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Romane

Die Frau am Pranger

4,8(12)
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Über das Buch

Brigitte Reimanns erster großer Erfolg – eine Liebesgeschichte, mit der sie Tabus brach.

Von ihrem Mann und der Schwägerin wird Kathrin wie ein Stück Inventar behandelt. Erst als sich eine Liebe zu dem ukrainischen Kriegsgefangenen Alexej entwickelt, der auf dem Hof mitarbeitet, während ihr Mann an der Front ist, erkennt sie ihren eigenen Wert. Auch der blinde Hass der Menschen, die sie an den Pranger stellen, kann ihr nichts mehr anhaben. Im Ringen um den geliebten Menschen wächst die junge Frau schließlich über sich hinaus. Mit diesem Roman packte Brigitte Reimann 1956 ein »heißes Eisen« der deutschen Nachkriegsliteratur an, es wurde ihr erster großer Verkaufserfolg. Unerschrocken und mutig betrachtete die junge Autorin differenziert die Rollen von Tätern und Opfern. Bis heute wirft die berührende, aufrüttelnde Geschichte Fragen nach Schuld und Verdrängung auf und darüber, wie wir mit unseren »Gegnern« umgehen.

»Das Buch ist so ein feiner, schmaler Band, aber drin steckt die geballte Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Eine einfache Erzählung, scheinbar mühelos auf Papier gebracht, die gleichzeitig voller Kraft strotzt – das ist Reimanns großes Talent: gesellschaftliche Umbrüche, Missstände und Grausamkeiten durch wenige Figuren erleb- und erfahrbar zu machen.« Carolin Würfel

Editionen (1)

ISBN9783351042394
VerlagAufbau
Erscheinungsdatum13.08.24
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

3 Rezensionen

4,8

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  • taunusleserin
    taunusleserin

    300 Follower

    4,5

    Unglaublich stark geschriebener Debütroman der nur 22-jährigen DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann aus dem Jahr 1956.

    19. Mai 2026

  • blabla13a
    blabla13a

    4 Follower

    5,0

    Schöne aber auch traurige Erzählung über die verbotene Liebe zwischen einer deutschen und eines sowjetischen Kriegsgefangen im deutschen Faschismus.

    16. Dez. 2024

  • lese_verliebt
    lese_verliebt

    335 Follower

    5,0

    Dieser schmale Roman ist eine Wucht und jetzt vielleicht mein liebstes Reimann Werk. Dass sie mit nur 22 Jahren sowas rausgehauen hat, ist einfach nur beeindruckend. Lieblingsautorin! ✨

    10. Aug. 2024

Autorin / Autor

Über Brigitte Reimann

Brigitte Reimann, geboren 1933 in Burg bei Magdeburg, war seit ihrer ersten Buchveröffentlichung, »Die Frau am Pranger« (1956), freie Autorin. Mit »Ankunft im Alltag« (1961) gab sie der »Ankunftsliteratur« ihren Namen. Ihr Roman »Die Geschwister« (1963) über die gerade vollzogene deutsche Teilung war eines der meistdiskutierten Bücher jener Zeit. Mit nur 39 Jahren starb die Autorin in Berlin-Buch an den Folgen einer Krebserkrankung.Veröffentlichungen: »Ankunft im Alltag« (1961), »Die Geschwister« (1963), »Das grüne Licht der Steppen. Tagebuch einer Sibirienreise« (1965), »Franziska Linkerhand« (1974). Außerdem die Briefwechsel mit Christa Wolf, »Sei gegrüßt und lebe. Eine Freundschaft in Briefen 1964-1973« (1993), mit Hermann Henselmann, »Mit Respekt und Vergnügen« (1994), »Aber wir schaffen es, verlaß Dich drauf. Briefe an eine Freundin im Westen« (1995) und mit Irmgard Weinhofen, »Grüß Amsterdam. Briefwechsel 1956-1973« (2003), sowie die Tagebücher »Ich bedaure nichts. Tagebücher 1955-1963« (1997) und »Alles schmeckt nach Abschied. Tagebücher 1964-1970 (1998); »Ich bedaure nichts. Mein Weg zur Schriftstellerin 1955 bis 1970« (Neuausgabe 2023). Aus dem Nachlass: »Das Mädchen auf der Lotosblume. Zwei unvollendete Romane« (2003). Zuletzt erschienen »Jede Sorte von Glück. Briefe an die Eltern« (2008), »Post vom schwarzen Schaf. Geschwisterbriefe« (2018) und »Katja. Erzählungen über Frauen« (2024).

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