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Über das Buch

Ein Roman über das Echo von Gewalt, über strukturelles Versagen - und darüber, wie eine Gemeinschaft ins Wanken gerät, wenn ein Femizid alles erschüttert. Erzählt aus mehreren Perspektiven entfaltet sich das Panorama einer Familie im Ausnahmezustand und einer Gesellschaft, die dem strukturellen Kern der Gewalt noch immer ausweicht.

Die neunjährige Maja wächst in einer zerrütteten Familie auf - ein tyrannischer Vater, eine liebevolle, aber unterdrückte Mutter, dazwischen viel Schweigen und Dinge, die ihr keiner erklärt. Als Frank, Majas Vater, ihre Mutter tötet, reißt er ein Loch in die Welt - für Maja, aber auch für alle anderen, die zurückbleiben.
Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war: Zwischen Trauer, Sorgerechtsstreit und Bürokratie wird Maja zum Spielball und verliert inmitten von Anträgen und Zuständigkeiten ihre Familie, ihr Zuhause, das Gefühl von Sicherheit und die Gewissheit, zu wem sie gehört.
Ihre Patentante Liv wird Majas einziger Lichtblick: Liv arbeitet als Astrophysikerin und begeistert Maja für die Wunder des Universums. Gleichzeitig ringt sie mit eigenen Unsicherheiten, alten Ängsten und der Überforderung, plötzlich Verantwortung übernehmen zu müssen. Und doch wachsen Liv und Maja zusammen: beim Blick durchs Teleskop und beim Versuch, im endlosen Weltraum Antworten zu finden, die ihnen niemand sonst geben kann.

Die erste Auflage erscheint exklusiv mit wunderschönem Farbschnitt

Editionen (2)

ISBN9783847902232
VerlagEichborn
Erscheinungsdatum31.10.25
Seitenzahl432

Merkmale

12 Bewertungen

VerstörendNachdenklichTraurigGlaubwürdigHerzerwärmendSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

1077 Bewertungen

263 Rezensionen

4,7

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  • benjischwenki
    benjischwenki

    905 Follower

    5,0

    Ich habe das Buch gestern beendet und musste es erst sacken lassen. Es hat mich so sehr aufgewühlt und vor allem wütend gemacht, so dass mir nicht nur vor Mitgefühl sondern auch oft Wut die Tränen gekommen sind ! 😢 Durch die Protokolle hat man das Gefühl in der Realität zu sein und spürt die Ohnmacht z. B. beim Sorgerechtsprozess mit aller Wucht. Bücher können wirklich viel bewirken ! Mir war nicht bewusst, wie die Brutalität gegenüber Frauen in Krimis und True Crime genutzt werden, um bestimmte Effekte zu erzielen und ich werde jetzt viel aufmerksamer bei der Bücherauswahl sein. Es ist nicht nur mein Jahreshighlight jetzt schon, sondern eins der beeindruckensten Bücher, die ich je gelesen habe. Eine unbedingte Leseempfehlung für dieses wichtige und großartig geschriebene Buch !!

    24. März 2026

  • kathisol
    kathisol

    259 Follower

    5,0

    Aufwühlend

    "Nach siebzehn Verhandlungstagen war alles vorbei. Lebenslänglich. Für Frank bei guter Führung vermutlich nur fünfzehn Jahre, für alle anderen galt das aber wirklich." "So beginnen wohl alle Abschiede, unspektakulär und heimlich, bis man irgendwann zurückblickt und versteht: Das war das letzte Mal gewesen." Jasmin Schreiber zeigt in ihrem Buch sehr eindrücklich, was es für das nahe Umfeld bedeutet, wenn eine Frau durch einen Femizid aus dem Leben gerissen wird. Aus verschiedenen Perspektiven, darunter Tochter, Freundin und Eltern, erleben wir, wie alle versuchen, Emmas Mord zu verarbeiten und irgendwie weiterzumachen. Vor allem für ihre neunjährige Tochter. Die Geschichte ist sehr emotional, manches ist nur schwer zu ertragen und die alternativen Ausgänge bescheren einen Kloß im Hals. Das Motiv des Erstickens zieht sich durch das Buch, zeigt es doch, wie ohnmächtig sich alle fühlen. Auch wird beschrieben, wie schuldig sich alle fühlen, weil sie die Tat nicht verhindern konnten, obwohl es natürlich nur einen Schuldigen gibt, nämlich den Mörder. Dieser kommt mit seiner Perspektive nicht zu Wort und ich fand es gut, dass ihm keine Bühne gegeben wurde. Die Geschichte wird durch Anwaltsbriefe bzgl. des Sorgerechtes, den Sektionsbericht, den Anruf der Tochter beim Notarzt etc. sehr greifbar und auch wenn sie nicht real ist, ist sie ziemlich realitätsnah. Ein sehr intensives und wichtiges Buch über ein Thema, welches mehr im Fokus stehen sollte.

    3. Feb. 2026

  • charleens.chapter
    charleens.chapter

    867 Follower

    5,0

    Dieses Buch war so intensiv. Die Erzählweise ist eher ruhig, aber genau das macht es so stark. Was ich besonders mochte ist, dass die Geschichte aus ganz vielen Perspektiven erzählt wird von unterschiedlichen Familienangehörigen. Man bekommt Einblicke in ihre Gedanken, ihre Trauer und ihre Hilflosigkeit.🖤 Vor allem die Perspektive von Maya hat mich wirklich gebrochen. Diese Kapitel waren für mich teilweise schwer auszuhalten, weil sie so wehtun. Es wird nichts beschönigt und man steckt mitten in ihren Gedanken. 💭 Die Geschichte hat sich einfach echt angefühlt. Keine Figur wirkt glatt oder perfekt, alle tragen auf ihre eigene Weise etwas Schweres mit sich herum. 💔 Ich habe das Buch wirklich geliebt, gerade wegen dieser Tiefe. Gleichzeitig war es aber auch harte Kost. 🌫️ Ich habe das Gefühl, dass mich die Geschichte noch lange begleitet. ✨📚

    6. Feb. 2026

3 von 263 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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buecherwurmi
buecherwurmi15. Jan. 2026

Wenn ein Buch dich schon vor dem 1. Kapitel zum Weinen bringt.... 🤍 (Das hat noch kein Buch in meinem Leben geschafft)

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Autorin / Autor

Über Jasmin Schreiber

Jasmin Schreiber, 1988 in Frankfurt/Main geboren, ist Biologin, Schriftstellerin und Wissenschaftsjournalistin. Wenn sie nicht gerade Expeditionen zu Farn und Gliederfüßern macht, schreibt sie sich auf die Bestsellerliste und erzählt Geschichten aus Wissenschaft und Natur im Podcast Bugtales.fm. Bei Eichborn erschienen die Romane MARIANENGRABEN, DER MAUERSEGLER und ENDLING. Auf Instagram findet man sie unter @lavievagabonde, ihre Natur-Kolumne gibt es per Mail auf schreibersnaturarium.de.

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