Blick ins Buch

Fantasy

Die Meerjungfrau von Black Conch

3,5(86)
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Über das Buch

Der Überraschungserfolg aus der Karibik: Ein moderner Mythos von Liebe und Freundschaft, Eifersucht und Gier und der zerstörerischen Natur des Menschen

In der Nähe der Insel Black Conch singt ein Fischer vor sich hin, während er auf seinen Fang wartet. Doch David zieht eine Meeresbewohnerin an, die er nie erwartet hätte: Aycayia, eine Frau, die aufgrund ihrer Schönheit und Reinheit vor Jahrhunderten von eifersüchtigen Frauen ihres Stammes verflucht und als Nixe ins Meer verstoßen wurde.

Als amerikanische Touristen Aycayia gefangen nehmen, rettet David sie und versucht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Langsam und unter Schmerzen verwandelt sie sich wieder in eine Frau. Doch während die Liebe der beiden wächst, entdecken sie, dass sie weder dem Fluch noch der Welt um sich herum entkommen können – einer Welt, in der die Folgen von Rassismus, Frauenfeindlichkeit und der Ausbeutung der Natur deutlich spürbar sind.

Ungekürzte Lesung mit Patrick Abozen, Sina Martens
7h 28min

Editionen (4)

ISBN9783844547221
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum17.10.22

Rezensionen & Bewertungen

86 Bewertungen

32 Rezensionen

3,5

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  • mira123
    mira123

    36 Follower

    5,0

    [Aus irgendeinem Grund habe ich hier meine Rezension noch nicht eingetragen, die auf meinem Blog bereits seit Dezember online ist. Ups.] Dieses Buch habe ich für die Uni gelesen und dann zusammen mit meiner Seminargruppe aus verschiedenen Winkeln betrachtet. Ein Teil dieser Seminargruppe folgt mir auch auf Goodreads oder verfolgt diesen Blog hier, ich muss mir also ausnahmsweise mal ganz genau überlegen, was ich über dieses Buch sagen soll. Ich möchte ja nicht, dass mir dann nächste Woche vorgeworfen wird, dass ich hier Falschinformationen verbreite. Im Zusammenhang mit diesem Buch sprachen wir über die Verbindung zwischen Meermenschen und der Umwelt und über die Darstellung von Behinderung in diesem Buch und diskutierten über Rassismus, Kolonialismus und Sexismus. Wie ihr seht, kommen hier also viele Themen zusammen, allerdings meiner Meinung nach, ohne dass dieses Buch zu einer zu bedrückenden Lektüre wird. In diesem Buch geht es um David, der beim Fischen auf die Meerjungfrau Aycayia trifft und sich in sie verliebt. Und eigentlich könnte jetzt eine zuckersüße Liebesgeschichte beginnen, wie wir sie aus vielen Liebesromanen kennen, doch das passiert hier nicht. Stattdessen wird Aycayia von amerikanischen Touristen gefangen und an Land verschleppt und kann nur in letzter Sekunde von David gerettet werden, bevor sie als Trophäe oder in einem Zoo endet. Eigentlich möchte David sie nur ein paar Tage in seiner Badewanne verstecken und sie dann wieder zurück ins Meer bringen, doch dann beginnt sich Aycayia in seinem Haus in die junge Frau zurückzuverwandeln, die sie war, bevor sie von eifersüchtigen Frauen ihres alten Volks dazu verflucht wurde, als Meerjungfrau zu leben. Ich glaube, besonders überrascht war ich darüber, wie unromantisch hier Meerjungfrauen dargestellt werden. Aycayia ist keine Schönheit, weder als Meerjungfrau noch als Mensch und das wird auch immer wieder beschrieben. Außerdem leidet sie nach ihrer Verwandlung zum Menschen am Leben, das sie an Land erwartet, was ich für realistisch halte. Sie war Hunderte Jahre lang eine Meerjungfrau - natürlich hat sie jetzt Probleme damit, sich wieder an ihre Beine zu gewöhnen und hat Schmerzen dabei, wenn sie versucht, wieder zu gehen. Sie verwendet deswegen Gehhilfen. Und natürlich wird sie das Sprechen neu lernen müssen, denn sie hat ihre Stimme seit Ewigkeiten nicht verwendet und die Sprache, die ihr Volk zum Zeitpunkt ihrer Verwandlung sprach, existiert heute nicht mehr. Gleichzeitig mit gesprochener Sprache lernt sie auch Gebärdensprache von einem kleinen gehörlosen Jungen in der Nachbarschaft. Aycayia kennt keine Technologie, keine laute Musik, keine Autos, alles ist neu für sie. Und ich fand es sehr interessant, sie dabei zu begleiten, wie sie sich langsam an dieses neue Leben an Land gewöhnt. Jedes der Kapitel hier in diesem Buch besteht aus drei Teilen. Zuerst erzählt ein allwissender Erzähler über David, Aycayia oder eine der anderen Figuren. Dann folgt ein Gedicht, in dem Aycayia zu Wort kommt. Und schließlich kommt ein Tagebucheintrag Davids. Diese Vielzahl an verschiedenen Stilen und Textsorten machte die Lektüre für mich anstrengend, aber gleichzeitig auch um vieles spannender als sie es sonst vielleicht gewesen wäre. Zu kämpfen hatte ich vor allem zu Beginn auch mit dem für mich ungewohnten Englisch, das hier verwendet wird, das in der Karibik aber typisch zu sein scheint, wenn ich das richtig verstanden habe. Auch das verlangsamte mein Lesen, war aber eine interessante Erfahrung. Mein Fazit? Ein sehr spannendes Buch, das sich allerdings nicht einfach so nebenbei lesen lässt.

