend

    Mh. Also insgesamt ich es eher schwierig zu lesen. Viele Gedanken und Erklärungen wirkten auf mich etwas wirr und waren nicht immer leicht nachzuvollziehen. Dadurch fiel es mir schwer, dem roten Faden zu folgen, und das Buch konnte mich insgesamt nicht besonders fesseln. Besonders gut gefallen hat mir allerdings die Metapher über den Streit, die den Gegensatz zwischen einer starken Eiche und einem biegsamen Schilfrohr als Sinnbild beschreibt. Das Bild machte anschaulich deutlich, dass sowohl Starrheit als auch übermäßige Nachgiebigkeit ihre Nachteile haben. Dieses Beispiel war für mich verständlich, einprägsam und regte zum Nachdenken an. Abgesehen davon hat sich mir der Inhalt des Buches leider nicht wirklich erschlossen. Insgesamt konnte es mich weder inhaltlich noch sprachlich überzeugen.

    1. Juli 2026

  • julsico
    julsico

    77 Follower

    4,5

    Schweigen oder Streiten?

    Was bedeutet es eigentlich, professionell zu streiten? Diese Frage habe ich mir vor der Lektüre des Essays von Svenja Flaßpöhler noch nie so direkt gestellt - und somit viel über eine der wichtigsten Gesprächsformen der Menschheit gelernt. Nicht nur die Herleitung des Streitbegriffs und des Verständnisses eines philosophisch „gelungenen“ Streits waren erhellend, sondern auch und vor allem die Frage danach, wie sich die Streitkultur im 21. Jahrhundert entwickelt hat. Denn es ist kaum beSTREITbar, dass Konflikte zunehmend feindseliger und immer weniger konstruktiv und im Sinne einer richtigen Streitdebatte geführt werden. Flaßpöhler lehnt sich insbesondere bei ihren politischen Thesen schonmal weit aus dem Fenster und erntet dafür vielleicht nicht nur Verständnis - im Sinne des Streitbegriffs konnte ich ihre Sicht auf einige Themenfelder aber gedanklich gut nachvollziehen. Trotzdem wurde die für mich drängendste - sogleich aber auch schwierigste Frage zum Thema - nur teilweise beantwortet. Denn wie geht man mit Personen oder Gruppen um, die sich ganz offen gegen eine kultivierte Streitkultur stellen - nicht streiten, sondern diffamieren und vernichten wollen? Sollte man angesichts dieser Entwicklungen nicht eher schweigen statt streiten? Diesem Problem sieht auch die Autorin ins hässliche Gesicht und kann keine Lösung, jedoch unterschiedliche philosophische Perspektiven gegenüberstellen. Ich werde auf jeden Fall ab nun anders auf Streitgespräche schauen und vielleicht auch mal kontern, wenn jemand sagt „Streitet euch doch nicht…“

    30. Okt. 2024

  • readlikeawoman
    readlikeawoman

    82 Follower

    4,0

    Streiten von Svenja Flasspöhler Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt, weil es das Thema Streiten nicht nur beleuchtet, sondern neu denkt. Besonders spannend fand ich die Haltung der Autorin, dass jede Position auch wenn man sie selbst nicht teilt – diskutiert und von allen Seiten betrachtet werden sollte. Das hat mir sehr imponiert, weil es zeigt, wie wichtig es ist, den Diskurs offen zu halten und nicht vorschnell in Schubladen zu denken. Sehr eindrücklich war für mich auch der Einblick in das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Mir war vorher nicht bewusst, wie wenig unparteiisch dort teilweise berichtet wird. Gerade deshalb ziehe ich den Hut vor Svenja Flasspöhler: Trotz ihrer eigenen Haltung scheut sie sich nicht, die unliebsamen Seiten zu beleuchten und Meinungen Raum zu geben, die sie selbst nicht vertritt – nicht, um diese zu rechtfertigen, sondern um zu ermöglichen, dass die Leser:innen und Zuschauer:innen sich ein eigenes Bild machen können. Das ist eine Qualität, die heutzutage leider selten geworden ist, und hat mir wirklich die Augen geöffnet. Einziger Kritikpunkt für mich war, dass die historischen Hintergründe zum Thema Streit an manchen Stellen sehr philosophisch geraten und für meinen Geschmack etwas kürzer hätten ausfallen dürfen. Dennoch bleibt das Buch insgesamt spannend, hochinteressant und absolut bereichernd. Es hat mich inspiriert, noch neutraler an Diskussionen heranzugehen und gleichzeitig kritischer die Berichterstattung zu hinterfragen. ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

    27. Aug. 2025

3 von 14 Rezensionen

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