Blick ins Buch

Sci-Fi

Wie man die Zeit anhält

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Über das Buch

Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.

Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...

Gelesen von Christoph Maria Herbst.

(1 mp3, Laufzeit: 9h 31)

Editionen (4)

ISBN9783844528961
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum23.04.18

Rezensionen & Bewertungen

746 Bewertungen

117 Rezensionen

4,0

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  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    5,0

    „Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig hat mich völlig überrascht. Eigentlich sind philosophische Romane sonst nicht meine Welt – doch dieses Buch hat mich vom ersten Moment an berührt und nicht mehr losgelassen. Im Mittelpunkt steht Tom Hazard, ein Mann, der durch eine seltene Krankheit extrem langsam altert. Was zunächst wie ein Geschenk wirkt, entpuppt sich als eine tiefe, tragische Last. Haig zeichnet Tom nicht als übermenschlichen Helden, sondern als zutiefst verletzlichen Menschen, der Jahrhunderte voller Verlust, Angst und Einsamkeit mit sich trägt. Besonders die Schwere seiner Vergangenheit – der Verlust seiner Mutter, der Abschied von Rose – hat mich emotional getroffen und mir mehrfach Tränen in die Augen getrieben. Die größte Stärke des Buches ist die leise, menschliche Art, mit der Haig über Zeit, Identität und Trauma schreibt. Tom ist kein unnahbarer Unsterblicher, sondern jemand, der an seinen Erinnerungen leidet und ein Gefängnis mit sich herumträgt, das er selbst über die Jahrhunderte gebaut hat. Seine Befreiung beginnt nicht mit großen Gesten, sondern mit der Erkenntnis, dass er sein Leben endlich selbst in die Hand nehmen muss. Hendrich, der Anführer der Albatros-Gesellschaft, ist ein überzeugender Antagonist – nicht, weil er spektakulär böse wäre, sondern weil sein Machtmissbrauch, seine Manipulation und sein verletztes Ego zutiefst menschlich und erschreckend real wirken. Einige Figuren, wie Toms Tochter Marion, bleiben bewusst schemenhaft. Das hat mich zwar kurz enttäuscht, doch rückblickend passt es: Das Buch erzählt nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit. Die offenen Stellen gehören zu Toms Weg. Gerade das offene Ende macht den Roman für mich so stark. Es zwingt uns nicht, Toms gesamte Zukunft mitzuerleben, sondern lässt Raum für Hoffnung – und für die Vorstellung, dass er endlich frei leben kann. Fazit: Ein wunderschönes, melancholisches und zutiefst menschliches Buch. Warm, klug, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Es bleibt lange im Herzen. Fünf Sterne – absolut empfehlenswert.

    26. Nov. 2025

  • copper
    copper

    55 Follower

    5,0

    Eine wunderbare und melancholische Geschichte über das Leben. Tom altert nicht wie alle anderen. Und in einer Zeit des Aberglaubens, ist anders sein gefährlich, für sich und jeden in seiner Umgebung. So h Zeiten ändern sich,oder nicht? Wir lesen von seiner Angst, und in den Rückblicken von seinen Erlebnissen. Und doch hat er Angst und in jedem Jahrzehnt und in jedem Jahrhundert erkennt er die gleiche Intoleranz, wie sie auch zu seiner Zeit bestanden hat. Und doch will er nur leben und lieben können,wie jeder andere auch. Mich hat es tief berührt, und mich über meine Vergangenheit etwas versöhnlicher nachdenken lassen 🥰

    14. März 2026

  • lizardy.liest
    lizardy.liest

    110 Follower

    5,0

    Zu Beginn habe ich ein bisschen gebraucht hereinzufinden, die Zeitebenen wechseln ständig, was mir aber immer besser gefallen hat. Toms Lebensgeschichte anhand von Szenen aus der Vergangenheit haben mir besonders gut gefallen. Vor allem, wie er sich über die Jahre entwickelt, was seine Fähigkeit der langsamen Alterung für eine Auswirkung auf ihn selbst und sein gegenwärtiges Ich hat. Matt Haig hat hier etwas geschaffen, was ich als philosophisch, wunderbar und zum Nachdenken anregend beschreiben würde. Vieles dreht sich um den Aspekt der Zeit, wie Menschen diese wahrnehmen, wie Zeit verschwendet wird und wie Tom Zeit wahrnimmt. Es war sensationell, herzzerreißend, wirklich berührend und für mich definitiv ein Highlight. Deswegen auch ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne und das Highlightherz ❤️, welches ich dieses Jahr zum ersten Mal vergebe! Das Buch war wirklich etwas ganz besonderes für mich und wenn du die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit magst, dass philosophisch mit solch ernster Thematik umgegangen wird, dann ist der Roman definitiv etwas für dich!

    18. Juni 2025

3 von 117 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 23361%
viktoria.louisa
viktoria.louisa7. Feb. 2026

Ich muss sagen, dass sich bis hierhin die Geschichte meiner Wahrnehmung nach leider wirklich gezogen hat und ich mir weniger Fokus auf die traumatischen, negativen Ereignisse gewünscht hätte, weil ich es teilweise schon belastend fand wie beispielsweise Toms Mutter umgekommen ist 😓 durch die Zeitsprünge immer vor und zurück, musste ich zwischendurch auch wieder zurückblättern, um dann wieder reinzukommen, wenn ich mal einen Teil nicht an einem Tag lesen konnte… bisher entschließt sich mir die Aussage dieser ganzen Geschichte noch nicht hundertprozentig und ich hätte mir irgendwie mehr was Nachdenkliches zum Thema Zeit allgemein von dem Autor gewünscht und nicht ein historisches Drama zu einem Protagonist, aber naja so ist es nunmal jetzt und ich werde auch bis zum Ende weiterlesen, obwohl ich manche Stellen wirklich verstörend finde 🙈

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Autorin / Autor

Über Matt Haig

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits mehrere Romane und Kinderbücher veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über dreißig Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem SPIEGEL-Bestseller ›Ich und die Menschen‹. Außerdem sind in Deutschland erschienen: ›Die Menschen von A bis Z‹ und ›Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben‹, ›Ein Junge namens Weihnacht‹, ›Das Mädchen, das Weihnachten rettete‹.

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