    27. Dez. 2023

  • readingjane
    readingjane

    380 Follower

    5,0

    Das Jahr 1976. David ist Fischer auf einer karibischen Insel und begegnet dabei der Meerjungfrau Aycayia. Bald darauf wird sie von "Yankees" eingefangen und auf der Mole aufgehängt. David entführt bzw. rettet sie, doch bevor er sie zurück ins Meer bringen kann, verwandelt sie sich in seiner Badewanne langsam in eine Frau zurück und die beiden verlieben sich. Doch auf Aycayia lastet ein Fluch ... Absolut gelungen, was Roffey aus dem Meerjungfrauen-Mythos gemacht hat! Ich habe hier nicht mit einem Highlight gerechnet. Ich hatte Lust auf das Buch, aber ich wusste, dass sowohl die Geschichte als auch die Sprache außergewöhnlich sein sollen und habe ich auf ein eher schwer zugängliches Buch gefasst gemacht. Da ich vorgewarnt war, war es aber kein Problem. Die Sprache ist teilweise vulgär und der dortige Dialekt wurde in die Übersetzung einbezogen. Davids Sicht erfährt man in Form von Tagebucheinträgen, durch eine Art "Gesang" bekommt man gute Einblicke in Aycayias Sicht, der Rest ist auktorial erzählt. Wie gut mir das Ganze gefallen hat, hat mich dann doch etwas überrascht. Vor allen Dingen handelt es sich um eine wunderschöne Liebesgeschichte! Sie ist sparsam, aber so allumfassend und tiefgreifend erzählt. Auch die zweite Liebesgeschichte zwischen einer weißen Frau und einem schwarzen Mann ist so wunderbar geschildert. Liebevoll differenziert, wahrhaftig, über ein tiefes Vertrauen und eine tiefe Liebe zwischen zwei Menschen und doch so viel Trennendes, das unüberwindbar zu sein scheint. Auf 230 Seiten wirft Roffey durch ihre Figuren die großen Fragen des Miteinanders auf und berührt, gibt Hoffnung und beeindruckt nachhaltig. Lest euch die Beschreibung zu dem Buch durch, ich finde sie in dem Fall sehr passend. Wenn euch die Beschreibung anspricht, dann versucht es unbedingt mit dem Buch, es ist wirklich außergewöhnlich und verdient eine Chance :)

    26. Juni 2026

  • nathaliepk
    nathaliepk

    12 Follower

    4,0

    Das war irgendwie besonders. Oft auch seltsam...aber besonders auch!

    19. Jan. 2026

3 von 32 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Monique Roffey

Monique Roffey ist eine trinidadisch-britische Schriftstellerin, deren Werk bereits vielfach ausgezeichnet wurde. So erhielt sie u. a. für ihren Roman »Archipelago« den OCM BOCAS Award for Caribbean Literature und »Die Meerjungfrau von Black Conch« wurde zum COSTA Book of the Year gekürt. Sie ist Dozentin für kreatives Schreiben an der Manchester Metropolitan University und außerdem »Writer in Residence« in London. Als Gründungsmitglied von »Writers Rebel« setzt sich Monique Roffey aktiv für den Klimaschutz ein.

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