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Romane

Gott wohnt im Wedding

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Über das Buch

100 Jahre, ein Haus, unzählige Schicksale

Utrechter Straße, Berlin 2015. Der alte Leo Lehmann steht vor dem Haus, aus dem vor über 70 Jahren sein Freund Manfred von Nazi-Schergen abgeführt wurde. Hier haben die beiden jungen Juden Unterschlupf bei der hübschen Gertrud gefunden. War sie die Verräterin? Ob sie noch immer hier wohnt? In dem heruntergekommenen Haus leben nur noch die Schwächsten der Gesellschaft. Darunter Laila, die hier von ihrer Sinti-Herkunft eingeholt wird – und Gertrud ...

Im Haus im Wedding kreuzen sich die Lebenswege von Einheimischen und Zugezogenen, von Verfolgten, Verlierern und Verachteten, alle auf der Suche nach dem Stückchen Glück.

Gelesen von Johann von Bülow.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 11h 53)

Editionen (5)

ISBN9783844532654
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum25.03.19

Rezensionen & Bewertungen

62 Bewertungen

12 Rezensionen

3,8

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  • angelics69
    angelics69

    22 Follower

    3,0

    War okay. Natürlich sehr informativ und interessant von der Thematik. für mich war es zu voll gestopft und der Schreibstil hat mich jetzt auch nicht vom Hocker gerissen. Vielleicht wäre es besser gewesen, verschiedene Bücher daraus zu machen.

    22. März 2026

  • sisquinanamook
    sisquinanamook

    10 Follower

    4,0

    Ein Haus im Wedding und die Geschichten seiner Bewohner

    Ein Haus im Wedding erzählt seine Geschichte. Und das wortwörtlich, dann in ihrem Buch lässt die Autorin nicht nur die Bewohner sondern auch das Haus selbst sprechen. Dieses Element fand ich sehr gelungen, da das Haus selbst den geschichtlichen Kontext zu den Geschichten der Hausbewohner erzählt, was es für mich selbst persönlich machte. Die Geschichten der Bewohner, vor allem Juden und Roma /Sinti, gehen alle unter die Haut. Regina Scheer lässt ihre Figuren einen Aspekt des 2. Weltkrieges erzählen, den ich zwar kannte, aber mit dem ich mich noch nie so im Detail auseinandergesetzt habe. Dabei spannt sie geschickt den Bogen bis in die Gegenwart. So gut und interessant ich dieses Buch fand, ich fand es aber auch sehr anstrengend. Ich denke, das Buch hätte vielleicht noch die ein oder andere Seite mehr gebrauchen können, denn die Fakten und Namen reihen sich dicht an dicht. Die Autorin lässt die Figuren zwar selbst erzählen und ich kam ihnen auch nah, aber teilweise habe ich mich wie in einem Geschichtsvortrag gefühlt bzw. Als würde ich einen geschichtlichen Artikel lesen. Es ist bestimmt kein Buch für zwischendurch, aber ich habe wieder einen neuen Teil der Geschichte entdeckt, der mir in diesem Ausmaß nicht bewusst war und ich habe noch oft über das ein oder andere Thema des Buches nachgedacht und werde auch noch das ein oder andere nach recherchieren. Für Geschichtsinteressierte ist das Buch absolut zu empfehlen - für Lesende, die Geschichte lieber in „richtiger“ Romanform erleben wird das Buch m.M.n leider etwas zu trocken sein.

    13. Jan. 2024

  • henvondra
    henvondra

    79 Follower

    2,0

    „Gott wohnt im Wedding“ ist lehrreich, weil unglaublich detailliert und aufwändig recherchiert. Regina Scheer hätte sicherlich ein tolles Sachbuch zu diesem Thema schreiben können, denn im belletristischen Sinne ist es aus meiner Sicht missglückt. Scheer verliert sich im deskriptiven Ton. Sie erzählt nicht, sie referiert. Dadurch kam für mich nie ein Lesesog zustande und es kam keine Emotionalität zu den Figuren auf. Wer etwas über den Wedding, über Eigentumsverhältnisse vor und nach den Weltkriegen, über die Zu- und Abwanderung von Juden und Sinti & Roma lernen möchte, muss dieses Buch lesen. Wer einen guten Roman mit allem was dazugehört sucht, sollte hier nicht unbedingt zugreifen.

    29. Jan. 2023

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Regina Scheer

Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972–1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift «Forum». Danach war sie freie Autorin von Reportagen, Essays und Liedtexten und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift «Temperamente». Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte. Für ihren ersten Roman «Machandel» erhielt sie 2014 den Mara-Cassens-Preis.

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