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Die Fletchers von Long Island

3,6(81)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

"Ein herrlich saftiges Familien-Epos, sehr jüdisch-amerikanisch und dementsprechend überbordend an Details, Fabulierlust und exzentrischen Figuren. Taffy Brodesser-Akner segelt mit lakonischer Distanz zu ihnen, aber nie ohne Liebe und Mitgefühl, mitten hinein ins Auge des Sturms." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

1980 im wohlhabenden Long Island: Carl Fletcher wird vor seinem Haus gekidnappt. Kurz darauf, nach Zahlung eines üppigen Lösegelds, wird er freigelassen, und die Familie versucht, den Vorfall hinter sich zu lassen. Doch als sie vierzig Jahre später bei einer Feier wieder zusammentrifft, wird klar, dass die lange zurückliegende Entführung unerwartete Spuren hinterlassen hat - und zwar nicht nur bei Carl, sondern bei der ganzen Familie. Und diese Auswirkungen gestalten sich mal verstörend und mal überaus amüsant!

Eine große jüdisch-amerikanische Familiengeschichte, Jahrzehnte umspannend, die sich bereits jetzt wie ein Klassiker liest: sprachlich virtuos, fein beobachtet und sehr, sehr lustig.

»Dieses Buch steht Klassikern wie DIE KORREKTUREN und MIDDLESEX in nichts nach.« LOS ANGELES TIMES

Editionen (2)

ISBN9783847902119
VerlagEichborn
Erscheinungsdatum28.02.25
Seitenzahl576

Rezensionen & Bewertungen

81 Bewertungen

16 Rezensionen

3,6

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  • luzleene
    luzleene

    33 Follower

    3,5

    Der Roman behandelt die Geschichte einer reichen und reichlich dysfunktionalen jüdischen Familie, deren Leben von der Entführung des Vaters (Carl) geprägt wird. Das betrifft insbesondere die Ehefrau und die Kinder, die damals teilweise noch gar nicht geboren waren: Beamer, Nathan und Jenny, die erst nach den Ereignissen geboren wurden. Carl kommt nie über das Erlebte hinweg, seine Frau Ruth muss den Laden zusammenhalten, Beamer flüchtet sich in Drogeneskapaden, Nathan will absolute Sicherheut und Jenny bandelt mit sozialistischen Ideen an. So geht es jahrzehntelang gut, bis die eigentliche Matriarchin der Familie (Carls Mutter) stirbt. Dann treffen die Familienmitglieder plus Anhänge aufeinander und dann passieren auch noch andere Dinge... Sehr viele Rückblenden, da die Geschehnisse bzw. die Auswirkungen für jeden Charakter geschildert werden. Beamer macht da den Anfang und das ist herrlich, ich habe sehr gelacht (und den Kopf geschüttelt). Leider ist es dann bei den anderen nicht mehr ganz so herrlich, das hat es mit ein bisschen vermiest.

