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Romane

Die Geschwister

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Über das Buch

Die große Neuausgabe eines der meistdiskutierten Bücher der DDR-Literatur Das Sensationsbuch erstmals so, wie die Autorin es schrieb Eine junge Frau wird von ihrem Bruder getrennt, als dieser beschließt, in den Westen zu gehen. Brigitte Reimanns stark autobiographisch gefärbte Geschichte machte die Tragödie der gerade vollzogenen deutschen Teilung aufs Schmerzlichste erfahrbar. 1963 erschienen, wurde der Roman sofort eines der meistdiskutierten Bücher. Vor allem viele junge Menschen erkannten in den hier endlich ausgesprochenen Konflikten ihre eigenen. Jetzt, 60 Jahre später, kann dieser seismografische Text noch einmal völlig neu entdeckt werden, dank eines glücklichen Zufallsfundes. Die freiherzigere und mutigere, zugleich reifere und klarsichtigere Neuausgabe steht symbolhaft für das viel zu kurze Leben dieser faszinierenden Schriftstellerin, die sich selbst stets treu blieb. »Brigitte Reimann gelingt es, die berauschende, unmögliche Verlockung Wirklichkeit werden zu lassen: die eigenen Ideale zu leben.« THE NEW YORKER »Wer etwas über Mut und Hingabe erfahren möchte, muss Reimann lesen. Sie zeigt uns, wie man es krachen lässt, scheitert, wieder aufsteht und neu beginnt. Brigitte Reimann ist eine Ikone - eine Pionierin weiblicher Befreiung!« CAROLIN WÜRFEL

Editionen (4)

ISBN9783863527129
VerlagHierax Medien
Erscheinungsdatum20.07.23

Rezensionen & Bewertungen

53 Bewertungen

8 Rezensionen

3,6

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  • 5,0

    Anlässlich ihres 50. Todestages erscheint der Roman „Die Geschwister“, welche nicht nur ein DDR-Roman ist, sondern zugleich auch ein Generations- und Familienroman ist, der die Zeit des geteilten Deutschlands präzise und auf einer emotional-persönlichen Figurenebene beschreibt. Ein empfehlenswerter Romanfür alle, die tiefer in die deutsche Literatur eintauchen wollen und den Zeitgeist der DDR hautnah erleben möchten.

    Bekannterweise kann der erste Satz im Roman sehr wichtig sein, da er oft als Einstiegspunkt dient, um in die Handlung einzuführen. In der Neuausgabe von Brigitte Reimanns Roman „Die Geschwister“ wirft mich der erste Satz (media in res) mitten ins Geschehen der Handlung und fesselt auf Anhieb meine ganze Aufmerksamkeit. #liebenwir Spulen wir aber erst einmal zurück und klären vorab: Wer ist Brigitte Reimann? Was hat die DDR damit zu tun? Und warum gehört das Buch zu einer literarischen Sensation, wenn es doch bereits im Jahr 1963 veröffentlich wurde? Sind wir hier eigentlich bei #dersendungmitderbüchermaus – na ja nicht ganz, aber wäre doch ein cooler Titel für eine Literatursendung, oder? Genug gequatscht. Los gehts. Die ZDF-Fernsehkritik „Das literarische Quartett“ beschrieb Brigitte Reimann am 24.04.1998 mit den Worten: „Die Autorin ist 1933 geboren und mit nicht ganz 40 Jahren an Krebs gestorben. Zu ihren Lebzeiten war sie ein Star im literarischen Leben der DDR. Sie war jung, sie war schön und sie war erfolgreich“. In einem biographischen Reimann-Roman heißt es: Die Autorin sei „leidenschaftlich und empfindsam, voller Neugier und Zweifel; angestrengt bis zur Erschöpfung arbeitend, streitbar in Auseinandersetzungen und immer auch auf der Suche nach der Liebe“. Und zu guter Letzt beschreibt eine Rezensentin Brigitte Reimann mit reißerischen Attributen: „rastlos, lebenshungrig, exzessiv, selbstzerstörerisch“. Eine geborene Femme Fatale, Skandalautorin oder auch die „schreibende Frida Kahlo des Ostens“. Kommen wir zur zweiten Frage: Was hat die DDR damit zu tun? Brigitte Reimann ist eine DDR-Schriftstellerin. Das bedeutet, dass die Autorin in der DDR gelebt und gearbeitet hat und ihre Werke in dieser Zeit entstanden sind wie bspw. „Die Geschwister“. Die Schriftsteller:innen wurden stark von der Regierung und der Partei beeinflusst. Es gab eine starke Zensur, die dafür sorgte, dass nur Bücher veröffentlich wurden, die der sozialistischen Ideologie entsprachen. Das ist mein Stichpunkt für die dritte und damit letzte Frage: Und warum gehört das Buch zu einer literarischen Sensation, wenn es doch bereits im Jahr 1963 veröffentlich wurde? Wie ihr euch bereits denken könnt, litt auch die Autorin Brigitte Reimann unter der Zensur. In ihrem wichtigsten Roman „Die Geschwister“, das zu ihren Lebzeiten erschien, erzählt die Autorin die autofiktionale Geschichte der jungen Malerin Elisabeth, die Ostern 1961 erfährt, dass auch ihr über alles geliebter zweiter Bruder in den Westen gehen will, weil er in der DDR keine Zukunft sieht. Dass das Buch in der DDR trotz Zensurverfahren überhaupt erschienen durfte, mag aus heutiger Sicht angesichts der darin enthaltenen kritischen Töne überraschen. Umso sensationeller ist der Pfund des originalen Manuskripts im Frühjahr 2022 im Keller des ehemaligen Wohnhauses der Autorin. Erstmalig ist der Literatur(wissenschaft) ein Vergleich der zensierten Fassung aus dem Jahr 1963 und der unzensierten Fassung aus dem Jahr 2023 möglich.

    22. Feb. 2023

  • blabla13a
    blabla13a

    4 Follower

    5,0

    Beeindruckendes Buch. Über zwei Geschwister in der DDR. Der Bruder der Erzählerin will in den Westen fliehen, die Schwester glaubt aber an die DDR.

    21. Okt. 2023

  • romy_reads
    romy_reads

    124 Follower

    4,0

    Nicht zu leicht zu lesen, weil sehr politisch. Dennoch sehr spannend, wie Menschen in dem damaligen Konstrukt gedacht, gefühlt, gelebt haben.

    23. Mai 2023

3 von 8 Rezensionen

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