    30. Nov. 2025

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    400 Follower

    3,0

    DIE FLETCHERS VON LONG ISLAND Taffy Brodesser-Akner Der Fabrikbesitzer Carl Fletcher wird in den 1980er-Jahren direkt vor seiner Haustür entführt. Nachdem seine Familie ein hohes Lösegeld zahlt, lassen ihn die Entführer nach einer Woche frei. Doch Carl erholt sich nie wieder vollständig von den körperlichen und seelischen Qualen. Seine beiden Söhne sind zum Zeitpunkt der Entführung noch Kinder, seine Tochter wurde noch nicht einmal geboren - und doch hinterlässt das Verbrechen auch bei ihnen Spuren. Sie wachsen mit einem Vater auf, der zwar physisch anwesend ist, aber innerlich oft unerreichbar bleibt. Als Erwachsene schlagen sich die drei Geschwister mehr schlecht als recht durchs Leben. Trotz ihres privilegierten Aufwachsens gelingt es keinem, wirklich Fuß zu fassen. Die erfolgreiche Styropor-Fabrik der Familie will keiner übernehmen - obwohl ihr jüdischer Großvater Zelig Fletcher, der 1940 vor den Nationalsozialisten in die USA floh, das Unternehmen mit Fleiß, Mut und einer geheimen Formel, die ihm ein verstorbener Mann vermachte, aufgebaut hat. Taffy Brodesser-Akner erzählt die bewegende Geschichte einer wohlhabenden Familie aus Long Island mit all ihren Sorgen und Nöten. Inspiriert wurde sie dabei von der Entführung Jack Teichs im Jahr 1974. Der Roman ist oft bunt erzählt, und es gab Momente, in denen ich regelrecht an den Seiten klebte. Dennoch konnte mich das Buch nicht durchgehend fesseln. Mein Leseerlebnis war ein ständiges Auf und Ab - mehr als einmal war ich kurz davor, es zur Seite zu legen. Nicht alle Figuren waren mir sympathisch, manche blieben blass. Ob es an den langen Kapiteln lag oder am detailverliebten, oft wechselnden Schreibstil, kann ich nicht genau sagen. Insgesamt war es für mich nur ein mittelmäßiges Buch. 3/5

    14. März 2025

  • 3,0

    Wenn der Wohlstand den Untergang bringt

    Die Fletchers, eine jüdisch-amerikanische Familie haben es über drei Generationen zu einem unverhältnismäßigem Reichtum gebracht. Alles scheint für sie wie ein amerikanischer Traum zu verlaufen, bis Carl, der die Fabrik der Familie leitet, entführt wird. Nach dieser Entführung stürzt es die Familie in derartig viele Krisen, dass man die generationsübergreifenden Traumata auf jeden Fall nicht mehr an einer Hand abzählen kann. Der Roman wird aus der Perspektive von Carls drei Kindern erzählt, die bereits in das reiche Leben hineingeboren wurden und sich nie Sorgen um Geld machen mussten. Ihren Charakteren hat das, um es mal milde auszudrücken, nicht unbedingt gut getan. Alle drei versuchen die hohen Erwartungen zu erfüllen, die von familiärer und auch gesellschaftlicher Seite an sie gestellt werden, doch das Trauma der Entführung überschattet ihre Kindheit genauso wie ihr erwachsenes Leben. Es sind drei Mini Lebensgeschichten, die so intensiv, flapsig und in einem durchaus großartigen Schreibstil erzählt werden, dass man das Gefühl hat, man hätte die drei schon sein Leben lang gekannt. Ihre Arroganz, Naivität, Neurosen, Ängste und Hoffnungen werden uns offenbart und wir sind bei ihnen als klar wird, dass ihr Leben nie wieder so sein wird, wie es war. So grandios diese Geschichten der Geschwister auch erzählt werden, so statisch machen sie auch den ganzen Roman. Denn eine wirkliche zusammenhängende Geschichte wird es für mich leider nicht und auch die Spannung leidet an vielen Stellen für die lange Reise in die Vergangenheit. Noch dazu kommt, dass die gesamte Familie die unsympathischste ist, von der ich je in einem Familienepos gelesen haben. Natürlich zeigt genau das den Kern der Geschichte auf: Was macht Geld aus Menschen? Wie verändert es, welchen Einfluss hat es auf das Verhalten? Die Antwort des Romans: es macht Sie zu Arschlöchern. Für mich leider zu uninspirierend und auch absolut gar nichts Neues.

    27. Feb. 2025

3 von 16 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 16536%
oscar
oscar24. Aug. 2025

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Autorin / Autor

Über Taffy Brodesser-Akner

Taffy Brodesser-Akner schreibt für das NEW YORK TIMES MAGAZINE, für GQ und viele andere Medien und ist Autorin des internationalen Bestsellers FLEISHMAN STECKT IN SCHWIERIGKEITEN, der in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurde. Sie hat außerdem das Drehbuch für die gleichnamige Serie verfasst und war als Producerin tätig. DIE FLETCHERS VON LONG ISLAND ist ihr zweiter Roman.

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